Gießen Pointers kassieren Dreier am Ende

(lad) Die VfB 1900 Gießen Pointers haben es am Samstagabend um Haaresbreite verpasst, einen Riesenschritt in Richtung der Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga Pro B zu machen. In einem von der ersten bis zur letzten Minute spannenden Duell gegen den TSV Breitengüßbach kassierten die Mittelhessen zwei Sekunden vor der Schlusssirene einen Dreier zum aus ihrer Sicht äußerst ärgerlichen 57:58 (26:26)-Endstand. Durch die Niederlage verpasste es der VfB, in der Tabelle punktgleich mit dem Achtplatzierten Gotha zu ziehen, der ebenfalls am Samstag in Langen verlor.

(lad) Die VfB 1900 Gießen Pointers haben es am Samstagabend um Haaresbreite verpasst, einen Riesenschritt in Richtung der Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga Pro B zu machen. In einem von der ersten bis zur letzten Minute spannenden Duell gegen den TSV Breitengüßbach kassierten die Mittelhessen zwei Sekunden vor der Schlusssirene einen Dreier zum aus ihrer Sicht äußerst ärgerlichen 57:58 (26:26)-Endstand. Durch die Niederlage verpasste es der VfB, in der Tabelle punktgleich mit dem Achtplatzierten Gotha zu ziehen, der ebenfalls am Samstag in Langen verlor.

Möglicher Knackpunkt war die taktische Entscheidung von Pointers-Trainer Dejan Kostic, beim 57:55 und noch 18 Sekunden Spielzeit nicht auf Nummer sicher zu gehen und den Gegner sofort zu foulen, damit dieser per Freiwurf maximal zwei Punkte zum eventuellen Ausgleich bei anschließendem VfB-Ballbesitz erzielen kann, sondern seine Jungs die Zeit herunterspielen zu lassen. Und dies klappte eben nur 16 Sekunden lang, bis der von der Dreierlinie sehr sichere Stefan Dinkel auf der rechten Seite den Ball bekam und ihn nervenstark versenkte. Für einen sinnvollen letzten Gießener Angriff war die restliche Spielzeit schließlich zu kurz.

"Ich habe so entschieden, weil wir das gesamte Spiel über eine gute Defensive gespielt haben und erneut eine Freiwurfquote hatten, die uns nicht geholfen hätte. Aber dass dann so ein wilder Wurf kommt... Vielleicht war diese Taktik ein Fehler", brachte Kostic zwei wesentliche Faktoren ein. Tatsächlich glänzte Gießen mit einer variablen Deckung und hielt den Score des Gegners stets niedrig. So gewannen die 1900er das Rebound-Duell deutlich mit 43:29 und gewährten den Oberfranken trotz ihrer 2,09 Meter und 2,05 Meter großen Asse Erik Land und Philipp Neumann gerade einmal zwei Offensiv-Abpraller. Außerdem zwangen sie den Gast um den abgemeldeten Maurice Stuckey zu 23 Fouls bei nur 18 eigenen und kamen mit 63 Würfen aus dem Feld und 21 von der Freiwurflinie (gegenüber 45 und 16) zu wesentlich mehr Chancen. Manko war aber wiederum die Auswertung dieser Chancen, denn 33 Prozent aus dem Feld und wieder nur 62 von der Freiwurflinie sind gegen eine Mannschaft von Breitengüßbachs Kaliber einfach zu schwach.

Zuvor hatten sich die Hausherren und die mit zahlreichen Doppellizenzlern gespickte Talentschmiede des deutschen Meisters Bamberg, die trotz des Bundesliga-Spiels am Sonntag in Bremerhaven in Bestbesetzung antrat, ein lehrbuchreifes Duell in Sachen Verteidigung geliefert. Während dieses Duells gab es keinen einzigen Aussetzers eines Teams, sodass keinerlei Läufe oder hohe Führungen zu vermelden waren.

Hatte das erste Viertel mit 14:13 für Gießen geendet, so ging es mit einem 26:26 in die Halbzeitpause und mit einem 46:48 in das Schlussviertel. Dort schließlich erarbeitete sich Gießen trotz des frühen fünften Fouls (33. Minute) des reboundstarken Kapitäns Felix Rotaru die besagte Zwei-Punkte-Führung durch einen Unger-Freiwurf, bevor das Unheil seinen Lauf nahm.

"Das ist sehr ärgerlich, denn wir haben das Spiel dominiert gegen ein Team, das Klasse hat", war Kostic außer dem Ausgang eigentlich zufrieden mit der sportlichen Leistung: "Aber die Playoffs scheinen uns nicht zu wollen."

VfB 1900 Gießen Pointers: Wosnitza (8/1 Dreier), Barrett (18), Unger (9), Felix Rotaru, Johnson (15), Zabel, Czepczynski, Pavlovic (5), Sebastian Rotaru (2), Biallas.

TSV Breitengüßbach: Fuchs (2), Stuckey (7), Neumann (14), Dippold, Land (12/2), Richter, Schmidt (8/2), Zeis (2), Pavic (2), Hoffmann (2), Dinkel (9/3).

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