Mit Mannschaftsspiel – wie hier Björn Schoo (l.) und Achmadschah Zazai beim "Pick and Roll" gegen den Bonner Andrej Mangold – wollen die Gießen 46ers heute Abend auch gegen die Ewe Baskets Oldenburg bestehen.	(mvphoto.de)
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Mit Mannschaftsspiel – wie hier Björn Schoo (l.) und Achmadschah Zazai beim »Pick and Roll« gegen den Bonner Andrej Mangold – wollen die Gießen 46ers heute Abend auch gegen die Ewe Baskets Oldenburg bestehen. (mvphoto.de)

Gießen 46ers empfangen heute Abend Baskets Oldenburg

(ck) Aller guten Dinge sind drei – sagt eine alte deutsche Redensart. Aller guten Dinge sind drei – können heute Abend gegen 22.30 Uhr möglicherweise auch die Gießen 46ers für sich beanspruchen. Voraussetzung: Sie haben zuvor ihr Heimspiel gegen die Ewe Baskets Oldenburg gewonnen und damit den dritten Sieg in Folge gefeiert.

Nach dem Mitteldeutschen BC und den Baskets Bonn bekommt es der heimische Basketball-Bundesligist heute (20.30 Uhr, Osthalle) jedoch mit einem ganz anderen Kaliber zu tun. Die Niedersachsen gelten als klarer Playoff-Kandidat, und mit etwas Glück könnte am Ende der Hauptrunde sogar eine Top-Vier-Platzierung herausspringen.

Für die Gastgeber würde ein Erfolg ein ausgeglichenes Verhältnis von acht Siegen und acht Niederlagen bedeuten. Eine Prognose, die wohl auch die kühnsten Optimisten unter den 46ers-Fans vor Saisonbeginn nicht abzugeben gewagt hätten; zumal im Anschluss am Samstag zum Vorrundenabschluss mit der BG Göttingen ein Auswärtsgegner wartet, der in seiner aktuellen Form durchaus schlagbar erscheint. Also vielleicht doch eher nach Göttingen schielen, als sich so richtig gegen die viel höher eingeschätzten Oldenburger aufzureiben? Für Gießens Trainer Denis Wucherer ist das keine Option. »Zum einen ist Oldenburg nicht so stark, dass wir keine Chance hätten. Zum anderen Göttingen nicht so schwach, dass wir über sie hinwegrollen könnten.

« Die Oldenburger bezogen zuletzt eine Niederlage in Ulm, bei der sie jedoch auf den Serben Nemanja Aleksandrov verzichten mussten. Der 2,10 m große Vierer wird nach seiner Wadenverletzung in den Kader zurückkehren.

Status quo: Keine positiven Meldungen gibt es vom Lazarett der 46ers. Die Langzeitverletzten Maurice Pluskota und Tony DiLeo werden sich die Partie weiterhin von der Seitenlinie aus anschauen müssen. Dort erhalten sie Gesellschaft von Eric James Palm, dessen Fußverletzung keinen Einsatz zulässt. Wucherer hofft diesbezüglich auf die Allstar-Day-Pause, nach der er seinen Scharfschützen gerne wieder auf dem Spielfeld sehen möchte. Und Ethan Wragge? »Bei ihm wird es sich kurzfristig entscheiden, ob seine Erkrankung so weit abgeklungen ist, dass sich ein Einsatz anbietet«, so der 46ers-Trainer. Gut, dass Benni Lischka, Achmadschah Zazai und Björn Schoo ihre Rollen in Bonn so gut ausfüllten und Cameron Wells einen ersten Schritt aus seinem Leistungstief machte, auch wenn er für seinen Trainer »noch Luft nach oben hat«.

Gegner: Oldenburg ist für Wucherer eine Mannschaft, die viel Qualität und einen tief besetzten Kader mitbringt – und vor allem von der Offensive lebt. Von daher wird es für sein Team in erster Linie über die Abwehr gehen. Dagegen gelten die Niedersachsen nicht gerade als die am aggressivsten verteidigende Truppe. »Man darf sie aber nicht ins Laufen kommen lassen. Sie sind eine hervorragende Fastbreak-Mannschaft.«

Schlüsselspieler: Oldenburg verfügt über eine gute Mischung aus alten und neuen Spielern und mit Brian Qvale über eine Macht am Brett. Der kantige, 2,10 m große Center schnappt sich pro Partie knapp sechs Rebounds und verwandelt immerhin fast 60 Prozent seiner Versuche aus dem Zwei-Punkte-Bereich. Chris Kramer ist einer der besten Fastbreak-Spieler der Liga und hat einen enormen Zug zum Korb. Ihn darf man nicht auch noch von draußen heißlaufen lassen. Von dort sind vor allem der Slowene Klemen Prepelic, Ex-Nationalspieler Philipp Schwethelm und der US-Amerikaner Vaughn Duggins gefährlich. Letzterer ist mit 15,5 Zählern der Topscorer der Ewe Baskets und einer der besten Schützen der Liga. Nicht zu vergessen natürlich Rickey Paulding (USA), der schon eine gefühlte Ewigkeit in Oldenburg spielt und trotz seiner 33 Jahre einem Spiel immer noch eine entscheidende Wende geben kann.

Von der Bank kommt mit Dominic Lockhart ein Ex-Gießener, der sich von einem Wechsel nach Oldenburg größere Chancen für die Zukunft versprach. Er bekommt von Trainer Mladen Drijencic zwar seine Spielzeiten, den Sprung in die Rotation hat er jedoch noch nicht geschafft.

Zahlenvergleich Punkte im Schnitt / Gießen: 78,7 / Oldenburg: 80,1 – Trefferquote aus dem Feld: 45,7/46,3 – Dreierquote: 35,3/32,8 – Rebounds: 32,8/35,6 – Assists: 19,1/19,3 – Körpergröße: 1,99 m/1,98 m – Gewicht: 89,1/94,1 – Alter: 23,8/25,2 – Bilanz: 10 Siege, 5 Niederlagen / 7 Siege, 8 Niederlagen – Rang: 5/11.

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