Reboundduell zwischen dem Ludwigsburger Desi Rodriguez (M.) und den Gießenern Scottie James (r.) sowie John Bryant bei der 85:99-Auswärtsniederlage der 46ers.	FOTO: IMAGO
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Reboundduell zwischen dem Ludwigsburger Desi Rodriguez (M.) und den Gießenern Scottie James (r.) sowie John Bryant bei der 85:99-Auswärtsniederlage der 46ers. FOTO: IMAGO

Gießen 46ers

Gießen 46ers verkaufen sich beim Ligakrösus in Ludwigsburg teuer

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Die Gießen 46ers verkauften sich beim Spitzenreiter in Ludwigsburg teuer. Letztlich verloren sie aber mit 85:99 (44:50) bei den Riesen und bleiben somit Tabellenletzter der Basketball-Bundesliga.

Einem bärenstarken ersten Viertel der 46ers (28:22) mit einem gut aufgelegten John Bryant, der zehn Punkte und zwei Rebounds auflegte, folgten katastrophale fünf Anfangsminuten im zweiten Quarter. In dieser Sequenz waren die Gäste nicht anwesend, was möglicherweise auch an der veränderten Line-up lag. Mit 20:4 katapultierten sich die Riesen zum zwischenzeitlichen 42:32. Erst als Coach Rolf Scholz seinen Starting-Center Bryant und den bis dahin stark aufspielenden Thomas wieder zusammen mit James jr. auf dem Feld hatte, stabilisierte sich die Abwehr - und im Angriff wurde wieder konstruktiv agiert. Die Befürchtung, dass sich Gießen von Ludwigsburg überrollen lässt, trat nicht ein. Beim 44:50 waren die Lahnstädter wieder dran am Spitzenreiter.

Doch eine großartige Besserung trat erstmal nicht ein. Ludwigsburg erhöhte die Intensität - und Jordan Hull machte zu Beginn der dritten zehn Minuten mit seinem Gegenspieler Jonathan Stark, was er wollte: Seine Ausbeute: neun Punkte in Folge. Beim 60:78-Rückstand schien für die nun immer fehlerhafter agierenden Gießener nichts mehr drin zu sein. Aber das Team von Scholz gab nicht auf, kämpfte sich zurück und war 67 Sekunden vor dem Schluss nur mit acht Punkten hinten (85:93). Letztlich verloren die Gießen 46ers mit 85:99.

Mit dem Mitteldeutschen BC (92:104 gegen Ulm) und dem Aufsteiger Niners Chemnitz (61:83 gegen die ebenfalls mit dem Rücken zur Wand stehenden Bayreuther) haben am Samstag zwei weitere Abstiegskandidaten ihre Spiele verloren. Dagegen gewann die BG Göttingen - ebenfalls ein potenzieller Abstiegsanwärter - am Freitagabend zu Hause überraschend gegen Bamberg.

Die kommenden Aufgaben für die Gießen 46ers werden nicht leichter. Am Samstag erwarten sie die Überflieger aus Crailsheim in der Osthalle, am 9. Februar kommt es in Würzburg zum Aufeinandertreffen mit dem Ex-Trainer Denis Wucherer und den ebenso um den Klassenerhalt kämpfenden Franken, ehe am 12. Februar bereits das Rückspiel in Oldenburg ansteht und nur 48 Stunden später die Hamburg Towers in der Osthalle gastieren. Gut, dass der Einsatz von Hoffnungsträger Diante Garrett für den kommenden Samstag fest eingeplant ist.

Ludwigsburg: Hulls (15), Jacob Patrick (2), Smith (20), Brown (15), Herzog (15), Polas Bartolo (14), Wohlfarth-Bottermann (9), Rodriguez (7), Darden (2), Radebaugh, Johannes Patrick.

Gießen: Stark (13), Hamilton (3), Kraushaar (5), Köpple, Pjanic (8), Bowman (18), James jr. (7), Brown, Thomas (11), Bryant (20), Uhlemann.

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