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Der VfB 1900 Gießen ist Hessenmeister (hinten v. l.): Trainer Dejan Kostic, Clement Fischer, Niklas Kümmel, Tim Uhlemann, David Martschenko, Jan Lohwasser, Kevin Hoxhallari, Bjarne Kraushaar, Trainer Tobias Bender; (vorne v. l.): Lukas Wöll, Tim Kordyaka, Moritz Schneider, Lucas Mayer.

VfB Gießen Hessenmeister

(lr) Der Jubel war groß in der Theodor-Litt-Halle, als die Sirene ertönte und der VfB 1900 Gießen am Sonntag gegen 19 Uhr den Hessenmeistertitel in der U16-Basketball-Oberliga feiern durfte. Alle drei Partien gegen Frankfurt, Weiterstadt und Roßdorf entschied die Mannschaft von Trainergespann Dejan Kostic und Tobias Bender letztlich souverän und deutlich für sich und sicherte sich so den Sieg, während Weiterstadt den zweiten Rang belegte.

Gießen war nach der Hauptrunde bereits Oberliga-Meister.

VfB Gießen – Eintracht Frankfurt 100:65 (56:37): Die Nervosität beider Mannschaften war anfangs unmittelbar zu spüren, was bei einem solchen Ereignis wie einer Hessenmeisterschaftsendrunde nicht ganz untypisch ist. Dennoch gewann der VfB nach einiger Zeit die Kontrolle über die Partie. Eine sehr aggressive Foulcourtverteidigung der Gießener stellte die Frankfurter Eintracht abermals vor enorme Schwierigkeiten. Die Mainstädter taten sich ungemein schwer, den Ball überhaupt über die Mittellinie zu bekommen. Schnell führten die Mittelhessen so mit 28:7, und damit war die Partie bereits entschieden – zu groß war der Leistungsunterschied beider Teams. Auch die prinzipielle körperliche Überlegenheit der Frankfurter konnte ihnen keinen wirklichen Vorteil verschaffen, denn die Lahnstädter kompensierten dies mit ihrer aggressiven Spielweise und trafen zudem – vor allem in Person von Lucas Mayer – hochprozentig von außen. Mayer netzte fünf Dreier in den ersten 20 Minuten ein und war damit der Garant für eine funktionierende VfB-Offensive. Nichtsdestotrotz offenbarte die Kostic-Truppe auch einige Schwächen.

Immer wieder schlichen sich Phasen im Spiel ein, in denen die Gießener Verteidigung einen Schritt zu spät kam und im Angriffsspiel gleichzeitig die taktischen Vorgaben nicht adäquat umgesetzt wurden. Kostic und Bender zeigten sich alles andere als zufrieden mit diesem Spiel und erklärten einvernehmlich: "Dieses Spiel wollten wir alles in allem schnell abhaken."

VfB Gießen – SG Weiterstadt 86:65 (52:33): Anscheinend war die Partie vom Vortag schnell abgehakt, denn gemäß den Erwartungen der beiden Coaches starteten die VfB-Jungs hoch konzentriert und sehr diszipliniert ins Spiel. Durch die Ganzfeldverteidigung erspielten sich die Gießener bis zum Viertelende eine Neun-Punkte-Führung. Auch im weiteren Spielverlauf gaben sich die Hausherren keine Blöße, legten noch einmal einen Zahn zu und liefen die einstudierten Systeme hervorragend durch. Zudem gelang es, Weiterstadts Topscorer Niklas Pons gut in Schach zu halten, sodass sich die Mittelhessen auf einem zwischenzeitlichen 30-Punkte-Polster ausruhen und somit ihre Kräfte für das Spiel gegen Roßdorf sparen konnten.

VfB Gießen – SKG Roßdorf 93:71 (52:28): Dieses Schonen der Kräfte schien sich bezahlt zu machen, denn der VfB agierte in der Anfangsphase sehr konzentriert. Für Roßdorf zählte indes nur ein Sieg, um noch eine Chance auf die Qualifikation für die Regionalmeisterschaften zu haben, doch die Gastgeber waren vorbereitet und von Beginn an hellwach. Die Verteidigung stand sattelfest und erwies sich als Grundstein für den letztendlichen Erfolg, denn aus zahlreichen Ballgewinnen resultierten ebenso viele Fastbreaks, die zum größten Teil sicher und teilweise spektakulär abgeschlossen wurden. Dem zollte sogar der gegnerische Coach großen Respekt, und schnell kam die Einsicht auf Roßdorfer Seite, dass gegen eine derart stark aufspielende Mannschaft der Lahnstädter diesmal keine Siegchance existierte. Schließlich hieß es 93:71 aus Sicht des VfB, der sich damit den Titel sicherte und bei den Regionalmeisterschaften am 12./13. April das Heimrecht für sich beanspruchen darf.

"Wir sind mit dem Wochenende sehr zufrieden und glücklich. Wir haben vor allem in den letzten zwei Spielen gezeigt, wie gut wir sind. Wir sind das beste Team in Hessen und haben mit den Jungs noch eine Menge vor", freite sich Bender, während Kostic ergänzte: "Das Erfolgsrezept des VfB Gießen lautet: ein Teelöffel geballte Erfahrung, eine Messerspitze Eingespieltheit und gewachsenes Spielverständnis sowie eine Prise mannschaftliche Geschlossenheit."

VfB Gießen: Kraushaar (12/33/20), Schneider (5/4/0), Hoxhallari (28/25/11), Kümmel (6/2/5), Mayer (23/2/9), Wöll (4/2/5), Uhlemann (7/2/22), Kordyaka (4/9/7), Martschenko (5/0/0), Fischer (6/6/14), Lohwasser.

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