Gießen-Achter holt in Hamburg Bronze

(ejb) Mit dem dritten Platz bei der Abschlussregatta feierte der Gießen-Achter einen weiteren feinen Erfolg in der 2. Ruder-Bundesliga.

In der Endabrechnung belegte das heimische Boot den vierten Platz, eine Platzierung, die vor der Saison niemand erwartet hatte und die bereits eine gewisse Vorfreude auf die neue Saison entstehen lässt. In Hamburg konnte sich das Team von Teammanager Eric Baumann mit Platz vier bereits im Zeitfahren eine vermeintlich gute Ausgangsposition für das Achtelfinale sichern.

Dort wartete jedoch nicht wie erwartet ein schwächerer Gegner aus den unteren Rängen, sondern der Tabellenführer Hannoverscher Ruderclub. Der hatte sich im Zeitfahren einen "Krebs" gefangen und ging als letzter aus dem Qualifying hervor. Die Anspannung vor dem Rennen wich auch nach dem Zieleinlauf nicht. Während der ein oder andere Sportler aus dem Gießener Boot sich als Sieger sah, musste die Regattaleitung das Zielfoto genauer auswerten. Zuschauer und Sportler mussten quälende Sekunden warten bis das Ergebnis feststand: Drei Hundertstelsekunden waren es, die beide Boote im Ziel trennten. Mit einem Bugball Vorsprung setzte sich der Gießen-Achter gegen den favorisierten Tabellenführer durch.

Auch im Viertelfinale wartete mit dem Tabellendritten, dem TU-Dresden-Achter ein Hochkaräter auf die Gießener. Doch angesichts der schweren Gegner lief der Gießen-Achter erneut zur Hochform auf. Mit einer Zehntelsekunde Vorsprung fuhr das heimische Boot über die Ziellinie und sorgte bei Sportlern und Zuschauern für abermals staunende Gesichter.

Doch diesen Kraftanstrengungen mussten die Sportler im Halbfinale Tribut zollen. Das Team aus Lübeck ließ im Rennen keine Zweifel aufkommen, dass sie heute den Tagessieg und die Tabellenführung holen wollen. Mit einer knappen Bootslänge mussten sich die Gießener deutlich dem Marzipanstädtern geschlagen geben. Im folgenden Finale ging es dann für die heimischen Ruderer um die Plätze drei und vier. Mit dem festen Willen, zum Saisonabschluss noch einmal auf das Treppchen zu fahren, ruderten die Gießener sich eine halbe Sekunde Vorsprung auf das zweite Dresdner Team raus und sicherten sich somit die Bronzemedaille.

"Wenn man sieht, welche Gegner wir heute hatten, haben wir hier mit Sicherheit die beste Leistung der Saison abgerufen", bewertete Mannschaftskapitän Patrick Quoika das Ergebnis. "Die Mannschaft hat starke Nerven gezeigt und sich auch von einem Tabellenführer nicht einschüchtern lassen. Ich glaube aber auch, dass die kurze Strecke unserem eher leichten Team einen Vorteil verschafft hat."

Auch Teammanager Eric Baumann zeigte sich zum Ende der Saison zufrieden: "Eine Silber- und eine Bronzemedaille, Platz vier in der Tabelle. Ich glaube viel besser kann man sich einen Einstand in die Bundesliga nicht wünschen. Die Mannschaft hat über die ganze Saison an sich gearbeitet, auch nach unglücklicheren Ergebnissen zusammengehalten und wenn es sein musste hat jeder fürs Team zurückgesteckt. Dafür gilt den Jungs großer Respekt. Ich glaube wir können mit dem Projekt Gießen-Achter alle sehr zufrieden sein."

Mit dem Hamburger Ergebnis rücken die Gießener auf Platz vier in der Tabelle vor und verdrängen den Bodensee-Achter aus Waldsee.

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