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Gießens Spielmacher Skyler Bowlin zieht in Mainz beim 86:70 gegen Gotha an Janek Schmidkunz vorbei. (Foto: mv)

Gießen 46ers: In Mainz 13-mal den Ball geklaut

(mv) Die Gießen 46ers bleiben in der Vorbereitung auf die Basketball-Bundesliga-Saison ungeschlagen. In Mainz gab es am Dienstag im Rahmen der Basketball Aid Charity Tour ein 86:70 (41:38) über Zweitligist Rockets Gotha vor 830 Zuschauern.

In der Geburtsstadt von 46ers-Coach Denis Wucherer freute sich der Trainer vor allem über die verbesserte Kommunikation seiner Spieler: "Alle haben besser miteinander gesprochen, nachdem beim Spiel in Lich am Samstag jeder noch so ein bisschen sein eigenes Ding gemacht hatte. In der Eins-gegen-Eins-Verteidigung geht bei dem ein oder anderen aber sicher noch ein bisschen mehr. Wenn die richtig talentierten Spieler in der BBL kommen, müssen wir da unseren Mann stehen." Die Thüringer, die vor einer Woche Alba Berlin besiegen konnten, waren von anderer Qualität als der Kooperationspartner von der Wetter: Körperlich hielt die Mannschaft von Trainer Chris Ensminger gut dagegen, griff insbesondere im Rebound gut zu und traf am Brett hochprozentig. Die Gießener dagegen konnten sich, wie schon gegen Lich, immer wieder Ballgewinne sichern und im Fastbreak punkten: Die 13 Steals waren am Ende einer der Schlüssel zum Sieg.

Insbesondere Guard Skyler Bowlin zeigte sich im Vergleich zum Duell mit Lich deutlich verbessert, traf vor allem von der Dreierlinie sicher, während Cameron Wells als Dirigent der Mannschaft seine Kollegen lautstark und sicher kommandierte.

Auf der anderen Seite war vor allem Thomas Scrubb anzumerken, dass die harte Vorbereitung an den Kräften zehrt, und auch Maurice Pluskota ist noch auf dem Weg zur BBL-Form: "Wir sind in der vierten Woche, da ist das normal. Wir werden nun in den nächsten beiden Tagen das Training gut dosieren, damit wir bei unserem ersten Heimauftritt gegen Göttingen am Samstag fit sind."

Auch da werden die 46ers noch ohne den sechsten Ausländer spielen. Für die noch vakante Stelle sucht Wucherer intensiv nach einem kleinen Spieler, der im Spielaufbau für weitere Entlastung sorgen soll: "Es gibt noch nichts Neues. Auf den großen Positionen sind wir so aufgestellt, wie wir sind – und da ist in unserer Situation nichts machbar. Wir werden niemanden finden, der uns so viel Qualität gibt, für den Preis, den wir zahlen können."

Gießen 46ers: Saibou (14), Sears (8), Evans (11), Scrubb (6), Bowlin, (16) Lischka (4), Obst (10), Wells (14), Pluskota (2), Pjanic, Völler (2). / Beste Werfer Gotha: Paige (13), Mudrow (12), Oehle (11).

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