Pick-and-Roll - das wollen die Gießen 46ers Rackelos um Sebastian Brach (r.) und David Amaize am Sonntag in Hanau praktizieren. FOTO: FRIEDRICH
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Pick-and-Roll - das wollen die Gießen 46ers Rackelos um Sebastian Brach (r.) und David Amaize am Sonntag in Hanau praktizieren. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers Rackelos mit Personalsorgen

  • vonHarald Friedrich
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(sks). Spielreiche Tage warten auf die Gießen 46ers Rackelos - beginnend mit einem Auswärtsspiel in Hanau am Sonntag (18 Uhr). Verzichten muss der Basketball-Drittligist ab sofort auf seine beiden Importspieler.

Alexandre Doche und Jeril Taylor stehen Cheftrainer Rolf Scholz nicht mehr zur Verfügung. Beide verließen den Verein aus familiären Gründen im Einvernehmen. Der Club ist auf der Suche nach mindestens einem Ersatz. Dieses Unterfangen wird durch die gegenwärtigen Corona-Bestimmungen zusätzlich erschwert, sei auf lange Sicht aber nötig, da die Kader von Farm- und Bundesliga-Team bereits jetzt sehr ausgedünnt sind.

Vor dem Spiel gegen die WhiteWings aus Hanau am Sonntag - der Verein bietet auf Sportdeutschland.tv einen Livestream an - zieht Scholz aber auch ein positives Fazit. "Wichtig ist bei den kurzen Abständen, dass sich keiner verletzt. Es hat gutgetan, dass wir mal eine Woche am Stück trainieren konnten und der Fokus ganz auf uns lag", erklärt der Trainer nach dem zuletzt spielfreien Wochenende.

Dafür geht es für die Rackelos danach aber Schlag auf Schlag. Dem Auswärtsspiel am Nikolaustag schließen sich Heimduelle am Dienstag gegen Koblenz und dann Bayern II am Samstag an. Ohne ihre beiden Importspieler gehen die Mittelhessen als Außenseiter ins Rennen, obwohl der Saisonstart mit drei Siegen aus vier Spielen nach wie vor als gelungen gelten darf.

Immerhin Hanau befand sich bis vor wenigen Wochen in einer ähnlichen Situation. Verletzungen sorgten für ein munteres Kommen und Gehen, "zuletzt haben sie sich aber nochmal verstärkt und sind von Spiel zu Spiel besser geworden", warnt Scholz. Im Duell der noch punktlosen Tabellenletzten gegen Frankfurt konnten die WhiteWings unlängst ihren ersten Sieg gegen Frankfurt landen. Ist der Knoten damit geplatzt?

An der Kaderstärke jedenfalls bestand mit erfahrenen Recken wie Till-Joscha Jönke und Josef Eichler schon zuvor kein Zweifel: "Sie haben einen sehr guten Mix aus Inside- und Außenspiel", so Scholz weiter.

Neben den Personalsorgen eint die beiden hessischen Teams übrigens eine gemeinsame Erinnerung. Im letzten Hauptrundenspiel der Vorsaison trugen Weißflügel und Rackelos das letzte Match vor vollen Zuschauerrängen raus. Hanau siegte zu Hause deutlich und zog als Dritter in die nicht mehr ausgetragenen Playoffs ein. Das Heimspiel ging im Vorjahr an Gießen.

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