Gericht bestätigt Kündigung

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(jm). Die Offenbacher Kickers haben den ersten Sieg lange vor dem ersten Spieltag der neuen Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest errungen - vor dem Arbeitsgericht Offenbach. Dort hatte der ehemalige Spieler Nejmeddin Daghfous gegen die fristlose Kündigung seines Vertrages geklagt. Der 33-Jährige hatte im Nachgang einer heftigen Trainingsauseinandersetzung am 26. Februar dieses Jahres seinem Mitspieler Luigi Campagna (30) beim Gang in die Kabine mit einem Faustschlag die Nase gebrochen.

Das Arbeitsgericht wies die Klage gegen den OFC erstinstanzlich ab. Die fristlose Kündigung, die erstmals am 27. Februar und nochmals am 15. April ausgesprochen wurde, ist vorerst rechtsgültig. Daghfous, dessen sportliche Zukunft offen ist, kann vor dem hessischen Landesarbeitsgericht Berufung einlegen.

"Ich bin natürlich sehr enttäuscht", kommentierte Daghfous das Urteil und kündigte an, in Berufung zu gehen. Der Spielmacher, der im Sommer 2019 vom Zweitligisten SV Sandhausen ursprünglich bis 30. Juni 2021 verpflichtet wurde und mit sechs Treffern bester OFC-Torschütze der vorzeitig abgebrochenen Corona-Saison 2019/2020 war, hatte eine außergerichtliche Einigung ebenso abgelehnt wie der Verein. Eine Variante sah eine Vertragsauflösung ohne Abfindung vor, die hatte die Daghfous-Partei abgelehnt. Die andere, die eine Abfindung vorsah, lehnte der OFC gestern auch nach der durch das Gericht angebotenen Halbierung der Summe ab.

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