Gelungener Wiesecker Heimauftakt

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(geb). Der erste Auftritt auf heimischer Anlage verlief für KC Wieseck in der Kegel-Bundesliga der Damen entspannter als erwartet und mit dem 3:0 (4847:4568/52:26) gegen Viktoria Herne wurden die nächsten drei Punkte eingefahren.

Nach den ersten 120 Kugeln konnten die Wiesecker Damen bereits einen Vorsprung von 100 Holz vermelden. Luisa Stark spielte einen sehr soliden Durchgang und endete bei sehr guten 837/11. Julia Weiser musste hinten raus mit muskulären Problemen kämpfen, holte aber dennoch gute 806/8. Die Gäste folgten nur bedingt und erzielten 785/7 bzw. 758/4.

Damit konnte der Mittelblock beruhigt die Bahnen betreten, zumal auch noch keine Wertung auf der Gästeseite war. Eben diese Mittelachse bildeten Ann-Kristin Alexander und Christina Vogel. Alexander (760/5) fand in den ersten 60 Wurf zwar nicht in die Spur, konnte aber mit dem Joker die Herner Zahl aus Block eins stellen. Vogel spielte von der ersten Kugel an sehr sicher und belohnte sich mit 816/10. Da Herne hier den Vorletzten nicht setzte (811/9), blieb auch diese Wertung in Wieseck. 133 Hölzer vorne und erst drei Wertungen weg. Der Schlussblock sollte den Deckel drauf machen, auch wenn Hernes beste Akteurin auch noch kommen sollte.

Nach den ersten 30 Kugeln war bzgl. der Gesamtholzzahl alles geklärt. Sorrentino Di Bernardi und Wilczek gingen mit je 219 von der Startbahn, denen die Gäste nicht folgen konnten. Da Herne auf der dritten Räumgasse zu viele Fehler einstreute, war den Wiesecker Damen auch der dritte Spielpunkt nicht mehr zu nehmen. Ramona Wilczek zog ihr Spiel bis zum Ende durch und holte sich den Tagessieg mit starken 850. Leicht gehandicapt durch eine Ellenbogenverletzung konnte Sorrentino Di Bernardi die Kugel zum Ende nicht mehr so druckvoll spielen und beendete ihren Durchgang mit 778/6. Die Gäste hatten mit 756/3 und 726/1 nichts entgegen zu setzen.

Nach einem freien Wochenende geht es am 25. September für die Wiesecker Bundesliga-Keglerinnen mit dem Auswärtsspiel in Lünen weiter.

Hessenliga Herren

(hse). Der zweite Spieltag der Kegel-Hessenliga Herren hatte in Sachen dritter Spielwertungspunkt ein bis zur vorletzten Kugel äußerst spannendes Derby zu bieten, letztlich bezwang M85 Mittelhessen den KC 88 Wettenberg doch glatt mit 3:0 (5070:4845/48:30).

In früheren Jahren standen die Gäste vom KC 88 Wettenberg im Reiskirchener Bürgerhaus immer auf klar verlorenem Posten, die letzte Begegnung aus der Serie 2018/2019 entschied der damalige Meister und nachfolgende Bundesliga-Aufsteiger M 85 gar mit der »Höchststrafe« für sich. Diesmal stand die Partie jedoch unter veränderten Vorzeichen. Während sich M85 aus personellen Gründen für die aktuelle Saison aus der Bundesliga in die Hessenliga zurück zog, scheint die Nachwuchsarbeit bei Wettenberg zunehmend Früchte zu tragen.

Die gewohnte Souveränität auf Seiten der Hausherren im Anfangsblock bekam der KC mit den überragenden Leistungen von Alexander Lehnhausen (883/11) und des Tagesbesten Michael Buhl (886/12) zu spüren. Zur Halbzeit noch auf Augenhöhe, vermochten Kai-Uwe Schnell (834/7) und Jörg Schnell (831/6) dann am Ende nicht mehr zu folgen. Das Plus von rund 100 Hölzern verschaffte Mittelhessen Luft in der Gesamtholzzahl, aber die beiden Zahlen Wettenbergs stellten für die nachfolgenden Akteure eine ernste Hürde für den dritten Spielwertungspunkt dar.

Hier begann es im mittleren Abschnitt richtig spannend zu werden, als Wettenbergs Jan Lukas Anders (853/10) an der Seite von Kai Göbler (783/2) die beiden Mittelhessen Rolf Rohrbach (830/5) und René Junge (839/8) zu stellen wusste. Damit standen bereits vier der zehn nötigen Wertungen auf dem Gästekonto zu Buche.

Als dann der M85-Schlussblock anfangs nicht richtig ins Spiel fand und zudem Stefan Hormel nach 18 Wurf verletzt durch Kai Bolte ersetzt werden musste, keimte bei den Wettenbergern Hoffnung auf einen unerwarteten Punktgewinn auf. Doch sowohl Robert Gellert (843/9) mit ordentlicher zweiter Hälfte als auch Kai Bolte (789/3), nervenstark mit der notwendigen Neun im vorletzten Wurf, taten im Vergleich mit Wettenbergs Christian Lenz (804/4) und Steven Groß (740/1) das Notwendige, um mit einer Punktlandung doch noch alle drei Zähler in Reiskirchen zu behalten.

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