Das Gießener JBBL-Team vor der Saison (hinten, v. l.): Till Heyne, Ben Klingelhöfer, Max Epp, Roman Keilmann, Elvin Mehovic, Max Brodt, Dyami Janeck; vorne, v. l.: Trainer Patrick Unger, Detwan Andrews, Noah Sann, Jonathan Fuchs, Christian Mann, Len Symasek, Niklas Bertram, Anton Schneider, David Sann, Trainer Marcus Krapp. FOTO: ROTH ENERGIE
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Das Gießener JBBL-Team vor der Saison (hinten, v. l.): Till Heyne, Ben Klingelhöfer, Max Epp, Roman Keilmann, Elvin Mehovic, Max Brodt, Dyami Janeck; vorne, v. l.: Trainer Patrick Unger, Detwan Andrews, Noah Sann, Jonathan Fuchs, Christian Mann, Len Symasek, Niklas Bertram, Anton Schneider, David Sann, Trainer Marcus Krapp. FOTO: ROTH ENERGIE

Basketball

U16 der BBA Gießen 46ers mit viel Talent auf Guard-Positionen ausgestattet

Der Playoff-Einzug dürfte schwierig werden für die BBA Gießen 46ers. Der Klassenverbleib in der U16-Bundesliga ist dem Team des Trainerduos Krapp/Unger aber ohne Weiteres zuzutrauen.

Vor einer schweren Saison steht die U16 der Basketball-Akademie Gießen 46ers. Nach dem Playoff-Einzug in der vergangenen Spielzeit lautet das Ziel diesmal Klassenerhalt. Die meisten Leistungsträger haben das Team alters- bedingt verlassen. Die nachrückenden Spieler des jüngeren Jahrgangs sind noch unerfahren. Dazu fehlt dem Team von Marcus Krapp und Patrick Unger Länge und Präsenz. Am Sonntag (11 Uhr) startet man in Leverkusen.

Kommen/Gehen: Mit Tristan Göbel, Phillip Becker, Christopher Herget (Alter) und Dusan Nikolic (Frankfurt) haben die vier besten Scorer der Vorsaison das Gießener JBBL-Team verlassen. Übrig geblieben sind die Zwillinge David und Noah Sann, die beide knapp über sieben Punkte pro Spiel erzielten. Auf das Duo wartet nun eine Führungsrolle im jungen Team. Ebenfalls im Kader bleiben Detwan Andrews, Max Epp und Till Heyne, die jedoch nur kleine Rollen im Spielbetrieb hatten.

Bis auf Till Heyne gehen alle in ihre letzte Saison in der Jugend-Basketball-Bundesliga. Der 14-jährige Pointguard ist allerdings auch ein Hoffnungsträger für den mittelhessischen Basketball. Am vergangenen Wochenende wurde er beim Bundesjugendlager als einer der 40 besten Spieler Deutschlands in seinem Jahrgang ausgewählt. Im Dezember wartet nun der Auftaktlehrgang für die Jugendnationalmannschaften auf ihn.

Dazu kommen sieben neue Spieler: Mit Christian Mann ist ein weiterer Akteur dabei, der für Hessen beim Bundes- jugendlager auf dem Parkett stand. Der 1,95-m-Hüne kommt vom BC Marburg und wird mit seiner Größe eine wichtige Rolle bei den Gießenern einnehmen. Genau wie Heyne ist er auch 2021/22 noch in der JBBL spielberechtigt. Gleiches gilt für Roman Keilmann. Der schlaksige Forward kommt aus dem akademie- eigenen U14-Team und zählte dort zu den Leistungsträgern. Dies trifft auch auf Ben Klingelhöfer zu. Der kräftige Guard wird erneut mit Niklas Bertram spielen, der mit 1,86 Metern zwar nicht der kleinste Powerforward der Liga sein wird, aber genau wie Keilmann eher schmal gebaut ist.

