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Gießener Derby und Wiesecker Premiere

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Von: Peter Froese

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Trainer Stefan Frels (Käppi) und Assistent Martin Selmo sehen dem Gruppenliga-Start ihrer TSG Wieseck entgegen. © Peter Froese

(fro). An diesem Wochenende fällt der Startschuss zu einer aus heimischer Sicht interessanten Gruppenliga-Saison 2022/2023. Mit den drei Gießener Stadtvereinen FC Gießen II, TSG Wieseck und MTV 1846 Gießen sowie den beiden Landkreis-Teams TSF Heuchelheim und SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen ist der Sportkreis Gießen mit fünf Vereinen vertreten.

Das Feld wird aus heimischer Sicht mit dem FC Cleeberg komplettiert, sodass zahlreiche packende Nachbarschaftsduelle zu erwarten sind. Das erste Derby steigt an der Neumühle in Watzenborn-Steinberg, wo der Verbandsliga-Absteiger FC Gießen II den MTV 1846 Gießen am Sonntag um 15 Uhr empfangen wird. Die Partie zwischen der SG Oberes Edertal und der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen wurde auf 21. September verschoben.

TSG Wieseck - FSV Braunfels (So., 13 Uhr): Für die Elf des Trainerduos Stefan Frels/Martin Selmo stehen in den fünf Testspielen ausnahmslos Niederlagen zu Buche. »Uns ging es in der Vorbereitung nicht darum, zu gewinnen, sondern wir wollten uns gegen starke Gegner an das Tempo der neuen Liga gewöhnen. Wir brauchen noch Zeit, um uns mit unserer neu formierten Elf zu finden. Mit der Spielleistung meiner Jungs bin ich dennoch zufrieden. Wir haben in der Defensive bereits gut gestanden, müssen aber noch an den Laufwegen in unserem Offensivspiel arbeiten«, sagt Frels. Der TSG-Trainer erteilt den von außen an seine Mannschaft herangetragenen Aufstiegsambitionen weiterhin eine Absage. »Wir wollen in der Liga ordentlich mitspielen, in den Spielen die Initia- tive ergreifen und für die Zuschauer attraktiven Offensivfußball bieten. Gegen den FSV sehe ich uns auf Augenhöhe«, so Frels.

Bei der TSG fallen mit Sören Fink (Schulter-OP), Leon Klapp (Innenbandriss im Knie), Cem Aydin (Entzündung der Patellasehne) und Ben Beitlich (Bänderriss) einige Akteure zunächst längerfristig aus. Zudem stehen Sascha Timmann (Hochzeit) und Lars Hofmann (Corona) nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Kevin Buycks und Peer Allendörfer ist fraglich. Die frühe Anstoßzeit hat sich aufgrund einer Initiative des Gegners ergeben. »Wir werden nach dem Spiel gemeinsam mit der Mannschaft grillen. Und da eine Siegerwurst besser schmeckt als eine Verliererwurst, wollen wir nach Möglichkeit als Sieger vom Platz gehen«, lautet die Zielvorgabe des TSG-Trainers.

FC Gießen II - MTV 1846 Gießen (So., 15 Uhr in W.-Steinberg): Die Testspielserie mit zwei Niederlagen gegen höherklassige Vereine beim Mister-Hair-Turnier in Großen-Buseck und einem 1:0-Erfolg gegen den SSV Frohnhausen ist beim Team von FC-Trainer Ufuk Benzerli recht mager ausgefallen.

»Wir haben eine komplett neue Mannschaft zusammengestellt und den Fokus zunächst auf das Training und die Team-Building-Maßnahmen gelegt. Wir haben aktuell einen Kader von 17 Spielern und können eigenständig arbeiten. Natürlich sind innerhalb des Vereins Unterstützungen durch das Hessenligateam oder die A-Junioren jederzeit möglich«, gibt Benzerli ein Update zum Stand der Dinge beim Verbandsliga-Absteiger. Der FC-Trainer kennt den Derbygast MTV 1846 Gießen aus seiner Zeit als Trainer des Ligakonkurrenten TSV Bicken. »Das ist eine gut eingespielte Elf, die ihre Stärken bei Kontern hat. Wir müssen von Beginn an wachsam sein und gehen als Außenseiter ins Spiel«, so Benzerli. Der 41-Jährige möchte mit Sinn und Verstand spielen lassen und sich nicht auf Glücksmomente verlassen. »Wir sind eine gute Offensivmannschaft und werden uns nicht verstecken. Das Kribbeln ist spürbar, nun sollen die Jungs Spaß auf dem Platz haben«, wünscht sich Benzerli. Beim FC Gießen II fehlen Vitali Ceavdari, Alem Domazet und Abdul Simsek (alle Urlaub).

