Gießens Cheftrainer Ingo Freyer zeigt seinem Brettspieler Johannes Richter, in welche Richtung es am Samstag im BBL-Pokalspiel bei Rasta Vechta gehen soll. FOTO: FRIEDRICH
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Gießens Cheftrainer Ingo Freyer zeigt seinem Brettspieler Johannes Richter, in welche Richtung es am Samstag im BBL-Pokalspiel bei Rasta Vechta gehen soll. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers

Gießen 46ers müssen ganz schnell in den Wettkampfmodus schalten

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Zuerst der Pokal, dann die Meisterschaft. Der Cup-Wettbewerb ist in der Basketball-Bundesliga vor den BBL-Saisonstart gelegt worden. Deshalb müssen die Gießen 46ers bereits am Samstag in Vechta ran.

Für die Gießen 46ers wird es am Samstag um 18 Uhr (live auf MagentaSport) ernst, wenn sie in der Gruppe B ihr erstes Pokalspiel gegen Gastgeber Vechta im Rasta-Dome bestreiten. 500 Zuschauer sind Corona-bedingt zugelassen, aber keine Gästefans. Gießens Geschäftsführer und Sportdirektor Michael Koch freut sich auf die Partie: "Nach sieben langen Monaten ist es endlich wieder so weit, unser Team bestreitet ein offizielles Spiel. Wenn auch unter erschwerten Bedingungen, so ist die Freude doch groß, den Basketball wieder vor Zuschauern zu dribbeln und zu passen." Er fordert, dass das Team trotz der kurzen Vorbereitungszeit schnell in den Wettkampfmodus schaltet und dass es als homogene Einheit auftritt.

Pokal-Modus: 16 BBL-Teams spielen in vier Vierergruppen (Bonn, Vechta, Ulm und Weißenfels als Gruppenköpfe) jeder gegen jeden. Nur der Erstplatzierte qualifiziert sich für das Top Four am 1. und 2. November in München. Die Gießener sind in einer Staffel mit dem Gruppen-Gastgeber Vechta, der BG Göttingen und den Skyliners aus Frankfurt. Die 46ers treffen dann am 24. Oktober auf den Hessenkonkurrenten aus Frankfurt (Spielbeginn 15 Uhr) und einen Tag später auf Göttingen (20.30 Uhr).

Lage: Das Team von Trainer Ingo Freyer befindet sich seit knapp vier Wochen in der Vorbereitung auf die Saison 2020/21. Vier Testspiele hat die neuformierte Mannschaft absolviert: Dem 124:85 gegen den Pro-A-Ligisten Urspring Ehingen folgte das 88:90 gegen den BBL-Rivalen Frankfurt und das 111:92 gegen Turniergastgeber Hagen sowie am vergangenen Samstag das 102:114 beim Bundesliga-Konkurrenten Mitteldeutscher BC. Der Pokal kommt für die 46ers eigentlich zu früh, aber die drei Gegner scheinen auf einer Augenhöhe zu liegen, sodass durchaus mit Platz eins geliebäugelt werden kann. Viel hängt davon ab, wie die Freyer-Truppe am Samstag Spiel eins gegen Vechta hinter sich bringt. Gießens Aufbauspieler Bjarne Kraushaar freut sich wie alle anderen im Team, dass es endlich wieder losgeht. Er versichert, dass alle das Beste geben werden, um den Sieg nach Hause zu bringen.

Gegner: Die Überraschungsmannschaft aus der Vorsaison steht vor einem Neuanfang: Erfolgstrainer Pedro Calles ging nach Hamburg und mit ihm Leistungsträger Max DiLeo. Für Calles kam Thomas Päch, der zuvor in Bonn tätig war, dort aber das Saisonende als Trainer nicht überlebte. Natürlich stehen auch Ex-Gießener im Kader von Vechta: Robin Christen hat sich nach dem Auskurieren seiner langwierigen Verletzung für ein weiteres Jahr bei Rasta entschieden, zudem heuerte der sprunggewaltige Jordan Barnett beim Club aus Niedersachsen an, der in der letzten Saison bei den 46ers nicht überzeugen konnte. Eine enorme Verstärkung dürften indes die von Alba Berlin gekommenen Aufbauspieler Stefan Peno (nur ausgeliehen) und Center Dennis Clifford sein.

Personelles: Die Gießen 46ers müssen weiterhin auf die Verletzten Jonathan Stark und Alen Pjanic verzichten. Beim Flügelspieler Pjanic besteht eine leise Hoffnung, dass er nach seiner Verletzung am unteren Rücken bald wieder ins Teamtraining zurückkehren wird. Bei Guard Stark sieht das nicht so aus, denn der mit viel Vorschusslorbeeren bedachte US-Amerikaner hat eine schwerwiegende Oberschenkelverletzung, die zur vollständigen Heilung noch ihre Zeit benötigt. Bei den "Rasta-Männern" fehlen die Zugänge Jean Salumu (Guard) und Björn Rohwer sowie Philipp Herkenhoff (beides Center).

Das sagt Trainer Freyer: "Die ganze Situation ist spannend - nach so einer langen Zeit wieder das erste offizielle Spiel zu haben. Man weiß nicht, wie es laufen wird, wie der Gegner ist. Aber alle sind heiß darauf."

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