Wann kommt der Ball, wie hier zwischen der SG Utphe/TraisHorloff/Inheiden und dem MTV Gießen II, wieder ins Spiel? FOTO: HF
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Wann kommt der Ball, wie hier zwischen der SG Utphe/TraisHorloff/Inheiden und dem MTV Gießen II, wieder ins Spiel? FOTO: HF

"Gibt es einen Start im Februar oder eher März?"

  • vonRalph Görlich
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(goe). Wann und wie kann 2021 auf den hessischen Sportplätzen der Fußball wieder rollen? Damit beschäftigt sich aktuell der Verbandsspielausschuss des Hessischen Fußball-Verbandes, der mehrere Denk-Modelle erarbeitet hat, die im Rahmen der nächsten Vorstandssitzung am Samstag, 28. November, diskutiert werden sollen. An einen Start im Januar glaubt Verbandsfußballwart Jürgen Radeck (Ortenberg) jedenfalls nicht mehr.

"Wir haben erst einmal alle Nachholspieltage an Einzelspieltagen herausgefiltert, die Blockspieltage waren eh schon klar. In den meisten Ligen fehlen sieben bis acht komplette Spieltage", erklärt Radeck. Diese Information sei für Kreisfußballwarte wie Gießens Henry Mohr wichtig, um tatsächlich bemessen zu können, in welchen Klassen der Schuh wie sehr drückt.

So stehen in manchen Klassen wie der Hessenliga oder der Gruppenliga Fulda noch bis zu 27 Spieltage aus. Das größte Sorgenkind hingegen ist die Gruppenliga Frankfurt Ost, in der die Sportfreunde Seligenstadt noch 31 Spiele absolvieren müssten.

"Die große Frage ist: Wie können wir das in einer Restrunde einplanen?", erklärt Radeck weiter. Es gibt mehrere Denkmodelle: Eines sieht vor, die Saison regulär beenden zu können, wenn die Sportplätze ab Januar wieder freigegeben werden und so bis zum Ende der Winterpause alle ausgefallenen Spieltage nachgeholt werden könnten. Kann erst später gestartet werden, sollen erst alle Spiele der Hinrunde ausgetragen werden und die betroffenen Partien der Rückrunde über Fronleichnam und Pfingsten nachgeholt werden.

Der Hessische Fußballverband hat sich auf dem außerordentlichen Verbandstag im Juni das Recht zusichern lassen, in diesem Jahr durch einen Vorstandsbeschluss entscheiden zu können, wie mit der Saison verfahren wird.

Eine Annullierung ohne Wertung ist zwar denkbar und dürfe - so meinen viele - kein Tabubruch sein. Ziel ist aber, zumindest die Hinrunde durch zu bekommen und anschließend zu werten oder die Ligen in eine Aufstiegs- und Abstiegsrunde einzuteilen. Dass es Auf- und Absteiger geben wird, hatte der HFV so vorher schon festgelegt.

"Jetzt geht es darum, sich mit den Kreisfußballwarten zu unterhalten, wenn man tatsächlich im Januar anfangen könnte. Da gibt es in Ost- und Nordhessen einige Probleme. Aber daran glaube ich momentan ohnehin nicht mehr, es ist vermutlich eher die Frage: Gibt es einen Startschuss im Februar oder eher im März? Das hängt aber von den politischen Entscheidungen ab", sagt Radeck, der ergänzt: "Wir wollen bereit sein, wenn die Politik sagt, dass wieder Fußball gespielt werden darf."

Davon, die Saison über das geplante Ende am 13. Juni hinaus zu verlängern, hält der Verbandsfußballwart nicht viel: "Das müsste über den DFB mitlaufen, weil es alle Landesverbände betrifft. Und dann hängt da einfach so viel dran wie Wechselfristen und ein wieder späterer Start der neuen Saison. Davon bin ich kein großer Freund. Ich sage lieber: Wir spielen so viele Spiele wie es geht und machen danach einen Cut, damit wir am 1. August wieder in eine hoffentlich normale Saison starten können."

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