LTi Gießen 46ers vor der Rettung

(gae) Die LTi Gießen 46ers können die drohende Insolvenz möglicherweise doch abwenden. Nach Informationen dieser Zeitung steht der mittelhessische Basketball-Bundesligist vor der Rettung, wobei am Montagabend noch eine kleine Restunsicherheit bestand.

Der in wirtschaftliche Schieflage geratene Klub benötigt bis zum 31. Januar 360 000 Euro, um den Spielbetrieb in der BBL aufrechterhalten zu können. Zwar wollte Insolvenzverwalter Tim Schneider gestern keine konkreten Zahlen nennen, wie viel Geld zur Rettung noch fehlt. Aber die finanzielle Lücke soll dem Vernehmen nach deutlich weniger als zehn Prozent der zu erreichenden Summe sein.

Für die 46ers-Verantwortlichen war der Montag ein ereignisreicher Tag. Sie hatten nochmals den Kontakt zu zwei Premiumpartnern aufgenommen und gehofft, dass die Partner noch einmal die Geldschatulle öffnen würden. Doch beide schlossen eine weitere finanzielle Unterstützung aus.

Erfolgreich waren Schneider und Geschäftsführer Heiko Schelberg unterdessen nach mehreren Telefonaten mit Kleinsponsoren, die die Zusage über kleinere und überschaubare Beträge von 500 bis 1000 Euro gaben. "So langsam gehen uns aber die Sponsoren aus", sagte Schneider. Am heutigen Dienstagnachmittag wollen die LTi Gießen 46ers in einer Pressekonferenz den Status quo bekannt geben. Gestern Abend war aber noch nicht restlos klar, in welche Richtung es schlussendlich gehen kann und wird.

Sie werden zum einen nicht umhinkommen, zu bestätigen, dass Ryan Brooks und LaQuan Prowell nicht mehr der Mannschaft von Trainer Fischer angehören werden. Sie haben sich dem Vernehmen nach dem hessischen Konkurrenten Frankfurt Skyliners angeschlossen, der sich ebenfalls im Abstiegskampf befindet.

Vor einem Abgang steht zudem Spielmacher Dijuan Harris, dem ein Angebot aus der zweiten Liga vorliegen soll. Der US-Amerikaner hat in den vergangenen Partien die in ihn gesetzten Erwartungen bei Weitem nicht erfüllt.

Kommt es zur Trennung von den Amerikanern, stehen Fischer noch Elvir Ovcina, Achmadschah Zazai, Dominik Spohr, Andreas Büchert und Oskar Faßler neben den Jugendlichen zur Verfügung. Denkbar wäre gleichwohl, dass der vertragslose Playmaker Sharaud Curry, der sich zurzeit bei den 46ers fit hält und in der vergangenen Saison im Kader von Fischer bei den Gmunden Swans war, sich den Gießenern anschließt. Ähnliches ist bei Kevin Johnson vorstellbar. Der frühere Powerforward der 46ers trainiert bei den Licher BasketBären mit und dürfte für die 46ers ebenfalls ein interessanter und bezahlbarer Kandidat sein. Vorausgesetzt, die BBL stimmt den Verpflichtungen zu – zwei zu vergebene Lizenzen halten die LTi Gießen 46ers noch in ihren Händen.

Die Fühler nach einem möglichen Pro-A-Trainer hat Schelberg bereits ausgestreckt. Der Manager hat den Kontakt mit Terence Stansbury hergestellt, der schon in der vergangenen Saison auf der Kandidatenliste der LTi Gießen 46ers stand. Der 51-jährige US-Amerikaner spielte in den 80er Jahren für die NBA-Klubs Indiana Pacers und Seattle SuperSonics.

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