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Beim Gießener Stadtderby in der Oberliga setzen sich die Gießen Pointers um Corey Lewis (l.) beim MTV 1846 Gießen um Vincent Sucke (r.) durch.

Gießen Pointers II gewinnen Stadtderby

(jsg). Die Gießen Pointers II haben sich das erste Derby der Saison zwischen den Teams aus dem Kreis Gießen gesichert. Beim MTV 1846 Gießen setzte sich das junge Team nach Verlängerung knapp durch. Während die Pointers nun zum ungeschlagenen Spitzenquartett der Basketball-Oberliga gehören, mussten der TSV Krofdorf-Gleiberg in Marburg und Lich Basketball II in Roßdorf Niederlagen einstecken.

BC Marburg - TSV Krofdorf-Gleiberg 81:69 (49:35): »Anders als in Kassel haben wir keinen guten Tag erwischt, dafür aber die Marburger«, fasste Krofdorfs Kapitän Niclas Schmidt das zweite Saisonspiel seines Teams zusammen. Mit neun Spielern und immer noch ohne Trainer waren sie am Samstag zum BC Marburg gefahren, die ihre ersten beiden Spiele verloren hatten. Zu Beginn nahmen sich beide Teams wenig und zeigten gute Aktionen in der Offensive. Doch nach dem ersten Viertel, das mit 21:21 endete, lief das Spiel in Richtung der Gastgeber. Während die Gäste nicht mehr so effektiv im Abschluss agierten, netzten die Marburger stark von außen ein. Stattliche sechs Dreier versenkten sie allein in diesem Abschnitt. So zogen die Universitätsstädter bis zum Seitenwechsel auf 49:35 davon. Die Wettenberger ließen sich durch den Rückstand allerdings nicht einschüchtern und verkürzten nochmal auf fünf Zähler. Doch die Marburger brachten ihren ersten Saisonsieg mit 81:69 am Ende souverän ins Ziel. »Wir wollen in der Spielpause einen Trainer finden, um dann richtig in die Saison zu starten«, blickte Schmidt nach vorne. Beste Werfer bei Krofdorf/Gleiberg: Schneider (16/1), Müsse (14), Schmidt (11/1).

MTV 1846 Gießen - Gießen Pointers II n. V. 71:81 (33:39, 69:69): Einen richtigen Kampf lieferten die beiden Stadtclubs im ersten Derby der jungen Saison. »Ich bin stolz auf die Jungs«, zog Pointers-Coach Sherman Lockhart sein Fazit zum Lokalduell. Dabei war das erste Viertel noch erfolgsversprechend für die angeschlagenen Männerturner. 11:6 führten sie auch ohne den beruflich verhinderten Trainer Filip Piljanovic. Doch offensiv kam in der Folge nichts mehr von seinem Team, sodass die Gäste auf 14:15 verkürzten. Corey Lewis eröffnete das zweite Viertel per Dreier und sollte noch acht weitere Punkte bis zur Halbzeit erzielen. So drehten die Pointers II das Spiel mit ihrer Intensität. »Die jungen Spieler haben uns immer wieder gute Impulse gegeben«, lobte Lockhart nicht nur seinen Topscorer. So ging es in der Herderschulhalle mit 33:39 in die Pause. Auch im dritten Viertel schien das jüngere Gießener Team das Spiel unter Kontrolle zu haben. Doch in den letzten drei Minuten unterliefen ihnen einige Fehler, sodass der MTV durch Sucke, Giese und Turudic bis zum Viertelende auf 53:55 verkürzte. Erneut war es aber Routinier Lewis, der für die Pointers das Heft in die Hand nahm und vier Minuten vor dem Ende für die Sechspunkteführung sorgte. Die Männerturner profitierten in der Folge aber von Pointers-Fehlern und hätten mit einer besseren Freiwurfquote sogar das Spiel gewinnen können. So sorgte Ruhollah Abolhassani von der Linie nur für das 69:69 zur Verlängerung. Dort zeigte sich dann die bessere Kondition des Lockhart-Teams, das mit hoher Intensität den MTV bei zwei Punkten hielt und mit 71:81 den zweiten Saisonsieg feierte. Beste Werfer beim MTV: Orkun Mehmed (16/2), Scheld (16/4), Turudic (14). Beste Werfer bei den Pointers II: Lewis (34/4), Lohwasser (11), Mihoubi (11).

SKG Roßdorf - Lich Basketball II 74:53 (34:22): Nichts zu ho len gab es für »die Zwote« von Lich Basketball in Roßdorf. »Mit einer 20 Punkte-Niederlage kann ich nicht zufrieden sein«, bilanzierte Coach Felix Schweizer. Das erste Viertel verlief noch ausgeglichen, beide Teams trafen dabei allerdings ihre Würfe nicht. Im zweiten Viertel suchten die Licher immer weiter ihr Glück im Wurf von außen, trafen allerdings auch dort nicht. So setzten sich die Gastgeber auf 34:22 ab. Das Schweizer-Team startete mit sechs eigenen Punkten in die zweite Halbzeit, zwei Roßdorf-Dreier stoppten das Comeback jedoch rapide. Die Licher leisteten sich viele Fehler und haderten zudem mit den Unparteiischen. »Die Schirileistung war schwach. Bei uns haben sie jeden Kontakt abgepfiffen, bei Roßdorf nur in den letzten Minuten. Das hat unser junges Team aus dem Konzept gebracht.« Erst im Schlussviertel sah Schweizer wieder Herz seiner Mannschaft, doch der Viertelgewinn änderte nichts mehr an der klaren 53:74-Niederlage. »Wir haben nicht an der Leistung vom Kassel-Spiel angeknüpft. Defensiv war es okay, aber in der Herbstpause werden wir viel arbeiten müssen.« Beste Werfer bei Lich: Gänger (10/2), Schilling (8/1), Werkle (7/1).

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