Gelingt dem FSV Fernwald die Wiedergutmachung?

(se) Unbefriedigend ist die sportliche Situation auf beiden Seiten. Der FSV Fernwald bekleidet in der Fußball-Hessenliga derzeit den drittletzten Tabellenplatz, Eintracht Stadtallendorf liegt auf Rang 17. Heute (15 Uhr) treffen in Steinbach die beiden Mannschaften aufeinander, die unbedingt gewinnen wollen, um sich dem Tabellenmittelfeld anzunähern.

Eines ist klar: Der Verlierer heute hat sich erst einmal im Keller festgesetzt.

Der FSV Fernwald kann mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden sein. Durch ärgerliche Abwehrfehler kassierte die Mannschaft am vergangenen Wochenende eine 1:2-Niederlage beim Hünfelder SV. "Wir haben in dieser Woche gut gearbeitet", berichtet dennoch FSV-Trainer Daniyel Bulut, dessen Mannschaft ganz offensichtlich nicht so gefestigt ist wie vor Jahresfrist, als nach einem guten Start zunächst alles wie von selbst lief.

Nicht untätig waren die Verantwortlichen des FSV übrigens in den letzten Tagen der Wechselperiode I. So wurde der 20-jährige Japaner Yuya Okuda verpflichtet, der bereits für den Verbandsligisten FV Biebrich 02 gespielt und dabei einen guten Eindruck hinterlassen hat. Der Offensivspieler möchte in Deutschland seine Sprachkenntnisse verbessern und ein Studium an der Technischen Hochschule Mittelhessen aufnehmen. "Der Junge kann Fußball spielen", berichtet FSV-Trainer Daniyel Bulut. Drei Trainingseinheiten hat der junge Japaner bereits mit dem FSV absolviert. Übrigens belastet der Neuzugang nicht den Etat des FSV. Der Deutschland-Aufenthalt wird von den Eltern in Japan finanziert.

Am späten Freitagabend folgte der nächste Zugang: Kristian Leonhardt – ein Innenverteidiger vom Verbandsligisten Kickers Obertshausen. "Für ihn liegt die Spielberechtigung vor", hatte Sportdirektor Stefan Munzert alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit der 24-Jährige heute bei Bedarf spielen kann.

Auch im Betreuerstab gibt es einen "Neuzugang". Der in Gießen ansässige Orthopäde Jörg Hoffmann wird ab sofort als Mannschaftsarzt für den FSV Fernwald tätig sein.

Zurück zum heutigen Spiel: Beide Seiten müssen jeweils zwei Akteure ersetzen. Beim FSV fehlen nach wie vor Andreas Schäfer und Max Peter Mohr, Stadtallendorf muss den ehemaligen Steinbacher Marc Schilhabl und Kevin Vidakovic ersetzen.

"Ich erwarte gegen Stadtallendorf ein kampfbetontes Spiel", fordert Bulut und erinnerte daran, dass der FSV gegen Stadtallendorf noch etwas gutzumachen hat. In der Rückrunde der vergangenen Saison kassierte Fernwald gegen die Stadtallendorfer die einzige Niederlage. In personeller Hinsicht wird sich beim FSV nicht viel ändern. Dass Okuda eingesetzt wird, ist unwahrscheinlich, aber möglich. Die Spielberechtigung liegt jedenfalls vor.

FSV Fernwald, Aufgebot: Schmitt, Nigbur; Schlecht, Erben, Bodnar, Proske, Gouri, Golafra, Völk, Buss, Haberzettl, Sofinski, Ehser, Solak, Wagner, Simon, Okuda, Leonhardt. – Auf der Ausfallliste stehen die Verletzten Mohr und Schäfer.

Eintracht Stadtallendorf, Aufgebot: Olujic, Halbrucker; Rasijewski, Bloess, Yildiran, Kloske, Kovacevic, Lerch, Pilana, Konle, Kenan Atas, Bartheld, Szymanski, Monaco, Maranko, Sekan Aats, Kawakami. – Schilhabl und Vidakovic sind verletzt und wirken heute nicht mit.

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