»Meine Spieler sind froh, dass die Vorbereitungszeit vorbei ist, und haben Bock auf das Derby. Die Elf des FC ist eine Wundertüte und wird sich in ihrer Qualität natürlich verändern, wenn es zu einer verstärkten Abstellung aus dem Hessenliga-Kader kommen sollte. Wir wollen uns auch auf fremdem Platz nicht verstecken. Unsere Taktik werden wir anpassen, wenn wir wissen, ob auf Rasen oder Kunstrasen gespielt wird«, sagt MTV-1846-Spielertrainer Michael Delle.

Bei den Männern vom Heegstrauchweg fehlen Simon Gross, Andrew Iyasere, Jaro Kroker (alle krank), Josch Stein, Jannik Kanter, Nils Dressler, Daniel Mikhailov, Timon Niomby und Yannick Brinkmann (alle Urlaub) sowie Yannik Thielemeier, Jonas Geck, Lucas Vogler, Niklas Leidich und Daniel Glanz (alle verletzt).

SV Bauerbach - FC Cleeberg (So., 15.30 Uhr): Mit fünf Siegen und einem Remis hat die Elf von FC-Trainer Stefan Hocker eine nahezu makellose Testserie hingelegt. Zudem blieb das Team um Dominik Huisgen viermal ohne Gegentor. »Der Kader ist gut zusammengewachsen, sodass ich trotz einiger personeller Ausfälle mit unserer Vorbereitung im Großen und Ganzen zufrieden bin. Wir haben verschiedene Systeme getestet und können, je nachdem, was der jeweilige Gegner anbietet, reagieren. Wir haben eine fußballerisch gut ausgebildete Elf. Eine geordnete Defensive ist die Grundlage unseres Spiels, aus der wir im Ballbesitz geordnet nach vorne spielen wollen«, möchte Hocker sich so wenig wie möglich nach dem Gegner richten. Nach dem personellen Umbruch beim Mitabsteiger aus Bauerbach ist es aus seiner Sicht aktuell schwierig, die Stärken und Schwächen des SV einzuschätzen. »Dies ist eine Elf mit vielen Unbekannten, die wir nicht unterschätzen dürfen«, mahnt Hocker.

Beim FC fallen Patrick Löw (Kreuzbandriss), Pascal Kühn (Achillessehnenprobleme) und Lorenz Köster (Schambeinentzündung) längerfristig aus. Auch Torjäger Dominik Trivilino wird frühestens im September zur Verfügung stehen. Johannes Greb (Rückenprobleme) sowie Marvin Gath und Moritz Schmidt (beide Urlaub) fehlen ebenfalls.

FC Ederbergland II - TSF Heuchelheim (So., 16.30 Uhr): 25 Gegentore in fünf Testspielen deuten an, dass die Elf des Trainerduos Daniel Marx/Yannik Pauli bislang noch nicht richtig aus den Startlöchern gekommen ist. »Wir hatten eine durchwachsene Vorbereitung mit vielen Kranken und Verletzten. In der Spitze hatten wir 14 Ausfälle auf einmal. Wir sind noch nicht 100-prozentig im Saft und noch nicht da, wo wir hinwollen«, räumt Marx ein. Neben der Unsicherheit über die eigene Leistungsstärke muss sich der TSF-Trainer auch mit der »FC-Wundertüte« auseinandersetzen.

»Wir spielen erst im Anschluss an die erste Mannschaft, sodass erfahrungsgemäß noch einige Abstellungen aus der Verbandsliga-Elf des Gegners zu erwarten sind«, so Marx. Beide Mannschaften bevorzugen es, den Ball in den eigenen Reihen zu haben. »Der FC ist eine spielstarke Elf, die wie wir die fußballerische Lösung sucht. Wir werden versuchen, die taktische Aufstellung des FC zu spiegeln, um den Gegner so früh wie möglich im Spielaufbau zu stören«, hofft Marx, dass seine Elf der Partie ihren Stempel aufdrücken kann.

Felix Lau (Hüft-OP) und Nico Lotz (Schambeinentzündung) fallen längerfristig aus. Daniel Mengeler (krank), Michael Rohde und Angelo Ferdek (beide Urlaub) fehlen ebenfalls. Der Einsatz von Kevin Kaus (Rücken) ist fraglich. Tim Kreiling hat Trainingsrückstand.

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