Gießener Derby steigt

Die Landesliga-Saison der Nord-Staffel hält zum Auftakt gleich einen Knaller bereit. Wenn am Samstag der Startschuss fällt, stehen sich in der Doppelturnhalle der Liebigschule die Volleyballer des USC Gießen und des Gießener SV gegenüber.

Der Unabhängige Sportclub muss gleich drei Abgänge kompensieren. Marian Schürmann, Simon Breither (beide TV Waldgirmes) und Bernhard Witzlau (FTG Frankfurt) versuchen ihr Glück bei neuen Vereinen. Die Zugänge Alexander Knöß und Tim Köhlinger müssen in große Fußstapfen treten, scheinen dieser Aufgabe aber gewachsen zu sein. Der bereits im Laufe der letzten Saison verpflichtete Zuspieler Tim Schwab ist mittlerweile eine feste Größe und mit seinem flexiblen Spiel ein Garant für ein erfolgreiches Angriffsspiel. In der Vorbereitung absolvierte man mehrere Freundschaftsspiele und nahm an zwei Turnieren teil. "Insbesondere in den Testspielen hat sich gezeigt, dass das Team in nahezu jeder beliebigen Aufstellung funktioniert und die Leistungsdichte enorm hoch ist", sagt Spielertrainer Stefan Eder. Was dies alles Wert ist, wird sich gleich am Samstag zum Saisonauftakt zeigen. Um 15 Uhr ist zunächst Oberliga-Absteiger TV Cölbe zu Gast, ehe das Lokalderby gegen den GSV steigt. Eine Einschätzung der Liga fällt Eder schwer, da zu viele unbekannte Komponenten eine Rolle spielen könnten. Aber das Ziel ist klar für den USC-Coach: Er will stabil in die Saison starten. Dem Programm am Wochenende folgt gleich am zweiten Spieltag die Auswärtspartie beim nächsten Absteiger, dem FSV Bergshausen.

"Der Blick bleibt dennoch – wie auch im vergangenen Jahr – auf das obere Tabellendrittel gerichtet, denn dort wollen wir uns etablieren", lässt Eder durchblicken.

Aufgebot: Christian Brückmann, Markus Debus, Stefan Eder, Christian Euler-Becker, Alexander Knöß, Aaron Köhler, Tim Köhlinger, Achim Kronenberger, Patrick Milling, Andreas Opitz, Davin Peters, Dirk Schneider, Tim Schwab, Lukas Stein.

Klassenerhalt als Ziel

Der Gießener SV muss sich der neuen Herausforderung Landesliga stellen. Die "Schwimmer" standen in der letzten Saison bereits zwei Spieltage vor Schluss als Meister fest und konnten zum zweiten Mal in Folge den Aufstieg feiern. Im Laufe der vergangenen Runde hat sich gezeigt, dass die Breite des Kaders wichtig ist, um Ausfälle zu kompensieren. Der gute Zusammenhalt innerhalb des Teams sowie die hohe Beteiligung im Training waren neben der sportlichen Qualität ausschlaggebend für die tolle Spielzeit 2013/14. In der neuen Saison wird man sich mit den berufsbedingten Abgängen von Max Kamm auf der Diagonalposition, Roman Starck im Mittelblock und Libero Simon Scheffler arrangieren müssen.

Alle waren sportlich als auch charakterlich ein Rückhalt für den GSV. Zu einem baldigen Wiedersehen mit Kamm, der beim Ligakonkurrent VSG Kassel angeheuert hat, wird es am ersten Heimspieltag (11. Oktober) kommen. Als Zugänge stehen Tim Kornmann, Julian Drescher, Daniel Nissler und Thilo Deisler fest. Somit konnten die vakanten Positionen neu besetzt und der Kader verbreitert werden. Das Team wird weiter von Nils Balser und Sven Nicolai betreut. Beide geben den Klassenerhalt als Ziel aus. Sicher wird es schwer, die notwendigen Punkte zu sammeln. "Doch die Mannschaft ist gewillt, für die eine oder andere Überraschung zu sorgen", blickt GSV-Akteur Philipp Nürnberger voraus. Am Samstag steht das Stadtderby zwischen dem USC und dem GSV an.

Aufgebot: Marco Antonacci, Nils Balser, Thilo Deisler, Julian Drescher, Daniel Erber, Georg Erdmann, Andreas Kern, Frederik Klöpfel, Björn Koch, Tim Kornmann, Sven Nicolai, Daniel Nißler, Philipp Nürnberger, Marlon Schreiber, Michael Stowasser, Christian Wächter.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare