Geschwächt chancenlos

(lad) Den VfB 1900 Gießen Pointers ist im letzten Pro-B-Spiel des Jahres 2010 gestern Abend das Weihnachtswunder verwehrt geblieben. Die Mittelhessen unterlagen beim hoch favorisierten Nürnberger BC mit 66:87 (26:41) und starten nach zweieinhalbwöchiger Winterpause im neuen Jahr als Tabellenvorletzter in die letzten acht Spiele vor den Playoffs bzw. Playdowns.

(lad) Den VfB 1900 Gießen Pointers ist im letzten Pro-B-Spiel des Jahres 2010 gestern Abend das Weihnachtswunder verwehrt geblieben. Die Mittelhessen unterlagen beim hoch favorisierten Nürnberger BC mit 66:87 (26:41) und starten nach zweieinhalbwöchiger Winterpause im neuen Jahr als Tabellenvorletzter in die letzten acht Spiele vor den Playoffs bzw. Playdowns.

Die Vorzeichen hatten allerdings vor dem Anpfiff nicht gut für Gießen gestanden, denn mit Zeljko Pavlovic (beruflich verhindert) und Patrick Unger (Fieber) fielen zwei Leistungsträger ebenso wie David Henke aus, dessen 2,05 Meter gegen den Nürnberger Hünen Martin Ides von Bedeutung hätten sein können. Zudem spielte Till Wosnitza krank und unter Medikamentierung und übernahm sich damit: Schon nach dem ersten Viertel war der Aufbauspieler nicht mehr einsetzbar. Zum Rumpfkader stieß zu Gießens Glück wenigstens noch Alex Göttker hinzu, der seit Wochen nicht mehr mit der Mannschaft trainiert hatte, aber zufällig in der Nähe Nürnbergs verweilte und somit die Anzahl der spielfähigen Athleten mit seinem ersten Einsatz seit Oktober auf acht erhöhen konnte. Nürnberg spielte derweil mit seinem qualitativ gut bestückten Kader eine Zehner-Rotation und lief seinen Gästen entsprechend schnell den Rang ab.

"Das ist kein Beinbruch für uns, denn Nürnberg war ohnehin der klare Favorit. Unsere Punkte haben wir woanders liegen lassen", verwies Pointers-Trainer Dejan Kostic auf die vergangenen drei Spiele, in denen sein Team in der Schlussphase jeweils eingebrochen war. "Für unsere Voraussetzungen haben wir eigentlich ganz gut gespielt, vor allem in taktischer Hinsicht. Ich kann uns heute keinen Vorwurf machen", so der Coach.

Angeführt von den 2,17 Metern und 134 kg des 30-jährigen Ides waren die Franken vor allem unter den Brettern überlegen und starteten mit einem 7:0 (3.), das der ehemalige NBA-Spieler Eric Washington in der neunten Minute auf 20:10 aufstockte. Die Pointers konnten kurz vor Viertelende noch einmal Schadensbegrenzung auf 13:20 betreiben. Auch im zweiten Durchgang war der NBC sowohl im Außen- als auch im Innenspiel überlegen und zog ab der 13. Minute von einem 25:17 auf 33:17 (15.) durch Ides davon. Mit einer 26:41-Hypothek musste Gießen die zweite Spielhälfte beginnen.

Hier setzte der Hausherr weiterhin die Akzente und hatte nach insgesamt 25 Spielminuten beim 51:33 bereits 18 Zähler Vorsprung.

Nun glänzte der VfB erstmals und benötigte nur 40 Sekunden für einen 8:0-Lauf auf 41:51, kurz darauf verkürzte der nach drei Vierteln bereits 18 Punkte aufweisende Kimmani Barrett sogar wieder auf weniger als zehn Zähler zum 43:52. Aber zwei direkt danach folgende Dreier Washingtons leiteten den Nürnberger Lauf auf 61:47 zur letzten Viertelpause ein, bevor im Schlussabschnitt ein 14:0-Lauf des NBC von 64:52 auf 78:52 (37.) die Gießener Niederlage besiegelte.

Nürnberger BC: Reile (10/1 Dreier), Chavis (14/1), Ides (12), Schröder (10/2), Yates (7/1), Schneider (15), Hänel, Reinhardt, Washington (14/2), Turan (4/1), Brütting (1).

VfB 1900 Gießen Pointers: Zabel (4), Czepczynski (3/1), Barrett (20), Felix Rotaru (13), Johnson (22/1), Wosnitza, Göttker (2),Sebastian Rotaru (1), Biallas (1).

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