Saisonstart am 27. Mai

Gießen-Achter will sich in der Bundesliga etablieren

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Nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga arbeiten die Ruderer des Gießen-Achters derzeit hart an ihrem Ziel: dem Klassenerhalt. Doch wird er ihnen auch gelingen?

Der Gießen-Achter meldet sich zurück in der ersten deutschen Ruder-Bundesliga. "Der Wiederaufstieg war unser erklärtes Ziel", sagt Teamchef Eric Baumann. "Jetzt treten wir gegen das Who’s who im deutschen Rudersport an." In der sechsten Saison des Gießen-Achters soll nun der Klassenerhalt gelingen. "Dafür arbeiten wir heftig und viel", erklärte Trainer Rainer Koppmann am Freitag bei der Vorstellung der Gießener Ruderer, die am 27. Mai auf dem Frankfurter Main in die Saison starten.

Aktuell trainieren die 14 Athleten am Wochenende viermal: Samstags und sonntags je morgens und mittags. "Wir müssen in jedem Bundesligarennen um den Sieg fahren, weil nach dem Zeitfahren gleich das Viertelfinale kommt. Das wird eine sehr, sehr enge Sache", sagt Rainer Koppmann.

Ob sich zwischen 1. und 2. Bundesliga etwas ändere, wurde der Trainer gefragt. Seine Antwort: "Jetzt wissen wir, dass wir eben noch schneller sein müssen." Vertrauen werden die Gießener dabei auf ihr Boot, das im letzten Jahr Premiere feierte. Damals wurde es für 30 000 Euro angefertigt – und erfüllte mit dem Aufstieg direkt seinen Zweck. Coach Koppmann pflegt zu sagen: "Es gibt keine schnellen Boote, nur Boote, die schneller gerudert werden können." Mit dem "hochmodernen Boot" sei man glücklich. Rund zehn Jahre sei man mit einem neuen Gerät wettkampffähig.

Paul Itting, 20-jähriger Schützling des Gießen-Achters, gab die Eindrücke des Teams wieder: "Wir haben uns fest vorgenommen, uns in der Liga zu etablieren. Wichtig sind uns vor allem die Derbysiege gegen die Rudergemeinschaft Germania Frankfurt." Traditionell wolle man zudem auf der Gießener Pfingstregatta überzeugen. Auch wenn es derzeit an jedem Wochenende früh raus auf die Lahn zum Training geht, Motivationsprobleme kennt Itting nicht. Da das Team zum Großteil aus Studenten besteht, herrscht im Training regelmäßig Fluktuation. "Auch wenn das Team, das im Wettkampf rudert, nur aus acht Athleten besteht, brauchst du mehr Sportler und kannst nicht immer in der Idealbesetzung üben. Wenn du nur auf deine acht Rudererer setzten würdest, dann würde jedes dritte Training ausfallen", erklärt Koppmann. Der Gießen-Achter: Johannes Birkhan (Kapitän), Matthias Bongartz, Nils Braden, Daniel Hartmann, Paul Itting, Roman Klein, Ulrich Köhler, Fabian Kröber, Christopher Nübel, Daniel Thiem, Nico Weber, Alexander Wenzel, Michael Wieler und Michel Zörb. – Steuerfrauen: Deborah Walther und Marina Warnke.

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