Unter Flutlicht trafen Gießens Cem Kara (l.) und Frankfurts Denis Mangafic schon Ende 2018 aufeinander - damals siegte der FC Gießen im Viertelfinale des Hessenpokals. FOTO: FRIEDRICH
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Unter Flutlicht trafen Gießens Cem Kara (l.) und Frankfurts Denis Mangafic schon Ende 2018 aufeinander - damals siegte der FC Gießen im Viertelfinale des Hessenpokals. FOTO: FRIEDRICH

FC Gießen

FC Gießen: Im Hessen- Derby endgültig Anschluss herstellen

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Der FC Gießen will den Schwung vom ersten Ligasieg seit knapp fünf Monaten beim FSV Frankfurt mitnehmen und den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze der Fußball-Regionalliga herstellen.

Ungeachtet der ungewissen Zukunft des FC Gießen will sich zumindest die Mannschaft nichts vorwerfen lassen und am heutigen Abend den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga Südwest gehen. Mit dem Hessen-Derby beim FSV Frankfurt (19 Uhr) steigt das nächste brisant-bedeutsame Spiel in der unteren Tabellenregion.

"Für uns gibt’s nur noch wichtige Spiele", sagt FC-Trainer Daniyel Cimen angesichts von noch 13 ausstehenden Ligaspielen. "Wir haben mit dem Sieg gegen RW Koblenz sportlich ein gutes Zeichen gesetzt."

Mit dem 2:1-Heimsieg aus der Vorwoche vor rund 800 Waldstadion-Besuchern pirschte sich der FC vorübergehend bis auf drei Zähler an den vermutlich ersten Nichtabstiegsplatz heran - und könnte bei einem heutigen Erfolg sogar gleich ziehen mit Bayern Alzenau, hätte dann allerdings auch zwei Partien mehr absolviert.

"Man hat den Jungs beim Koblenz-Spiel angemerkt, dass viel Druck da war. Der Sieg war sehr, sehr wichtig für die Moral der Mannschaft. Wir haben aber auch klar aufgezeigt, was nicht gut lief", sagt Cimen. "Uns sollte klar sein, dass wir trotz des Sieges eine Schippe drauflegen müssen, wenn wir in Frankfurt etwas holen wollen."

Der FSV ist unter Trainer Thomas Brendel grundsolide aus der Winterpause gekommen, verlor zunächst knapp 0:1 gegen die Pokalhelden aus Saarbrücken und gewann dann mit 3:1 in Alzenau.

"Für uns gilt es, den Abstand nach hinten zu vergrößern, einen etwaigen Konkurrenten auf Distanz zu halten und den positiven Aufwärtstrend fortzusetzen", sagt Trainer Brendel vor dem Hessen-Derby unter Flutlicht. Aktuell steht das Team vom Bornheimer Hang sechs Zähler vor Gießen auf Rang elf.

Bester Torschütze des FSV Frankfurt ist Muhamed Alawie mit sechs Treffern. "Sie haben individuelle Qualität und sind vor allem auf dem Flügel schnell unterwegs", mahnt Cimen. "Wir müssen gut gegen den Ball arbeiten und vorne eine gewisse Effektivität an den Tag legen."

Dafür kommt nach seinem Doppelpack aus der Vorwoche wieder der Bad Nauheimer Jake Hirst infrage. Der 23-Jährige steht nun bei fünf Treffern, so schnell ist man Toptorjäger des FC - "natürlich hat er sich für einen Startelfeinsatz beworben", weiß sein Trainer. Aber auch Aykut Öztürk habe gut trainiert, denkbar ist auch ein System mit zwei Spitzen.

Fehlen werden dem FC Gießen vier Akteure. Nico Rinderknecht (Haarriss im Knöchel) fällt ebenso weiter aus wie Dimitrios Ferfelis (Schultereckgelenkssprengung) und Vaclav Koutny (Platzwunde am Knöchel). Andrej Markovic trainierte am Mittwoch erstmals wieder mit, ist aber noch kein Thema.

Rund 50 Anhänger des FC Gießen werden sich heute um 16.54 Uhr vom Hauptbahnhof aus mit dem Zug auf den Weg in die PSD Bank Arena nach Frankfurt machen. Stehtickets gibt’s ab zehn, Sitplatzkarten ab 13 Euro.

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