Gerechtes Remis zwischen VfB 1900 Gießen und TSG Wieseck

(ms) Ottmar Wagner hatte blendende Laune. Der Trainer der TSG Wieseck klatschte jeden einzelnen Spieler ab, freute sich mit seiner jungen Truppe, die am Freitagabend im Verbandsliga-Derby beim VfB 1900 Gießen vor 475 Besuchern ein 1:1 (1:0) erreicht hatte.

(ms) Ottmar Wagner hatte blendende Laune. Der Trainer der TSG Wieseck klatschte jeden einzelnen Spieler ab, freute sich mit seiner jungen Truppe, die am Freitagabend im Verbandsliga-Derby beim VfB 1900 Gießen vor 475 Besuchern ein 1:1 (1:0) erreicht hatte. Damit blieb die TSG im zehnten Spiel hintereinander ohne Niederlage, außerdem rangiert man im Klassement weiter vor dem Kontrahenten aus der Stadt. "Das Ergebnis geht in Ordnung", sah Wagner ein gerechtes Ergebnis, um anzufügen: "Das Spiel war geprägt von Taktik. Und meine Mannschaft hat das hervorragend gemacht." Sein Pendant auf Seite des VfB 1900, Stefan Hassler, erklärte nach dem Derby: "Uns war klar, wenn Wieseck in Führung geht, wird’s für uns richtig schwer, zumal ich ja umstellen musste. Aber ich denke, dass Unentschieden ist okay", so der Fußball-Lehrer.

Notgedrungen musste Stefan Hassler kurzfristig umbauen, denn Defensivmann Pierre Chabou musste aus dringenden privaten Gründen passen. So agierte Oliver Schmidt als eine Art Libero, während Michel Mohr und Jan Koch als Manndecker zum Zuge kamen. Zunächst aber taten sich die Gastgeber schwer, denn die Wiesecker agierten taktisch äußerst diszipliniert, denen man das Fehlen von Julian Simon und Sebastian Kraft im zentralen Mittelfeld nicht anmerkte. Denn Andreas Klan und Marc Zimmer machten ihre Sache glänzend. So ging beim VfB 1900 nach vorne zunächst nichts, während die TSG nach und nach immer stärker wurde. Nach knapp zehn Minuten gab Andreas Klan nach Vorarbeit von Niklas Wagner einen ersten Warnschuss ab, doch Gießens Schlussmann Kristian Kühn war zur Stelle.

Den Gästen sah man das Selbstbewusstsein, bis dahin neun Spiele ohne Niederlage, förmlich an, die nun klar das Sagen hatten. Und nach 25 Minuten war das verdiente 1:0 für die TSG fällig. Nach einem Freistoß scheiterte zunächst Erdinc Solak an Kristian Kühn, doch den Abpraller verwertete der stark aufspielende Niklas Wagner. Rund fünf Minuten später kam der VfB 1900 zu seiner ersten guten Chance. Nach tollem Einsatz von David Kilian, der sich gegen zwei Wiesecker auf der rechten Seite durchsetzen konnte, bediente dieser Gino Parson, der völlig frei zum Kopfball kam.

Doch der war zu unplatziert, TSG-Keeper Dominik Wagner hatte keine Mühe.

Stefan Hassler und Ottmar Wagner vertrauten auch nach dem Wechsel der jeweiligen Anfangself, doch nun war der VfB 1900 am Drücker. Sieben Minuten nach der Pause setzte Claudius Weber mit einem Kopfball an den Außenpfosten ein erstes Ausrufezeichen, ehe der Ex-Profi nach 60 Minuten seine Torgefährlichkeit einmal mehr unter Beweis stellen konnte. Nach Flanke von Jan Koch kam Weber ungehindert zum Kopfball - es hieß 1:1. Wagner reagierte, brachte mit Volkan Vural und Sascha Noske zwei frische Kräfte. Nach dem Ausgleich ging es munter rauf und runter, beide suchten die Entscheidung. Doch die Abwehrreihen standen gut, so dass auch Claudius Weber, in der Vorrunde noch dreifacher Torschütze beim 5:1-Sieg seines VfB 1900 in Wieseck, kein Durchkommen mehr fand. Vor allem mit Dennis Schlecht lieferte er sich immer wieder sehenswerte Duelle, wobei Weber meist zweiter Sieger blieb. Und setzte er sich doch einmal durch, dann war der nächste Wiesecker schon zur Stelle.

In den letzten fünf Minuten sollten dann aber beide nochmals die Chance zum Siegtreffer bekommen. In der 85. Minute "steckte" Andreas Klan das Leder zu Erdinc Solak durch, der aber aus rund zwölf Metern an Kristian Kühn scheiterte. Zwei Minuten später war es auf der Gegenseite Heinz Stehle, der aus knapp 16 Metern frei zum Schuss kam. Doch er verzog, so dass es beim 1:1 bleiben sollte.

VfB 1900 Gießen: Kühn; Schmidt, Mohr, Koch, Keles, Özen (ab 76. Celik), Stehle, Kilian, Parson, Bubbel, Weber.

TSG Wieseck: Dominik Wagner; Marcel Kraft (ab 83. Schadeberg), Klimek, Schlecht, Delzer, Buß, Zimmer (ab 67. Noske), Klan, Niklas Wagner, Karweta (ab 60. Vural), Solak.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Günsch (Reddighausen). - Zuschauer: 475. - Torfolge: 0:1 (25.) Niklas Wagner, 1:1 (60.) Weber. - Gelbe Karten: - / Solak, Vural.

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