Die Gießen 46ers um Kapitän John Bryant (mit Ball) müssen sich den Frankfurt Skyliners mit Lamont Jones (l.) und Marco Völler (r.) im Hessenderby vor ausverkaufter Osthalle mit 82:90 geschlagen geben. FOTO: FRIEDRICH
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Die Gießen 46ers um Kapitän John Bryant (mit Ball) müssen sich den Frankfurt Skyliners mit Lamont Jones (l.) und Marco Völler (r.) im Hessenderby vor ausverkaufter Osthalle mit 82:90 geschlagen geben. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers: Derbyniederlage beim emotionalen Abschied von Schelberg

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Die Gießen 46ers stecken nach der 82:90-Derby-Niederlage gegen die Frankfurt Skyliners im Abstiegskampf. Nach der emotionalen Partie in der mit 3752 Zuschauern ausverkauften Osthalle haben die beiden hessischen Vertreter der Basketball-Bundesliga die Tabellenplätze getauscht: Gießen nimmt nun den 14. Rang ein, Frankfurt ist 13. Für die 46ers steht am Freitag der schwere Gang beim Abstiegskandidaten MBC Weißenfels an, der gestern Abend zu Hause gegen Braunschweig verlor. Ebenso eine Niederlage kassierte Hamburg in Göttingen, sodass Weißenfels und Hamburg mit sechs Punkten auf den beiden letzten Rängen platziert sind. Die Gießener haben weiterhin sechs Punkte Vorsprung vor ihnen.

Nach dem ersten Viertel führten die Mainstädter mit 19:15, die auch mit der 42:32-Führung in die Pause gingen. Im dritten Viertel startete die Mannschaft von Trainer Ingo Freyer eine Aufholjagd. 61 Sekunden vor dem Ende kamen die 46ers nach einem Zweier von Teyvon Myers auf 77:82 heran. Die Frankfurter ließen sich den Sieg aber nicht mehr nehmen und konnten somit auch das Rückspiel im Nachbarschaftsduell für sich entscheiden.

"Unser Defizit lag ganz klar unter dem Korb. Besonders Leon Kratzer hat ein super Spiel gemacht, und wir haben es nicht geschafft, ihn zu kontrollieren oder insgesamt Inside Frankfurt zu kontrollieren, was eigentlich unser Ziel war", erklärte 46ers-Trainer Freyer. Sein Gegenüber Sebastian Gleim war nach sechs Niederlagen in Folge erleichtert: "Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie nach dieser Phase auswärts eine gute Leistung abgerufen hat." Er hob besonders seinen Center Kratzer heraus.

Einen emotionalen Abschied mit Sprechchören und einem überdimensionalen Banner bescherten die Gießener Fans dem scheidenden Geschäftsführer Heiko Schelberg, der nach acht Jahren den Club von der Lahn verlässt. Seit vergangenen Sonntag ist bereits sein Nachfolger Michael Koch im Amt.

Gießen: Brown (17 Punkte, 6 Assists), Kraushaar, Myers (8), Köpple, Pjanic (8), Tiby (18), Petrasek (6), Barnett (7), Thomas (12), Bryant (6)

Frankfurt: Mobley (9), Vargas, Jones (23), Schmidt, McQuaid, Kratzer (23), Robertson (8), Hines (15), Rahon (10), Völler (2)

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