+
Die in Frankfurt siegreiche Gießener Mannschaft. (Foto: Ruder-Bundesliga)

Gießen-Achter sichert sich Gold

(ejb) Der Sparkasse-Gießen-Achter ist am Samstag mit einer starken Leistung in die neue Ruder-Saison der 2. Bundesliga gestartet. Bereits im Vorlauf konnte er sich nicht nur gegen den Konkurrenten vom Waldsee durchsetzen, sondern auch die beste Zeit aller Zweitligateams einfahren.

Ein Ergebnis, für das sie noch belohnt werden sollten. Der Main meinte es am Wochenende offenbar gut mit der Mannschaft von der Lahn. Als Zeitschnellste fuhren die Gießener im Achtelfinale gegen den Langsamsten. Der Achter aus Münster konnte den Mittelhessen wenig entgegensetzen. Im Viertelfinale bekamen es die Gießener mit dem Achter aus Hamburg zu tun. Eine Mannschaft, die in der letzten Saison bewiesen hat, dass sie nicht zu unterschätzen ist. Doch die Hessen ließen sich nicht beirren. Bereits früh konnten sie einen Vorsprung herausfahren und diesen über die Ziellinie bringen. Mit Hannover lag im nächsten Rennen ein starker Gegner neben den Gießenern in den Startblöcken. Zur Streckenhälfte konnten die Niedersachsen einen kleinen Vorsprung herausfahren. Doch Steuerfrau Deborah Walther reagierte und feuerte ihre Mannschaft zu einem frühen Endspurt an. Die Gießener trieben ihr Boot entschlossen an Hannover vorbei.

Gewitter sorgt für jähes Ende

Doch das Wetter machte danach allen einen Strich durch die Rechnung. Während die ersten Boote schon zum Finale abgelegt hatten, wurde der Main von der Schifffahrtsverwaltung wegen einer Gewitterwarnung gesperrt. Als immer heftigere Blitze über Frankfurt zuckten, entschied die Regattaleitung um 19.30 Uhr: Abbruch des Renntages! Da laut Ligareglement in einem solchen Falle die Ergebnisse aus dem Zeitfahren als Tageswertung übernommen werden, hatte Gießen die Nase vorn. Die Entscheidung der Gießener, im Zeitfahren auf Experimente zu verzichten und eine erfahrene Besetzung rudern zu lassen, erwies sich im Nachhinein als "goldrichtig". "Wir wollten das Zeitfahren nutzen, um an ein oder zwei Positionen etwas auszutesten. Nach dem Blick in die Wettkampfregeln und auf die Wetterkarte, hatten wir uns für die sichere Variante entschieden", so Schlagmann Johannes Birkhan.

Die Siegerehrung wurde dann im strömenden Regen vorgenommen. Die Gießener dürfen sich über ihre erste Goldmedaille seit drei Jahren freuen. Silber erhielt Bremen, Bronze ging an Hameln. "Die Arbeit in den letzten Monaten hat sich gelohnt", so Trainer Rainer Koppmann, der mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden war. "Jetzt gilt es, Stabilität reinzubringen, damit wir die Leistung auch in Münster abrufen können."

Team Gießen: Johannes Birkhan, Fabian Kröber, Uli Köhler, Christian Köhler, Nils Braden, Nico Weber, Daniel Thiem, Daniel Hartmann, Paul Itting, Alexander Wenzel, Christopher Nübel, Michel Wieler, Steuerfrau Deborah Walther.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare