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Die Mannschaft rund um den Gießener Christopher Schadeberg (2. v. r.) absolviert die Aufgabe gegen Flieden souverän. (Foto: Friedrich)

FC Gießen

FC Gießen dominiert Flieden in Hälfte eins

Der FC Gießen verteidigt seinen Vorsprung in der Fußball-Hessenliga mit dem 4:1 gegen Flieden. Mit über 200 Anhängern geht’s am Dienstag nun zum Halbfinale des Hessenpokals nach Baunatal.

Selbst FC-Trainer Daniyel Cimen orientierte sich bei seiner Analyse vom Samstag schon am kommenden Dienstag. Nach dem 4:1-Erfolg gegen Buchonia Flieden, dem zwölften Heimsieg im zwölften Ligaspiel im Waldstadion, sagte Cimen: "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir uns auf das heutige Spiel konzentrieren. Die Jungs haben von Beginn an auf die Tube gedrückt. In der zweiten Hälfte waren wir dann mit dem halben Kopf beim Dienstag."

Morgen entscheidet sich, ob der FC Gießen in der nächsten Saison mit allergrößter Wahrscheinlichkeit am DFB-Pokal teilnimmt oder nicht. Beim KSV Baunatal bestreiten die Gießener um 19 Uhr das Halbfinale des Hessenpokals. Es gibt zwei Wege in den DFB-Pokal: Den Hessenpokal zu gewinnen, ist die einfachste Variante. Da aber Drittligist Wehen Wiesbaden noch im Wettbewerb weilt (Halbfinale in Dreieich eine Woche später) und sich nach aktuellem Stand über die Liga für den DFB-Pokal qualifiziert, wäre für den Finalgegner der Wehener ein weiteres Ticket frei.

Noch sind das Zukunftsspekulationen, wenn gleich weitreichende. Der Fokus gilt nun dem morgigen Halbfinale. Drei Fanbusse sind ausgebucht, der FC kann mit der Unterstützung von über 200 Anhängern in Nordhessen rechnen. "Es ist ein Spiel, da ist alles möglich. Ich glaube aber, dass wir weiterkommen werden, wenn wir 100 Prozent geben", sagt Stürmer Damjan Marceta.

Er traf am Samstag im Waldstadion vor 721 Zuschauern gegen Abstiegskandidat Flieden doppelt. Bereits nach drei Minuten ging der Tabellenführer der Hessenliga dank eines schönen Distanzschusses von Cem Kara in Führung. Danach schnürten die Gießener den Gast um den Strafraum fest, in der 16. Minute fiel das folgerichtige 2:0, als Cecens langgezogener Schuss an allen vorbeisegelte und Marceta am langen Pfosten nur noch einzuschieben brauchte.

Wenn Gießen gefordert war, wurde das Tempo erhöht. Denn in der 28. Minute kam Flieden nach einer Ecke und einem Kopfball von Andre Leibold überraschend zum 1:2. Sofort reagierten die Hausherren und entwickelten wieder mehr Spielwitz. Nach einem schönen Doppelpass im Strafraum zwischen dem heimischen Erdinc Solak und Cem Kara stand es nach 36 Minuten 3:1, in der 42. Minute lief Marceta alleine auf Fliedens Schlussmann Lukas Hohmann zu und vollstreckte zum entscheidenden 4:1.

"Es waren zwei gegensätzliche Halbzeiten, die zweiten 45 Minuten waren nicht wirklich schön anzusehen", räumte Cimen danach ein. Zügig vollzog er drei vorgreifende Wechsel für den Dienstag. Weil Linksverteidiger Andrej Markovic über ein Ziehen im Oberschenkel klagte, musste kurzzeitig rochiert werden, Johannes Hofmann improvisierte die letzte halbe Stunde als Rechtsverteidiger. Es folgten einige gefährliche Abschlüsse der eingewechselten Barbaros Koyuncu und Brian Mukasa, ehe die Partie abgepiffen wurde. Der Sieger stand schon zur Halbzeit fest.

Freuen kann sich auch der momentan verletzte Kapitän Vaclav Koutny. Der Verteidiger zog sich im Winter einen Wadenbeinbruch und einen Riss des Syndesmosebandes zu. Kurz zuvor sollte sein auslaufender Kontrakt bis 2021 verlängert werden. Nach der Verletzung einigte man sich nun auf ein Arbeitspapier bis zum Jahr 2020. Der Kapitän bleibt also an Bord.

Gießen: Löhe – Antonaci, Schadeberg, Nennhuber, Markovic (63. Müller) – Fink – C.Kara (46. Koyuncu), Hofmann, Cecen, Solak (57. Mukasa) – Marceta.

Flieden: L. Hohmann – Gaul (72. Götze), N. Hohmann, Röhrig, Leibold, Drews (90. Kress), Hagemann, Hack (86. Rehm), Schaub, Bohl, Bartel.

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (3.) C. Kara, 2:0 (16.) Marceta, 2:1 (28.) Leibold, 3:1 (36.) C. Kara, 4:1 (42.) Marceta. – Zuschauer: 721. – Schiedsrichter: Rübe (Kassel).

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