LTi Gießen 46ers verpflichten wurfstarken Vierer Prowell

(mv) Die LTi Gießen 46ers haben sich für die kommende Saison in der Basketball-Bundesliga mit einem europaerfahrenen Forward verstärkt: LaQuan Prowell wechselt aus Frankreich zum mittelhessischen Traditionsklub, bei dem er einen Einjahresvertrag unterschrieben hat.

Der 2,03-Meter-Mann lief zuletzt für ES Chalon in der höchsten französisichen Spielklasse auf und feierte mit dem Team aus dem Burgund sogar die Meisterschaft.

Begonnen hatte er die Saison allerdings bei Saint Vallier in der zweiten Liga Frankreichs, der ProB, in der er auf 15 Punkte und 6,5 Rebounds pro Partie kam. Auch die Wurfquoten des aus Columbus (Georgia) stammenden Prowell überzeugten: Fast 60 Prozent aus dem Zweipunktbereich und 40 Prozent Trefferquote von der Dreierlinie sind starke Werte. Bereits in der Vorsaison hatte Prowell zunächst in der ProB überzeugt, damals für Evreux, ehe er nach dem Saisonende für einige Spiele zu Entente Orleans in die ProA wechselte. Zuvor war er allerdings in dieser Spielzeit auch schon bei Strasbourg und Ilysiakos Athen unter Vertrag: Während sich die Elsässer noch vor Rundenbeginn von dem US-Amerikaner trennten, kam er in sechs Partien im griechischen Oberhaus auf zehn Punkte und 4,3 Rebounds im Schnitt.

Seine Collegekarriere absolvierte Prowell an der Furman University, ehe er an die Alma Mater von NBA-Star Charles Barkley, die Auburn University in Alabama, wechselte. Dort kam er in seinem Abschlussjahr auf 15 Zähler und mehr als sechs gefangene Abpraller pro Spiel, ehe er sich beim Portsmouth Invitational Tournament den NBA-Scouts präsentierte. An der Seite von Spielern wie Patrick Ewing jr. (Telekom Baskets Bonn), Brian Roberts (ehemals Bamberg, jetzt New Orleans/NBA) oder Kyle Hines (ehemals Bamberg, jetzt Olympiakos Piräus) sahen einige Scouts in dem Neu-Gießener den talentiertesten Spieler der Gruppe. Für ein NBA-Engagement reichte es dennoch nicht. Stattdessen ging es über den Atlantik zu TED Ankara, für die er in seiner ersten Saison in der türkischen Liga auf 15 Zähler und knapp sechs gefangene Abpraller je Einsatz kam. Im darauffolgenden Jahr zog es ihn dann erstmals nach Frankreich, wo er für Paris in der ProA auflief.

"Er kann auf der Position des Smallforwards eingesetzt werden, seine Stammposition ist aber Powerforward. Wir brauchen dort einen Spieler, der uns das Feld auseinanderzieht", sieht 46ers-Cheftrainer Mathias Fischer in Prowell einen so- genannten "Stretch Four", also einen wurfstarken Vierer. Die Verpflichtung von Prowell bedeutet auch das Aus für Tryoutspieler Arnas Labuckas: Der Litauer, der am Mittwoch gegen Karlsruhe getestet wurde, wird nicht verpflichtet. Der erste Test für Prowell steht am Sonntag um 16.30 Uhr an, wenn Gießen beim Bundesliga-Aufsteiger Mitteldeutschen BC antritt. Am Montag reist die Mannschaft dann ins Trainingslager in die Türkei.

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