+
Cem Kara (am Ball) wird dem FC Gießen in Neu-Isenburg fehlen. Im Hinspiel gab?s im Waldstadion einen 4:1-Sieg für den FC. (Foto: Friedrich)

FC Gießen

FC Gießen ohne Solak und Kara nach Neu-Isenburg

  • schließen

Ein Sieg beim Letzten der Fußball-Hessenliga wäre die benötigte Kur nach den bitteren Pokaltagen für den FC Gießen. Der SC Waldgirmes steht vor wichtigen Wochen. Die Hessenliga-Vorschau.

Mit dem einsetzenden Frühling in Deutschland beginnt in der Hessenliga auch der Saison-Endspurt: In weniger als zwei Monaten dürften alle Entscheidungen rund um Auf- und Abstieg geklärt sein.

Spvgg. Neu-Isenburg – FC Gießen (So., 15 Uhr)

Natürlich war das bittere Aus im Halbfinale des Hessenpokals in diesen Tagen auch in der Kabine noch Thema beim FC Gießen: "Was uns geärgert hat, die absoluten Unkonzentriertheiten, das haben wir alles klar angesprochen", sagt FC-Trainer Daniyel Cimen. "Solche Niederlagen gehören im Fußballerleben dazu. Wir müssen aufstehen und gestärkt daraus hervorgehen." Genauso ärgerlich wie die Niederlage, ist gleichzeitig auch klar, dass die Gießener Saison dennoch herausragend ist. Der Aufstieg in der Regionalliga Südwest liegt zum Greifen nahe – vorausgesetzt, der FC setzt seine in der Hessenliga präsentierte Form fort. "Unser Fokus muss nun auf Neu-Isenburg liegen, um in der Meisterschaft wieder ein Erfolgserlebnis zu haben", weiß Cimen. "Die Mannschaft hat bislang nach schlechten Spielen immer eine Reaktion gezeigt." In der Tat: Nach allen Spielen in dieser Saison, die mit einem Remis oder einer Niederlage endeten, gewann der FC Gießen die darauffolgende Partie.

Neu-Isenburg ist zum Punkten verdammt

FC-Trainer Daniyel Cimen

Gegner am Sonntag ist der Tabellenletzte der Hessenliga. Neu-Isenburg weist erst 17 Zähler auf, "sie sind zum Punkten verdammt", sagt Cimen. "Sie hatten zuletzt immer wieder Phasen, wo sie dem Sieg nahe waren, es ist eine junge Mannschaft. Wir müssen aufpassen." Fehlen werden dem FC Gießen, der sich am Sonntag gegen 12 Uhr auf den Weg macht, Oliver Laux, Vaclav Koutny, Erdinc Solak, Cem Kara und Mirkan Kara. Für die angeschlagenen Solak und die beiden Karas kommt die spielfreie Woche danach zur rechten Zeit.

SC Waldgirmes – VfB Ginsheim (Sa., 15 Uhr)

SCW-Trainer Daniyel Bulut antwortet ganz offen auf die Frage, was er sich für die nächsten drei wegweisenden Partien gegen Ginsheim, in Bad Vilbel und gegen Griesheim von seiner Mannschaft wünscht: "Sieben Punkte. Wir wollen die 40-Punkte-Marke vor Ostern erreichen. Das ist nicht einfach, aber möglich." Aktuell stehen die Lahnauer bei 34 Zählern – zwar befand sich Waldgirmes die gesamte Saison über nicht in echter Abstiegsgefahr, trotzdem ist dem Tross bewusst, dass es noch gefährlich werden kann: "Das sieht jeder so. Wir wissen, dass alles eng zusammen ist. Wir sind nicht blauäugig, die Mannschaft ist intelligent."

In den 50:50-Spielen musst du über den Kampf ins Spiel finden

Der Autor

Die nächsten drei Partien gegen Teams, die allesamt hinter Waldgirmes stehen, bieten die Möglichkeit, Klarheit in Sachen Klassenverbleib zu schaffen. "Das sind 50:50-Spiele. Da musst du über den Kampf ins Spiel finden", sagt Bulut. "Wir müssen zudem aufpassen, dass wir nicht in Konter laufen. Wir brauchen wieder mehr Zug zum Tor." Personell verbessert sich die Lage zumindest etwas. Weiterhin fehlen werden Kouami Eden D’Almeida, Jafar Azizi, Mark Geller und Marvin Helm. Hinter den Einsätzen von Nico Strack und Dennis Lang steht noch ein Fragezeichen.

Der Gegner aus Ginsheim ist nach dem personellen Umbruch in der Winterpause gut in die Restrunde gestartet: Gießen und Fulda wurden geschlagen, aus den schweren Auswärtsspielen in Baunatal und Hadamar wurde ein Punkt geholt. "Für mich ist das keine Überraschung", sagt Bulut und verweist auf die Verpflichtungen im Winter. Mit Pascal Hertlein, Can Özer oder Mahdi Menatgir wurden hochklassige Spieler geholt, die über Regionalligaerfahrung verfügen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare