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Keine Zeit mehr für Ausreden.

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Keine Zeit für Ausreden

  • Wolfgang Gärtner
    VonWolfgang Gärtner
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Die Würzburg-Pleite abhaken - und auf das Bayreuth-Spiel konzentrieren. Für die Gießen 46ers geht der Kampf ums Überleben in der BBL weiter. Ohne Ausreden!

Die Gießen 46ers haben gute Erinnerungen an Bayreuth - sie gewannen das Hinspiel bei den Oberfranken mit 110:99. Nur ein weiterer Sieg hilft den Mittelhessen in der brenzligen Situation. Nach dem grausamen 82:101 am Mittwoch in Würzburg müssen am Samstag um 20.30 Uhr in der Osthalle (live auf MagentaSport) eine gewaltige Leistungssteigerung, mehr Leidenschaft und ein unbändiger Siegeswille her, damit die 46ers gegen ebenfalls im Abstiegskampf verstrickte Bayreuther den dringend benötigten Erfolg einfahren können.

Die Lage: Der Blick auf die Tabelle der Basketball-Bundesliga zeigt klar und deutlich auf, welche Stunde für die Gießen 46ers geschlagen hat: 19 Spiele, drei Siege, 16 Niederlagen - Tabellenletzter. Punktgleich mit den Lahnstädtern sind die Rastamänner aus Vechta. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt für beide Teams vier Zähler, wobei der Rang-16., der Mitteldeutsche BC, erst 17 Spiele absolviert hat. Der Samstaggegner aus Oberfranken belegt den 15. Rang und hat drei Siege mehr vorzuweisen als die 46ers. »In unserer momentanen Situation sind Charakter und Einstellung wichtige Faktoren. Jeder muss extra Einsatz und starken Willen zeigen«, fordert 46ers-Geschäftsführer Michael Koch. Brandon Bowman (19 Punkte, 6 Rebounds) war beim Mittwoch-Debakel der einzige Lichtblick im Gießener Team.

Der Powerforward weiß, dass die Bayreuther »heiß« auf die Revanche sind. Aber er gibt zu verstehen, dass das Gießener Team eine Reaktion auf den emotionslosen Auftritt in Würzburg zeigen muss. Es muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen. »Wir haben uns in eine Position gebracht, in der wir um jeden Preis Spiele gewinnen müssen. Wir brauchen eine gute Leistung, nicht nur für die Fans und die Familie von Gießen, sondern auch für uns selbst, damit wir wieder auf die Siegerstraße zurückkehren können«, so Bowman.

Der Gegner: Anfang Januar verstärkten sich die Bayreuter mit dem erfahrenen Point- guard Lazeric Jones. Der 30-Jährige führt mit Bastian Doreth Regie. Das Duo gilt es zu kontrollieren. Der Topscorer ist Frank Bartley. Der Starter auf der Position zwei erzielt im Schnitt pro Spiel 14,3 Punkte. Weiter zweitstellig scoren im Team von Headcoach Raoul Korner Powerforward Osvaldas Olisevicius (13,8), Center Derek Pardon (12) und der Ex-Gießener Matt Tiby (11,8). Ein starkes Trio im Frontcourt, dem sich der deutsche Nationalspieler Andreas Seifert (7,9 Punkte und 4,3 Rebounds im Schnitt) anschließt. Bayreuth ist vor allem in der Fremde erfolgreich. Viermal (in Vechta, Bamberg, Chemnitz und Hamburg) gingen sie bislang auswärts als Sieger vom Feld, zu Hause nur zweimal (Bonn und der Mitteldeutsche BC). Vor der Länderspielpause verlor die Korner-Truppe am 14. Februar in der eigenen Halle den Baskets aus Oldenburg mit 82:91.

Personelles: Die 46ers müssen immer noch auf den defensiv starken Center Chad Brown verzichten (Rücken). Zudem steht erneut ein ganz dickes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Isaac Hamilton. Der Forward plagt sich weiterhin mit einer Knieverletzung herum. »Bei ihm müssen wir von Tag zu Tag schauen, wie es sich entwickelt«, erklärt Trainer Scholz.

Das sagt Trainer Scholz: »Natürlich ist man nach so einem Spiel wie gegen Würzburg niedergeschlagen. Aber keiner der Jungs macht das mit Absicht, da geht auch keiner mit Halbgas - das wirkt manchmal so. Es ist eine besondere Situation, den Abstiegskampf anzunehmen. Wir müssen positiv bleiben und eine Lösung finden. Das ist für jeden bitter, für die Jungs, für die Verantwortlichen, für die Fans. Wir haben aber gegen Bayreuth die Chance, es besser zu machen. Es geht nur, wenn man den Willen, der in jedem drinsteckt, nach außen hin zeigt. Abstiegskampf ist viel Kopfsache. Wir müssen eine ganz andere Intensität auf das Parkett bringen - von Anfang an des Spiels. Wir brauchen eine außergewöhnliche Leistung im Angriff und in der Verteidigung.«

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