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Auf ein Neues: Die Verbandsliga-Fußballer des VfB 1900 Gießen um Nino Binz, Kevin Kaguah, Gino Parson und Volkan Vural (v. l.) wollen am Donnerstag gegen den FC Dorndorf den dritten Sieg hintereinander einfahren. (Foto: fro)

VfB Gießen erwartet Dorndorf

(fro) In der Fußball-Verbandsliga Mitte ist der Tabellenführer SC Teutonia Watzenborn-Steinberg an diesem Mittwoch beim FC Eddersheim im Einsatz. Der VfB 1900 Gießen empfängt am Donnerstagabend den FC Dorndorf zum Verfolgerduell. Der SC Waldgirmes steht zeitgleich beim SV Niedernhausen am Scheideweg.

Der FSV Braunfels versucht, am Donnerstag dem TuS Dietkirchen auf eigenem Platz ein Bein zu stellen. Eintracht Wetzlar ist heute Abend nach zwei Niederlagen in Folge bei Viktoria Kelsterbach um Wiedergutmachung bemüht.

FC Eddersheim - SC Teutonia Watzenborn-Steinberg (heute, 20 Uhr): Nach sieben Siegen in Folge droht die Teutonia der Konkurrenz bereits frühzeitig zu enteilen. Um ihre Vormachtstellung in der Liga weiter zu behaupten, muss die Elf von SC-Trainer Daniel Steuernagel heute Abend allerdings die Hürde in Eddersheim erfolgreich überspringen. "Der FC ist zu Hause eine Macht. Mit Turgay Akbulut und Marius Bornwasser haben sie nach vorne Qualität. Leonardo Bianco bereitet die FC-Angriffe über die Außen hervorragend vor. Er musste in Wetzlar verletzt raus. Sollte er ausfallen, wäre dies für den FC ein herber Verlust", hat Steuernagel beobachtet. Beim Umschaltspiel in der Rückwärtsbewegung hat der SC-Trainer bei der Schreier-Elf allerdings Schwächen ausgemacht. "Hier haben sie dem Gegner Räume eröffnet, in die man mit schnellen Pässen hineinstechen kann. Wir müssen unsere Stärken auf den Außenpositionen in die Waagschale werfen", wünscht sich Steuernagel, dass Spielmacher Louis Goncalves das SC-Spiel wieder erfolgreich lenkt.

Standards werden in der Partie "An der Staustufe" eine hohe Bedeutung zukommen. "Der FC hat einige große Kerle, auf die wir aufpassen müssen. Allerdings sind ruhende Bälle mittlerweile auch ein Markenzeichen meiner Elf. Julian Simon bringt diese gefährlich in die torgefährlichen Räume. Es hat sich auch gegen Unterliederbach wieder gezeigt, dass es sich lohnt, solche Sachen zu trainieren", freut sich Steuernagel, dass die ersten beiden SC-Tore nach Eckstößen gefallen sind. Insgesamt hat der 34-Jährige in der Partie gegen den VfB wieder einen Reifeprozess seiner Elf feststellen können. "Es war toll, wie gut meine Elf den frühen Rückstand weggesteckt hat. Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber auch in Eddersheim wieder viel richtig machen, wenn wir gegen den FC bestehen wollen", meint Steuernagel. Dennis Schlecht (Urlaub), Kian Golafra, Dominik Buß, Erdinc Solak und Ufuk Ersentürk (alle verletzt) fehlen. Dominik Wagner kehrt wieder in den Kader zurück. Im Tor erhält aber Kamber Koc nach seiner fehlerfreien Leistung vom vergangenen Sonntag den Vorzug.

