Gießen-Achter verbessert

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Eigentlich perfekte Bedingungen für die Ruderer des Sparkasse Gießen-Achter. Dennoch mussten sie sich beim morgendlichen Zeitfahren dem Team aus Hannover geschlagen geben und fuhren die zwölftschnellste Zeit der 18 Teams ein.

Eigentlich perfekte Bedingungen für die Ruderer des Sparkasse Gießen-Achter. Dennoch mussten sie sich beim morgendlichen Zeitfahren dem Team aus Hannover geschlagen geben und fuhren die zwölftschnellste Zeit der 18 Teams ein.

Im Achtelfinale lag dann der siebtschnellste Achter des Zeitfahrens, das Team aus Köpenick, neben den Gießenern in den Startblöcken. Mit einem guten Start versuchten sich die Hessen, früh vor den Achter aus Berlin zu setzen. Doch die Hauptstädter ließen sich davon nicht beeindrucken. Zur Streckenhälfte kamen sie heran und schoben ihren Bug Schlag um Schlag in Führung. Der hohen Bootsgeschwindigkeit war die Mannschaft von der Lahn nicht gewachsen. Nach 350 Metern hatten die Köpenicker eine deutliche Buglänge Vorsprung herausgefahren. Während die Berliner damit um die oberen Plätze fuhren, ging es für die Gießener um eine möglichst gute Mittelfeldplatzierung.

Dazu mussten sie erneut gegen den Maschsee-Achter aus Hannover antreten, der ebenfalls im Achtelfinale unterlegen war. Im Unterschied zum ersten Aufeinandertreffen am Morgen ließen sich die Niedersachsen dieses Mal am Start nicht überraschen. Mit schnellen Schlägen konnten sie sich früh vor die Mittelhessen setzen. Aber die Gießener ließen nicht locker. Rund 100 Meter vor dem Ziel zündeten sie ihren Endspurt. Mit kräftigen Schlägen kamen sie noch einmal an die Hannoveraner heran – so nah, dass das Zielfoto die Entscheidung bringen musste. Leider fehlte den Gießenern das entscheidende Quäntchen Glück. "Wir haben am Start einfach unsauber gerudert, das hat uns die entscheidende Zehntel gekostet", bewertete Schlagmann Nico Weber den Lauf.

Diesen Fehler sollten die Gießener nicht noch einmal machen. Gegen Lübeck kam das Sparkassen-Boot deutlich besser aus den Startblöcken. Die Spritzigkeit, für die Gießen eigentlich bekannt ist, war wieder da. Auf dem letzten Drittel versuchten die Hanseaten, mit einem frühen Endspurt das Rennen doch noch für sich zu entscheiden. Dieses Mal waren es die Hessen, die mehr Körner übrig hatten und dagegenhielten. Mit einer halben Sekunde Vorsprung sicherten sie sich das Finale um Platz 13.

Dem Ligasystem mit 18 Booten geschuldet, kam es erneut zu dem Duell Gießen-Hannover. Mit einem explosiven Start versuchten sich die Hessen erneut früh abzusetzen, doch die Niedersachsen hielten stark dagegen. Bug an Bug trieben die Mannschaften ihr Boot über die Havel. Zur Streckenhälfte konnten die Hannoveraner ihren Bugball leicht in Front schieben. Kurz vor dem Ziel feuerte Steuerfrau Lara Bot ihre Gießener Männer nochmal zum Endspurt an. Die Ruderer um Schlagmann Nico Weber holten alles aus sich heraus und so kamen beiden Boote fast zeitgleich über die Linie. Wieder mussten die Schiedsrichter das Zielfoto auswerten: Im dritten Anlauf hatten die Gießener das Team aus Hannover geschlagen.

"In den letzten beiden Rennen ist es uns einfach besser gelungen einen gemeinsamen Abdruck zu finden und das Boot laufen zu lassen. Wir konnte umsetzen, was wir geübt hatten", so Nico Weber. "Wir haben nach jedem Rennen Fehler analysiert und so eine ganz gute Entwicklung über den Renntag hingelegt. Aber wir wissen auch, woran wir noch arbeiten müssen", ergänzt Bugmann Daniel Hartmann.

In Werder haben neben Schlagmann Nico Weber, Paul Itting, Daniel Hartmann, Fabian Kröber, Felix Weber, Nils Braden, Michele Aldeghi, Raphael Lechtenböhmer und Simon Baar gerudert. Steuerfrau war Lara Bot.

Mit Platz 13 in der Tageswertung kann sich der Sparkasse Gießen-Achter auf Platz 15 in der Tabelle verbessern. Die Tabellenführung teilen sich Minden und Berlin, gefolgt von Wurzen, Münster, Witten, Dresden, Mühlheim, dem Emscher Hammer aus Wanne-Eickel und Pirna. Die zweite Tabellenhälfte wird angeführt von Waldsee, vor Köpenick, dem Domstadtachter aus Wetzlar und Limburg, Hannover, Bremen, Gießen auf Platz 15. Hameln, Lübeck und der Salzland-Achter aus Bernburg bilden das Schlusslicht.

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