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Johann Hartlieb platziert den Ball und Marc Buarque (r.) nimmt Maß in Richtung Wiesbadener Torstangen. (Foto: Friedrich)

Gießen Golden Dragons 25:28 gegen Wiesbaden

(pm) Gut 800 Zuschauer wurden am Samstag im Waldstadion Zeuge zweier völlig unterschiedlicher Halbzeiten. 0:21 lagen die Gießen Golden Dragons Mitte des zweiten Viertels im Hessenderby der German Football League 2 gegen die Wiesbaden Phantoms zurück, um im Anschluss eine spannende Aufholjagd zu starten.

Die führte jedoch nicht zu einem erfolgreichen Ende, letztlich mussten sich die Footballer des MTV 1846 mit 25:28 geschlagen geben.

Die Gastgeber erlaubten den Landeshauptstädtern einen Auftakt nach Maß. Zuerst wurden die Drachen an der Mittellinie zum Punt gezwungen, ehe Phantoms-Neuzugang Vernon Johnson einen 87-Yard-Pass von US-Quarterback Preston Rabb zum Touchdown tragen konnte (PAT Nicolai Netz). Die Dragons-Offense um Ex-Phantom Marius Markgraf fand weiterhin nicht ins Spiel und verlor immer wieder frühzeitig den Ball. Dies bestraften die Wiesbadener konsequent mit großen Raumgewinnen. Jannis Fiedler erzielte mit einem kurzen Lauf das 0:14 (PAT Netz). Und es sollte für die Dragons noch schlimmer kommen. US-Receiver Johnson erhöhte mit seinem zweiten Touchdown auf 0:21 (PAT Netz).

Erst Mitte des zweiten Viertels fanden die Golden Dragons endlich zu ihrem Spiel. Quarterback Markgraf persönlich läutete die Aufholjagd ein. Mit einem kurzen Lauf drückte er den Ball über die Goalline zum 7:21-Anschluss (PAT Marc Buarque). Auch die Defense der Dragons agierte nun glücklicher und konnte die letzten Angriffsversuche der Phantoms vor der Halbzeit abwehren.

Nach der Pause bestätigte sich dieser Trend. Die Defense der Dragons stoppte die Wiesbadener Angriffsmaschinerie ein ums andere Mal und holte mit einem eroberten Fumble den Ballbesitz. Die Drachen-Offense sorgte im Gegenzug für die einzigen Punkte im dritten Viertel. Kicker Buarque erzielte ein Field Goal zum 10:21.

Und die Gießener legten nach. Der angeschlagene Runningback Otis Moore erlief die Punkte zum 17:21. Nun wurde alles auf eine Karte gesetzt. Um im weiteren Spielverlauf mit einem Fieldgoal ausgleichen zu können, entschieden sich die Dragons zu einer Two-Point-Conversion. Abgeschirmt von seiner Offense Line brachte Markgraf den Ball in die Endzone zum 18:21.

Doch auch die Wiesbaden Phantoms kamen ein weiteres Mal in die Endzone. Der ehemalige Gießener Whitney Lee Frick erzielte nach einem Pass von Rabb das 18:28 (PAT Netz). Die Uhr lief nun gegen die Footballer aus der Lahnstadt. Mit nur noch 27 Sekunden verbleibender Spielzeit sorgte Moore für den 25:28-Anschluss (PAT Buarque). Wie schon bei der Two-Point-Conversion, setzte man mit einem Onside-Kick nun wieder alles auf eine Karte, um noch einmal in Ballbesitz zu kommen. Der Ball wurde jedoch von einem Wiesbadener Spieler abgefangen und so konnten die Phantoms die Partie knapp für sich entscheiden.

"Ich habe uns in der ersten Halbzeit, ehrlich gesagt, nicht wiedererkannt. Sowohl offensiv als auch defensiv haben wir extrem viele individuelle Fehler gemacht. In der zweiten Halbzeit entsprach unser Spiel dann schon eher meinen Vorstellungen. Dass wir uns noch mal zurückgekämpft haben, zeigt die Moral, die meine Mannschaft besitzt. Außerdem ist mir positiv aufgefallen, dass wir uns nicht von den vielen persönlichen Strafen der Phantoms haben provozieren lassen", resümiert Headcoach Michael Anderl dieses letzte Heimspiel der Saison.

Die Gießen Golden Dragons kämpfen nun ausschließlich auswärts um den Klassenerhalt. Den Anfang macht das Spiel am kommenden Sonntag auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg gegen die Rams, die in der Tabelle auf dem dritten Platz liegen.

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