"Dorndorf ein Mitbewerber"

VfB 1900 Gießen – FC Dorndorf (Donnerstag, 19.30 Uhr): Mit den Siegen gegen den SC Waldgirmes (3:2) und bei Germania Schwanheim (3:0) ist der VfB 1900 wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. "Wir haben in den letzten beiden Spielen nur bedingt überzeugt. Dennoch konnten wir sechs Punkte einfahren. Unterm Strich haben wir immer noch zu wenige Zähler auf der Habenseite. Wir müssen daher in Spielen Siege einfahren, bei denen man in anderen Situationen bereits mit einem Punkt zufrieden wäre", mahnt Stefan Hassler. Eine solche Partie ist das Verfolgerduell, in dem die Hassler-Elf morgen Abend auf den Aufsteiger aus Dorndorf trifft. Der FC liegt im Klassement aktuell mit zwei Punkten vor den Gießenern auf Rang drei. "Die Teutonia aus Watzenborn ist derzeit eine Klasse für sich. Wir konzentrieren uns auf den Relegationsplatz ›nach oben". Die Dorndorfer sind hierbei ein Mitbewerber. Im direkten Duell mit dem FC können wir für positive Schlagzeilen sorgen und neue Euphorie entfachen. Wir dürfen uns nach den beiden Siegen daher nicht wieder gemütlich zurücklehnen, sondern wollen den nächsten Schritt tun, um uns oben festzubeißen. Der FC hat die meisten Tore der Liga erzielt und besitzt mit David Röhrig, Kilic Görgülü und Jun Hun Kim drei Stürmer der Güteklasse A.

Dies wird ein echter Gradmesser, bei dem wir unsere Ansprüche auf einen Spitzenplatz beweisen können", sagt Hassler. Neben der geballten Offensivkraft des Gegners hat der Fußballlehrer aber auch Schwächen in der FC-Defensive ausgemacht. "Hinten sind sie anfällig. Die Aufgabe ist schwer, aber machbar. Wir müssen geduldig und clever spielen. Es wäre der richtige Zeitpunkt, um zu Hause mal einen richtigen Kracher rauszulassen", wünscht sich Hassler ein positives Ausrufezeichen seiner Elf. Ahmet Marankoz (krank) steht in dieser Woche nicht zur Verfügung. Auf den Rest des Kaders kann der VfB-1900-Trainer zurückgreifen.

SV Niedernhausen – SC Waldgirmes (Donnerstag, 19.30 Uhr): Der SC kommt in dieser Saison weiterhin nicht richtig in Tritt. Beim 3:4 gegen die SG Oberliederbach musste die Elf von Trainer Peter Bätzel bereits die vierte Heimniederlage dieser Spielzeit quittieren. Erstmals folgte auf einen Misserfolg keine erfolgreiche Partie. Somit drohen die am Wochenende spielfreien Lahnauer nicht nur den Kontakt zur Spitze zu verlieren, sondern auch gefährlich nahe an die Abstiegszone heranzurutschen. Spielführer Leif Langholz und Co.

stehen daher in Niedernhausen in der Pflicht, das Ruder mit dem vierten Auswärtssieg wieder in die richtige Richtung herumzureißen. "Wir stehen an einem Scheideweg und sind derzeit weit davon entfernt, den Blick auf die oberen Ränge werfen zu können. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass wir nicht nach unten schauen müssen. Wir haben kein Team, das sich hinten reinstellen kann. Wir werden mit einer gesunden Portion Offensivfußball zu Werke gehen. Dennoch müssen wir unsere Rückwärtsbewegung verbessern, denn sieben Gegentore in zwei Spielen sind deutlich zu viel", sagt Bätzel. Der SC-Trainer erwartet Kampfspiel, bei dem es darum geht, die beiden SV-Stürmer Manuel Ulm und Dominic Voss aus dem Spiel zunehmen. "Gegen den SV Niedernhausen muss jeder einzelne Spieler meiner Elf beweisen, dass er mit Druck umgehen kann. Ich möchte mir nicht in die Karten schauen lassen, mit welcher Elf wir in die Partie gehen werden. Es wird aber zu einigen personellen Veränderungen kommen", stellt Bätzel in Aussicht. Max Schneider (Urlaub) steht definitiv nicht zur Verfügung.

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