Drang zum Korb: RSV-Akteur Dominik Molser (r.) setzt sich beim klaren Erfolg seines Teams gegen die Zwickauer Max Chagger (l.) und Benjamin Kenyon durch. FOTO: DIEKMANN
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Drang zum Korb: RSV-Akteur Dominik Molser (r.) setzt sich beim klaren Erfolg seines Teams gegen die Zwickauer Max Chagger (l.) und Benjamin Kenyon durch. FOTO: DIEKMANN

Generalprobe des RSV glückt

  • vonAndreas Joneck
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(aj). Im Klassiker der Rollstuhlbasketball-Bundesliga zwischen dem BSC Rollers Zwickau und dem RSV Lahn-Dill behielten am Samstag die favorisierten Mittelhessen mit 92:51 (26:10, 43:26, 65:35) klar die Oberhand. In Sachsen waren dabei von Beginn an die aktuellen Kräfteverhältnisse der beiden ehemaligen Erzrivalen klar erkennbar, sodass auch der krankheitsbedingte Ausfall von RSV-Topscorer Thomas Böhme das Team von Janet McLachlan nicht vor größere Probleme stellte.

"Es war gut zu sehen, wie die Mannschaft ohne Tommy zurechtkam und den Ausfall tadellos kompensierte", freute sich die kanadische Cheftrainerin nach den 40 Spielminuten im Zwickauer Stadtteil Mosel. Und was sie und ihr Co-Trainer Günther Mayer vor allem in den ersten Minuten des 15. Spieltages zu sehen bekamen, war ein engagierter RSV. Schon nach sechs Spielminuten und nach einem Drei-Punkte-Spiel von Michael Paye zum 17:2 war in Sachsen klar, wer den Ton angab. Der US-Kapitän des RSV war es auch, der mit einem Dreier zum 24:4 (8.) wenig später die weitere Marschrichtung vorzugeben schien, ehe mit dem erst 15-jährigen Max Chagger der Spieler des zweiten Abschnitts unbekümmert auf das Parkett kam. Mit zehn Punkten sorgte das Center-Talent aus Zwickau zunächst für ein deutliches Lebenszeichen des Gastgebers, der beim 17:36 (14.) endlich ins Spiel gefunden hatte. Bis zur Pause entwickelte sich nun ein Match auf Augenhöhe, bei dem der 15-Jährige im Trikot der BSC 32 Sekunden vor der Halbzeitsirene beim 26:43 bereits seine Punkte 13 und 14 erzielte. Doch auch das erfrischende Spiel des Zwickauer Youngsters konnte die bestehenden Kräfteverhältnisse nicht aus den Angeln heben. Mit einem Rebound-Übergewicht von 38:25 generierten die Gäste aus Hessen alleine 18 Punkte aus zweiten Chancen und provozierten beim Gegner durch ein druckvolles Defensivspiel 14 Ballverluste, aus denen 21 direkte Punkte erzielt wurden.

Dies alles sorgte nach dem Seitenwechsel wieder für klare Verhältnisse auf dem Parkett, die nun vor allem die etatmäßigen Center herausspielten. Aus einem 49:32 (23.) erzielte zunächst der Australier Michael Auprince das schnelle 57:33 (25.), das seine Centerkollegen Brian Bell zum 65:35 (30.) und Dominik Mosler zum 74:39 (32.) ausbauten. Diesem 25:7-Lauf binnen neun Spielminuten ließ der RSV bis Mitte des letzten Spielabschnitts einen weiteren 8:0-Zwischenspurt folgen, den Kapitän Paye zum 82:39 (35.) abschloss.

"Es war definitiv ein mannschaftlich geschlossener Erfolg in Zwickau", lautete das Fazit von McLachlan, die das Quartett Möller-Kind-Beisert-Mizan explizit lobte: "Vor allem Kai, Marian, Mark und Peyman nutzen ihre Spielminuten und hatten sehr gute Szenen".

Mit dem souveränen 14. Erfolg im 15. Ligaspiel scheint der RSV Lahn-Dill damit für die bevorstehenden internationalen Aufgaben gerüstet zu sein. Bereits am Donnerstag sitzt die RSV-Delegation im Flieger nach Bilbao. Im spanischen Norden starten die Mittelhessen in die Champions-League-Saison, die in diesem Jahr mit dem Final Four am 1. und 2. Mai ihren Höhenpunkt in Wetzlar feiert.

Zwickau: Maximilian Chagger (14), Vytautas Skucas (13/1 Dreier), Edgaras Ciaplinskas (10), Benjamin Kenyon (6/1), Marianne Buso (4), Frank Oehme (4), Daniel Gehse.

Lahn-Dill: Michael Paye (23/1), Dominik Mosler (22), Brian Bell (16), Michael Auprince (14), Simon Brown (12), Mark Beissert (3/1), Kai Möller (2), Annabel Breuer, Christopher Huber, Marian Kind, Peyman Mizan.

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