Gießen im Kellerduell gegen Hagen

(gae) Für Vladimir Bogojevic wird der Wind rauer. Sein Job als Trainer des Basketball-Bundesligisten LTi Gießen 46ers steht nach der neunten Pleite in Folge auf dem Spiel. Ein Sieg am Sonntag um 17 Uhr in der Gießener Osthalle zum BBL-Hinrundenabschluss gegen die zuletzt ebenfalls arg gebeutelten und im Abstiegskampf verstrickten Phoenix Hagen dürfte für den 34-Jährigen in seiner schwierigen Situation sicherlich von großem Vorteil sein.

(gae) Für Vladimir Bogojevic wird der Wind rauer. Sein Job als Trainer des Basketball-Bundesligisten LTi Gießen 46ers steht nach der neunten Pleite in Folge auf dem Spiel. Ein Sieg am Sonntag um 17 Uhr in der Gießener Osthalle zum BBL-Hinrundenabschluss gegen die zuletzt ebenfalls arg gebeutelten und im Abstiegskampf verstrickten Phoenix Hagen dürfte für den 34-Jährigen in seiner schwierigen Situation sicherlich von großem Vorteil sein.

Ob es zu einer personellen Veränderung kommen wird, ist nicht sicher. Christoph Syring erklärte schon vor dem Mittwochspiel beim Mitteldeutschen BC, das mit 65:81 verloren ging, dass man nach der Hagen-Partie Bilanz ziehen werde. Über mögliche Konsequenzen wollte sich der Geschäftsführer der LTi Gießen 46ers nicht äußern. "Wir werden uns in der nächsten Woche zusammensetzen und intensiv darüber sprechen, wie man am sinnvollsten weiterarbeiten kann. Das ist ein komplexes Thema, und da muss man genau hinsehen, um keinen Unsinn zu machen", sagt Syring. Für ihn ist die Trainerfrage im Allgemeinen ein heikles Thema, bei dem viel zu schnell geschossen werde. Er betont, dass es diesbezüglich keinen Schnellschuss geben wird. "Wir haben noch alles selbst in der Hand, verloren ist noch gar nichts", richtet sich seine Hoffnung vor allem auf die Partie am Sonntag.

Dann gastieren die ebenfalls durchgereichten Hagener in der Osthalle. Das Team von Headcoach Ingo Freyer durchlebt zurzeit ebenfalls die Schattenseiten des Sports. Nach einem starken Saisonbeginn verließen die Volmestädter siebenmal hintereinander das Parkett als Verlierer und weisen mit 10:22 Punkten gleichviele Siege und Niederlagen wie die Gießener auf. "Wir können von Glück reden, dass wir in unserer jetzigen Situation Hagen zu Hause serviert bekommen", hofft Syring, dass gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn die Niederlagenserie gestoppt wird. Sicher ist, dass am Sonntag eine Serie auf jeden Fall beendet wird.

Ähnlich wie bei den LTi 46ers ist bei den Nordrhein-Westfalen die Leichtigkeit des Spiels abhandengekommen. Mitte November war beim Sonntaggast die Basketballwelt noch in Ordnung. Damals im von Sport1 live übertragenen Heimspiel bei der Einweihung der neuen Halle, die Enervie-Arena im Sportpark Ischeland heißt, überrannten die Hagener die Ewe Baskets Oldenburg, gewannen nach einem Offensivfeuerwerk mit 89:62 und hielten die Niedersachsen bis zur Halbzeit auf denkwürdige 16 Punkte bei gleichzeitig 52 erzielten. Die Experten kamen aus dem Schwärmen nicht heraus - die unbekümmert aufspielende Mannschaft von Freyer kletterte mit 10:8 Punkten auf den sechsten Tabellenplatz.

Danach folgte der bis zum jetzigen Zeitpunkt andauernde freie Fall, wobei - wie bei den Gießenern - einige Spiele dabei waren, die unglücklich verloren wurden.

Freyer sieht im anstehenden Kellerduell die große Chance für seine Truppe, aus dem Tief herauszukommen. Für ihn sind die Schlüsselpositionen die beiden Brettspieler Zachery Peacock und Elvir Ovcina, die kontrolliert werden müssen. Wie Chase Griffin, der in der vergangenen Saison noch für die "Feuervögel" spielte, und Anthony Smith. Ihnen müsse man die Dreier wegnehmen, fordert Freyer.

Derweil sind die Hagener mit 83,62 Punkten die korbhungrigste Mannschaft der BBL, fangen sich aber auch im Schnitt 85,25 (Gießen im Vergleich 73,62:79,75). Mit dem Shootingguard Mark Dorris (13,9), Guard David Bell (13,6), Powerforward Jacob Burtschi (13,6), Guard Quentin Pryor (13,2) und Allrounder Zygimantas Jonusas (11,5) scoren fünf Phoenix-Spieler regelmäßig im zweistelligen Bereich. "Wir müssen die Dreierlinie kontrollieren, ihnen die einfachen Punkte wegnehmen und permanent attackieren", weiß Bogojevic, was auf sein Team zukommt.

Für seine Truppe wünscht er sich, dass sie in der Crunch-Time verstärkt auf das Ausführen von Grundelementen - wie zum Beispiel das Ausboxen beim Defensivrebound - achtet, im Angriff nicht den Kopf verliert und sich noch genauer an die Absprachen hält.

Natürlich ist ihm klar, dass seiner Mannschaft nach den negativen Spielausgängen in einigen Aktionen eine gewisse Sicherheit fehlt. Die schwierige Situation hat nicht gerade dazu beigetragen, dass die Spieler der LTi 46ers mit übermäßigem Selbstbewusstsein bestückt sind. "Ich bin sicher nicht der Einzige, der des Verlierens überdrüssig ist", sagt Bogojevic, der vor dem Jahreswechsel sicher einen ganz großen Wunsch auf der Agenda hat - den Start ins neue Jahr mit einem Sieg zu feiern.

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