Gießen-Wieseck sichert sich Klassenerhalt

(smg) Auf den letzten Drücker hat die TSG Gießen-Wieseck aus eigener Kraft den Klassenerhalt in der Frauen-Basketball-Oberliga gesichert. Sie gewann beim jetzt als Absteiger feststehenden TV Groß-Gerau 74:67 nach Verlängerung und hielt den achten Platz. Vorzeitig war die Meisterschaft des TSV Grünberg III klar, der sich zum Abschluss mit 65:48 bei der ambitioniert in die Saison gestarteten SG Weiterstadt durchsetzte.

Ebenfalls nichts mehr zu rütteln gab es am zweiten Rang des TSV Krofdorf-Gleiberg, der in die Regionalliga aufsteigen wird. Er gewann 91:41 gegen den zweiten Absteiger, den BC Wiesbaden.

TV Groß-Gerau - TSG Gießen-Wieseck 67:74 n.V. (63:63, 26:33): Die Ausgangssituation machte die Spielerinnen etwas nervös. Wieseck brauchte für den Klassenerhalt einen Sieg. Eine Niederlage mit zwölf Punkten Differenz hätte auch noch zum Ligaverbleib gereicht, aber darauf wollten sich die TSGerinnen nicht einlassen. Eng verlief das erste Viertel. Im zweiten Durchgang legte Wieseck einen 13:0-Lauf hin, der die 29:21-Führung bescherte. Bis zur Pause blieb der Abstand in etwa gleich. Groß-Gerau wurde im weiteren Verlauf stärker, und das Spiel war nun ausgeglichen. Kurz vor dem Ende führten die Gastgeberinnen knapp 63:59. Davon ließen sich die Wieseckerinnen nicht verunsichern und schafften den Ausgleich. "Die haben dann clever die Zeit runter gespielt", sagte TSG-Coach Stefan Altemüller. Dem TV war beim Stand von 63:63 natürlich an einer Verlängerung gelegen, in der er erneut seine Chance suchen wollte, um die 13-Punkte-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen und dadurch den besseren direkten Vergleich zu haben.

Doch Wieseck ließ in der Overtime nur vier Punkte zu, erzielte selber elf und feierte anschließend den verdienten Sieg sowie den Klassenerhalt. "Die Mädels haben als Mannschaft überzeugt, Moral bewiesen und gekämpft", lobte Altemüller.

TSG Gießen-Wieseck: Hogg (13/1 Dreier), Neumann (18), Fink (15), Wenderoth (14), Vetter (5), Karpf (2), Scholl (5), Vopel (2), Williams.

TSV Krofdorf-Gleiberg - BC Wiesbaden 91:41 (38:27): Durch seine Pressdeckung kam der TSV zu vielen Ballgewinnen, die jeweils per Schnellangriff in leichte Punkte umgemünzt wurden. Nach dem ersten Viertel waren die Verhältnisse beim 23:7-Zwischenstand schon klargestellt. Trainer Ralf Neumann konnte früh mit dem Durchwechseln beginnen. Ab und zu ergab das dann einen Bruch im Spiel der Krofdorferinnen, in Gefahr gerieten sie deshalb nicht. Der Pausenvorsprung war mit der 38:27-Führung nicht allzu groß, aber sicher. "Danach wollten wir es wissen", sagte der Coach, und seine Akteurinnen starteten auf dem Feld richtig durch. Sie sicherten sich den dritten Abschnitt mit 31:2. Auch in den letzten zehn Minuten ließen die Wettenbergerinnen nicht locker. Ein ums andere mal verzeichneten sie Ballgewinne und kamen immer wieder zu einfachen Körben.

Während der letzten Spielminute bekamen die TSVerinnen von den rund 100 Zuschauern "Standing-Ovation". "Wir stehen nicht umsonst da, wo wir stehen", freute sich Neumann über die beiden letzten Jahre, in denen die Verbesserung zum zweitbesten Defense-Team der Oberliga gelungen ist. "Mit einem Sieg und dem Aufstieg in die Regionalliga verabschiede ich mich", erklärte er, im nächsten Jahr im Nachwuchsbereich tätig zu sein.

TSV Krofdorf-Gleiberg: Nöbel (3), Horrer (7), Ampt (5/1), C. Mandler (23/1), Werner (15), Kalthoff (5), Eller (11), Rinderknecht (12), S. Mandler (4), Peter (6), Weyell, Künze.

SG Weiterstadt - TSV Grünberg III 48:65 (21:32): Zunächst brachte Grünberg in der Verteidigung nicht den nötigen Biss aufs Parkett, was den Gastgeberinnen erst einmal eine ausgeglichene Spielgestaltung ermöglichte. Nach dem ersten Viertel war beim 12:12 noch nicht sehr viel passiert. Spannend war es auch noch in der 16. Minute, in der Grünberg mit 24:21 vorne lag. Ein 8:0-Lauf brachte den Gästen am Ende der ersten Halbzeit erstmals in dieser Begegnung die Führung mit einer zweistelligen Differenz (32:21).

Es folgte das traditionell starke dritte Grünberger Viertel. "Wir sind aggressiver aus der Pause gekommen", sah Trainer Eberhard Spissinger sein Team nach 30 Minuten mit 51:31 in Front. Am Ende plätscherte die Partie nur noch vor sich hin. Drei U17-Akteurinnen des TSV hatten bereits ein NBBL-Playoffspiel in den Knochen. Bei der SG fehlten die Youngster dieses Jahrgangs wegen ihres zeitgleich stattfindenden Nachwuchs-Playoffspiels. "Weiterstadt hat sich lange mächtig gewehrt", erkannte Spissinger an. Er freute sich über den Sieg zum Ausklang der Saison. "Es hat Spaß gemacht. Ich bin froh, dass wir Meister sind", sagte er. Die Mannschaft holte sich gleich in ihrem ersten Oberligajahr den Titel. Nur aufsteigen kann sie nicht, weil Grünbergs zweite Mannschaft schon in der Regionalliga beheimatet ist.

TSV Grünberg III: Knöß (13/2 Dreier), Holmelin (5), Mäder (14/2), Steuger (21), Kaufmann (2), Philippi (10), Mehl, Trüller, Dreher.

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