Bereits im letzten Jahr gehörten Forward Jonathan Fuchs und Guard Anton Maruschka zum Trainingskader. Die beiden 2005er-Spieler werden nun die Lahnstadt auch auf dem Parkett repräsentieren. Ein weiterer Marburger im Akademie-Kader ist Elvin Mehovic. Der quirlige Guard bringt gute Anlagen mit, ist aber ebenfalls noch im jüngeren Jahrgang. Zusätzlich im Trainingskader stehen einige weitere Spieler, die je nach ihrer Entwicklung ins Team hochgezogen und ansonsten für die kommende Saison vorbereitet werden.

Stärken/Schwächen: Das Gießener Team hat einiges an Talent, gerade auf den Guard-Positionen. Auf den Sann-Zwillinge lastet nach einem Eingewöhnungsjahr nun viel Verantwortung, vor allem im Scoring. Auch auf dem Flügel gibt es Spieler mit Potenzial, allerdings fehlt größtenteils die Erfahrung. Nicht nur vom spielerischen Niveau, sondern auch körperlich ist der Sprung aus der U14-Oberliga in die U16-Bundesliga ein großer Schritt. Auch wenn in diesem Bereich viel getan wird, wird es über die gesamte Saison gesehen schwer, dort mitzuhalten. Die Spielweise mit viel Druck in der Verteidigung soll auch dieses Mal wieder Erfolg bringen, ist mit körperlichen Nachteilen allerdings auch schwierig umzusetzen.

Die Liga: Bis auf ein Team hat sich in der Vorrunde der Nachwuchs-46ers wenig geändert, jedoch ist durch die Pandemie-Lage das Wissen über die Gegner begrenzter. In der Gruppe spielt Gießen einmal gegen jeden der sechs Gegner. Die ersten drei Plätze sind für die Hauptrunde qualifiziert und haben die Playoffs sowie den Klassenerhalt sicher. Für Gießen dürfte es aber eher in die Relegation gehen. Dort spielen 32 Teams in vier Gruppen um acht weitere Playoff-Plätze. Die restlichen Mannschaften spielen dann in zwei Playdown-Runden sechs Absteiger aus.

Umfeld/Trainer: Anders als im Spielbetrieb der hessischen Ligen starten JBBL und NBBL von Anfang an mit Zuschauern. In der Sporthalle Gießen-Ost werden sich also - Stand heute - bis zu 200 Menschen bei den Heimspielen aufhalten dürfen. Neben Marcus Krapp, der seit vielen Jahren im 46ers-Nachwuchsprogramm aktiv ist, wird sich Patrick Unger um die 14- und 15-Jährigen kümmern. Der ehemalige Damen-Bundestrainer und Ex-Headcoach des BC Marburg ist seit diesem Frühjahr Jugendkoordinator der Basketball-Akademie.

Prognose: Es wird keine leichte Aufgabe für das mittelhessische Team. Durch die Beschränkungen im Frühjahr konnten die jungen und unerfahrenen Spieler nicht so intensiv trainieren, wie es hilfreich gewesen wäre, um auf das JBBL-Niveau zu kommen. Gerade gegen erfahrenere Teams wird es so schwer werden, den Klassenerhalt wie in der Vorsaison frühzeitig zu sichern. So wird vor allem die Vorrunde zur Eingewöhnung dienen, die dann die Basis für eine gute Relegation liefern sollte. Der Klassenerhalt sollte angesichts der Erfahrungen aus den Vorjahren gut möglich sein, bei einem optimalen Verlauf können die Lahnstädter sogar noch um einen Playoff-Platz mitspielen.

Kader: Till Heyne, Ben Klingelhöfer, Max Epp, Roman Keilmann, Elvin Mehovic, Max Brodt, Dyami Janeck, Detwan Andrews, Noah Sann, Jonathan Fuchs, Christian Mann, Len Symasek, Niklas Bertram, Anton Schneider, David Sann.

Die Heimspiele: 17. Oktober gegen Trier (12 Uhr), 25. Oktober gegen Köln (12.30 Uhr), 1. November gegen Mainz (11 Uhr).

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