LTi Gießen 46ers Juniors schnuppern an der Überraschung

(kam) Lange Zeit hatten die LTi Gießen 46ers Juniors den Tabellenführer der Division Nordwest, die Paderborn Baskets, am Rande ihrer ersten Saisonniederlage in der Basketball-Nachwuchsbundesliga (NBBL). Schlussendlich mussten sie sich jedoch nach großem Kampf mit 78:87 (40:43) geschlagen geben.

(kam) Lange Zeit hatten die LTi Gießen 46ers Juniors den Tabellenführer der Division Nordwest der Basketball-Nachwuchsbundesliga (NBBL), die Paderborn Baskets, am Rande ihrer ersten Saisonniederlage. Schlussendlich mussten sich die Schützlinge von Headcoach Toni Dirlic jedoch nach großem Kampf vor rund 90 Zuschauern in der Sporthalle Ost mit 78:87 (40:43) geschlagen geben. Mit Robin Christen, Falko Theilig und Oliver Nützel konnten gleich drei U19-Spieler der 46ers 20 Punkte und mehr erzielen.

In einer intensiven Partie auf hohem Niveau konterten die ohne Jugend-Nationalspieler Ole Wendt angetretenen Ostwestfalen einen gelungenen Start der Hausherren (8:2, 3.) mit einem 8:0-Lauf auf 14:9 (6.). Nicht zuletzt dank zwei Dreier des überragenden Theilig, der im ersten Viertel elf Zähler beisteuerte, wendeten wiederum die Mittelhessen per 9:0-Serie das Blatt. Immer wieder stahlen sich jedoch Ole Wendts Bruder Lars und Dominik Malinowski in der 46ers-Zone und sicherten mit ihren Punkten eine knappe 22:19-Führung der Gäste zur Viertelpause.

Auch im zweiten Spielabschnitt bot die Dirlic-Truppe Paroli - das lag vor allem daran, dass Spielmacher Theilig von seinen Forwards Nützel und Christen Unterstützung erhielt. Mit zusammen 15 Punkten in Viertel zwei waren beide ein stetiger Gefahrenherd in der gegnerischen Zone, für das Gros der Vorlagen sorgte der mit viel Übersicht glänzende Dennis Süßlin. Einige Ballgewinne und die Reboundhoheit sicherte den Gästen dennoch eine Drei-Punkte-Führung zur Pause.

Die ersten fünf Minuten des zweiten Durchgangs verschliefen die Juniors dann aber komplett: Unnötige Ballverluste, ausgelassene Chancen unter dem Korb und Nachlässigkeiten in der eigenen Zone brachten Paderborn mit 54:42 (25.) deutlich in Front. Die 46ers-Moral blieb allerdings ungebrochen. Drei gegnerische Ballverluste in Folge und einen Theilig-Dreier später stand es nur noch 51:55 (27.). Danach übernahm wieder die lange Garde Verantwortung, jeweils ein Drei-Punkte-Spiel von Nützel und Christen hielt die Gastgeber auf Schlagdistanz (61:65, 30.). Einem beiderseits durchwachsenen Start ins Schlussviertel folgte dann jedoch der Gießener Knock-out: Dreimal kam der Gast über freistehende Center zu einfachen Punkten, während drei vorschnelle Abschlüsse der 46ers-Distanzschützen auf dem Ring landeten.

Spätestens als Theilig mit seinem fünften Foul das Spielfeld verließ, und Leo Padberg für die Baskets mit einem krachenden Dunking das 84:70 (39.) markierte, war der Traum von der Sensation geplatzt. Dirlic hatte die wunden Punkte schnell ausgemacht: "Wir waren defensiv zu weit von den Werfern weg, haben zu wenig kommuniziert, den Rebound 23:40 verloren und unnötige Ballverluste gehabt - das nutzt ein Team wie Paderborn gnadenlos aus."

Gießen: Christen (23/3 Dreier), Nützel (21), Theilig (20/3), Reitschmidt (8/1), Baumann (4), Pflüger (3/1), Henkel, Weiser, Süßlin, Mergan.

Paderborn: L. Wendt (22/2), Schinke (17/1), Malinowski (15/2), Padberg (11), Schmeling (8), Popov (4), Tadesse (4/1), Brinkmann (4), Neuhaus (2), Sünkeler.

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