LTi Gießen 46ers gewinnen gegen Braunschweig

(lad) Die Serie der LTi Gießen 46ers in der Vorbereitung auf die am 2. Oktober beginnende Basketball-Bundesliga ist gerissen – und das ist auch gut so. Denn nach acht vorangegangenen Niederlagen gewannen die Universitätsstädter gestern Abend vor rund 700 Zuschauern in der Osthalle mit 82:75 (42:29) gegen den Ligarivalen New Yorker Phantoms Braunschweig. Dabei überzeugte das Team in beinahe allen Belangen und zeigte sich zur Vorwoche enorm verbessert.

(lad) Die Serie der LTi Gießen 46ers in der Vorbereitung auf die am 2. Oktober beginnende Basketball-Bundesliga ist gerissen – und das ist auch gut so. Denn nach acht vorangegangenen Niederlagen gewannen die Universitätsstädter gestern Abend vor rund 700 Zuschauern in der Osthalle mit 82:75 (42:29) gegen den Ligarivalen New Yorker Phantoms Braunschweig. Dabei überzeugte das Team in beinahe allen Belangen und zeigte sich zur Vorwoche enorm verbessert.

Und das, obwohl die Vorzeichen nicht unbedingt gut ausgesehen hatten: Nachdem die Verträge der beiden Serben Stevan Tapuskovic und Victor Jakovic Anfang der Woche aufgelöst worden waren, Dirk Mädrich am Vorabend des Spiels umknickte und auch Dominique Lockhart angeschlagen war, standen Trainer Vladimir Bogojevic nur acht Spieler zur Verfügung. Aber die machten ihre Sache hervorragend: "Ich bin glücklich über die Energie, die die Mannschaft in das Spiel gebracht hat. Das war spieltechnisch und von der Intensität her gut", war "Vladi" nach dem Spiel zufrieden: "Es hat ein bisschen gedauert, bis das Team die Richtung begriffen hat, aber jetzt sind wir auf einem guten Weg."

Und das sah man auch. Elvir Ovcina wirkte im Vergleich zur Vorwoche wie ausgewechselt und glänzte bereits in der ersten Hälfte mit neun Rebounds und starken Zuspielen. Frischer Wind kam auch durch den Aufbauspieler Giorgi Gamqrelidze, der immer besser in das Team integriert wirkt. Der kleine Georgier überzeugte mit Kampf und Schnelligkeit. Bester Mann jedoch war der athletische Anthony Smith, der mit 20 Punkten zum Topscorer avancierte und den Gießener Fans in dieser Saison noch viel Freude bereiten dürfte.

Und das LTi-Team zeigte die von Bogojevic gelobte Energie bereits von der ersten Minute an und ließ den Ball gut laufen. Rasch bedeutete ein Dreier von Ryan Brooks eine 13:5-Führung (3.), und nach fünf aufeinander folgenden Smith-Punkten war die Führung in der zehnten Minute beim 27:17 erstmals zweistellig. Braunschweig verkürzte zwar kurzzeitig auf fünf Punkte, aber Brooks mit einem Dreier in letzter Sekunde sorgte für eine komfortable 42:29-Führung zur Pause.

Im dritten Viertel hatten die Gastgeber ihren stärksten Spielabschnitt. Mit einer guten Abwehrleistung zwangen die 46ers ihren Gast immer wieder zu Verzweiflungsdistanzwürfen, die meist ihr Ziel verfehlten. So traf Braunschweig über die gesamte Spielzeit hinweg bei 16 Versuchen lediglich dreimal. Gießen hingegen benötigte nur 13 Versuche für sieben Treffer von der Dreierlinie. Zudem bot das LTi-Team dem Publikum sehenswerte Aktionen wie den Alley-Oop-Korb von Smith auf Brooks, die pure Spielfreude zeigten. Und das zahlte sich auch in Form von Punkten aus: Dank eines Smith-Dreiers mit der Sirene leuchtete ein sattes 66:46 nach 30 Minuten von der Anzeigetafel.

Aber trotzdem wurde es noch einmal spannend. Denn im Schlussabschnitt war den acht Gießenern das hohe Tempo schließlich doch noch anzumerken, und Braunschweig verkürzte fleißig. In der 38. Minute traf "Phantom" Nils Mittmann einen Dreier zum 67:72, und 1:20 Minute vor Schluss versenkte Brandon Thomas nach eigenem Ballgewinn die Kugel zum 71:74. Aber Gießen reagierte souverän, traf seine Versuche sicher, und spielte die Restzeit gekonnt zum verdienten Erfolg herunter.

Auch die Verpflichtung des gewünschten amerikanischen Combo-Guards, der die entlassenen Serben ersetzen und zusätzliche Schlagkraft bringen soll, ist unterdessen weit vorangeschritten, wie 46ers-Manager Tom Syring am Rande des Spiels mitteilte. Spruchreif war aber am gestrigen Abend noch nichts...

LTi Gießen 46ers: Gamqrelidze (10/1 Dreier), Smith (20/1), Freese (11), Perl, Schwartz (3/1), Ovcina (10/1), Brooks (16/3), Peacock (12).

New Yorker Phantoms Braunschweig: Thomas (26/1), Mittmann (7/1), Visser, Schneiders, Cain (7), Greer (10), Obradovic (4), El Domiaty (3/1), Goree (12).

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