Joshiko Saibou auf dem Weg zum Gütetermin im Arbeitsgericht. FOTO: DPA
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Joshiko Saibou auf dem Weg zum Gütetermin im Arbeitsgericht. FOTO: DPA

Es geht in die nächste Instanz

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(dpa). Alexandra Wester stieß Joshiko Saibou ironisch in die Seite. "Schatz, denk an die Maske", sagte die deutsche Weitspringerin, als sie ihren Freund am Mittwoch ins Amtsgericht Bonn begleitete. Der dortige Gütetermin zwischen dem zweimaligen Basketball-Nationalspieler Saibou und dem Bundesligisten Telekom Baskets Bonn endete danach ergebnislos. Beide Seiten treffen sich zu einem sogenannten Kammertermin am 11. November erneut. Dort kann ein Urteil gefällt werden. Auch ein zweiter Kammertermin oder eine frühere außergerichtliche Einigung sind möglich.

Der Verein hatte über seinen Anwalt Michael Plössner eine Abfindung von "drei bis vier Brutto-Monatsgehältern vorgeschlagen. Das lehnte Saibous Vertreter Georg Melzer am Mittwoch ab. "Das ist kein Betrag, den wir ihm empfehlen können", sagte er. Stattdessen forderte der Anwalt für seinen Mandanten eine Fortzahlung bis zum Vertragsende im Juni 2021, auch unter Einbindung einer sogenannten Sprinterklausel. Danach könnte man sich einigen, sofern der Spieler früher eine Anstellung bei einem anderen Verein finden würde.

Die Baskets hatten dem 30 Jahre alten Profi Saibou wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler" fristlos gekündigt. Dieser hatte wie seine Freundin Wester an einer Demonstration gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Berlin teilgenommen. Saibou hatte die Kündigung als "Schlag ins Gesicht der Meinungsfreiheit" bezeichnet - und geklagt.

Der Verein verwies darauf, dass Saibou durch sein Verhalten "sich sowie alle Mitspieler und Konkurrenten gefährdet" habe. Dem widersprachen Saibous Vertreter mit dem Hinweis darauf, dass sich die Mannschaft seinerzeit gar nicht im Training befand. "Das Argument eines Infektionsrisikos kann demnach nicht gelten", sagte Melzer. Saibou gestand die Teilnahme an der Demo ohne Maske, versicherte aber, er habe auf den Mindestabstand geachtet. Die Freistellung Saibous bleibt derweil bestehen.

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