FC Gießen

FC Gießen: Es ist angerichtet für das Flutlichtspektakel im Waldstadion

  • schließen

Jeder Fußballer weiß, Flutlichtspiele sind einzigartig. Das Gießener Waldstadion feiert am Mittwoch seine Premiere, wenn der Hessenliga-Spitzenreiter FC Gießen den VfB Ginsheim erwartet.

Die Vorfreude auf das Abend-Spektakel ist groß. FC-Trainer Daniyel Cimen kann es kaum erwarten, dass es losgeht: "Das Kassel-Spiel war schon, was die Zuschauerkulisse von fast 4000 Besuchern und den Gegner angeht, ein absolutes Highlight der Saison. Aber für mich persönlich und für die Jungs – da spreche ich ihnen sicher aus der Seele – ist ein Flutlichtspiel einfach was ganz Besonderes. Ich hoffe, dass wieder viele Zuschauer den Weg ins Waldstadion finden und dass wir die Einweihung mit dem Flutlicht mit einem positiven sportlichen Erfolg abschließen."

Gegner heute Abend um 20 Uhr ist der VfB Ginsheim, der sich mit neun Punkten und drei weiteren Mannschaften den siebten Rang in der Tabelle teilt. Eine technisch versierte sowie laufstarke Mannschaft mit jungen, hungrigen Spielern. Der VfB geriet zuletzt zu Hause gegen RW Hadamar mit 0:4 böse unter die Räder. Er agiert in einem 3-5-2-System. "Ginsheim ist eine Wundertüte", erklärt Cimen warnend. Dennoch ist für ihn klar, dass die drei Punkte in Gießen bleiben. Beim FC Gießen werden weiterhin Noah Michel, Oliver Laux, Christopher Spang und Matthias Henn fehlen. Fragezeichen stehen noch hinter Vaclav Koutny, der sich mit Leistenbeschwerden herumplagt, und Stephen Jäckel (Rippenprellung).

FC Gießen: Trainer Cimen hat das Kassel-Spiel seiner Mannschaft imponiert

"Momentan passt vieles zusammen. Die Mannschaft gibt fast in jedem Spiel 100 Prozent. Wenn wir dieses Niveau und diese Intensität über viele Spiele halten können, dann wird es schon schwer, uns zu schlagen", stellt der Cheftrainer fest. Und der Blick auf die Ausbeute in der Hessenliga nach sieben Spielen bestätigt das eindrucksvoll: sieben Siege, bester Sturm (24 Tore), beste Abwehr (5 Gegentreffer).

Es gibt zwar noch die eine oder andere kleinere Baustelle im Spiel des FC Gießen. "Aber das wäre Jammern auf hohem Niveau", so Cimen, der vor dem Kassel-Spiel ausgemacht hat, dass es Spiele gab, in den zeitweise zu passiv agiert wurde. Das hat sich aber in der Spitzenbegegnung gegen die Nordhessen geändert. Ihm hat in der zweiten Halbzeit gegen Kassel besonders imponiert, dass seine Truppe gar nichts zugelassen hat.

FC Gießen: Verantwortliche wollen nach sieben Siegen auf dem Boden bleiben

Besonders angetan ist Cimen davon, dass seine Mannschaft aktuell einen guten Mix von Angriffsfußball und Arbeit gegen den Ball auf den Platz bekommt. "Das ist momentan eine große Stärke von uns, dass wir diesbezüglich eine gute Balance hinbekommen. Und dass es egal ist, wer spielt. Wir haben noch nicht einmal zwei Spiele hintereinander mit der gleichen Elf gespielt. Das sagt einiges über die Mannschaft aus, dass jeder seine eigene Person erst einmal hinten anstellt und ganz in den Dienst der Mannschaft stellt", konstatiert der 33-Jährige. Das große Verdienst von Cimen, der geerdet bleibt und bei der Zusammenstellung der ersten Elf bislang immer ein gutes Händchen bewiesen hat. Was sicherlich nicht immer ganz leicht ist – beim Blick auf den ausgeglichenen Kader.

Trotz der Machtdemonstration am vergangenen Samstag beim 3:1-Heimspielsieg vor knapp über 3700 Zuschauern gegen den ebenfalls ambitionierten KSV Hessen Kassel bleiben die Verantwortlichen mit beiden Füßen auf den Boden. Sie versäumen es nicht, immer wieder zu betonen, dass nach sieben Spieltagen noch gar nichts erreicht worden ist. Das verdeutlicht die akribische Arbeit – der Fokus ist mit allem Tun auf das Ziel Regionalliga-Aufstieg gerichtet.

FC Gießen: Probelauf mit Flutlichtmasten erfolgreich verlaufen

FC-Geschäftsführer Jörg Fischer freut sich natürlich über die positive Resonanz, kann das Ganze aber noch gar nicht so richtig fassen. "Das alles, was hier passiert ist, hat unsere Wunschvorstellung noch bei Weitem übertroffen. Egal, wohin man geht, der FC Gießen scheint in aller Munde zu sein", erzählt der sichtlich emotional berührte Fischer.

Gestern wurde die mobile Flutlichtanlage im Waldstadion installiert (preislich im unteren vierstelligen Euro-Bereich angesiedelt) und gegen 19 Uhr eine Probelauf gestartet. Am Donnerstag wird sie wieder abgebaut und im Hessenpokalspiel gegen Eintracht Stadtallendorf am 19. September soll sie wieder im Einsatz sein. Heute Abend wird im illuminierten Gießener Waldstadion die Luft brennen – und das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare