Arne Horstmann vom Frisbeeteam enerGi des MTV 1846 Gießen zeigt bei seinem Streckenpart die Startnummer. 	FOTO: PV
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Arne Horstmann vom Frisbeeteam enerGi des MTV 1846 Gießen zeigt bei seinem Streckenpart die Startnummer. FOTO: PV

Gießen animiert Deutschland zum Laufen

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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(sno). Von der Frisbee-Abteilung des MTV 1846 Gießen aus ging Anfang Januar ein Spendenmarathon quer durch ganz Deutschland - die Erlöse des kollektiven Laufs kommen dem Kinder- und Jugendhospiz Gießen/Marburg zugute.

»Wir hätten im Leben nie gedacht, dass sich so viele Teams für unseren Spendenmarathon anmelden«, sagt Josefin Klur vom Frisbeeteam enerGi in Gießen. »Am Anfang waren wir nicht sicher, ob überhaupt zehn Teams teilnehmen.«

Letztlich waren es über 60 Vierer-Staffeln, die sich im Zeitraum vom 1. bis 10. Januar an der Aktion beteiligt hatten und auf vier Personen aufgeteilt die Marathon-Distanz von 42 Kilometern absolvierten.

»Die Strecke konnte untereinander frei geregelt werden«, erklärt Josefin Klur, »sodass beispielsweise eine Person elf Kilometer, die nächste 14, der dritte zehn und die letzte Person sieben Kilometer läuft.« Als Startgebühr wurden 4,20 Euro festgelegt, sodass jedes Team auf 16,80 Spendenbeitrag für das Hospiz kam.

»Wir haben den Spendenmarathon ins Leben gerufen, weil wir unsere Sportart durch Corona derzeit nicht so ausüben können, aber trotzdem aktiv bleiben wollen. Unser Trainer Christian Senft hat die Organisation dann klasse übernommen«

Die Idee wurde über die sozialen Medien und einen Verteiler, durch den alle Frisbeeteams in Deutschland miteinander vernetzt sind, verbreitet.

Läufer von Marburg bis München

So gelang es, Sportler/innen aus Wilhelmshaven, München oder Karlsruhe zu mobilisieren. Aus Gießen nahmen elf Teams teil, aus Hessen unterstützten unter anderem Läufer/innen aus Marburg, Frankfurt oder Butzbach die Aktion.

»Jede angemeldete Staffel«, erklärt Klur, »hat von uns per Mail vier individuelle Startnummern geschickt bekommen. Ich vermute, dass auch danach noch einige Spenden überwiesen werden, sodass eine Übergabe an das Hospiz bald coronakonform stattfinden kann.«

Klur: »Wir würden damit gerne andere Menschen motivieren, ähnliche Aktionen auf die Beine zu stellen. Denn so tut man für sich selbst, als auch für andere etwas Gutes.«

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