Die Gegner sind nicht vor Ort

  • vonGerhard Massier
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(gma). Seit mehr als einem halben Jahr bestimmt die Corona-Pandemie auch den Sport. Unter Corona wird die kommende Wettkampfrunde mit den Luftdruckwaffen, die Ende September beginnt, komplett anders. Im Austausch mit vielen Vereinen haben Bezirksschützenmeister Ingmar Krausmüller und Bezirkssportleiter Marcus Stock ausgelotet, wie die Vereine zur Ausrichtung der Winterrunde mit den Luftdruckwaffen stehen. Breiter Konsens ist die Befürwortung einer Winterrunde. Alle Befragten hoffen, dass möglichst bald wieder "normale Wettkämpfe" möglich sind.

Die Schützen bedauern, dass sie sich nicht "live" sehen werden können, aber das Verständnis für die hoffentlich einmaligen Wettkampfbedingungen ist da. Eine Auflage-Runde mit jeweils gleichzeitig 40 bis 50 anwesenden Schützen an einem Schießstand, wie in den letzten Jahren im ehemaligen Schützenkreis Lauterbach üblich, wird aktuell nicht möglich sein. Auch das Lichtschießen der Jüngsten muss aus Sicherheitsgründen in dieser Saison entfallen.

Für alle anderen Ligen und Klassen gibt es Lösungen. Vom Hessischen Schützen-Verband kommt eine Regelung zur Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebes für die Hessenliga sowie die Ober- und Bezirksligen, die wie folgt aussieht: Alle Wettkämpfe werden zu Hause auf den eigenen Schießstand ausgetragen.

Für alle Ligen darunter hat der Schützenbezirk Vogelsberg drei weitere Lösungen entwickelt, die die Regelung des HSV ergänzen und den Vereinen mehr Optionen bieten sollen. Für alle Wettkämpfe gilt, dass sich die Vereine zwingend rechtzeitig abstimmen müssen, unter welcher Regelung sie den Wettkampf bestreiten wollen.

Alternativen erarbeitet

Der Schützenbezirk Vogelsberg hat für die Grundligen folgende Alternativen erarbeitet: Erstens: Die vier Schützen beider Mannschaften schießen zu Hause, ein weiterer Akteur des Vereins fährt zum Gegner und überwacht den Wettkampf. Zweitens: Die Gegner treten zum Wettkampf direkt gegeneinander an. Das hat zur Folge, dass beim Wettkampf immer mindestens ein Schießstand zwischen Schützen nicht besetzt sein darf. Drittens: Der Wettkampf wird auf Vertrauensbasis geschossen. Die Schützen schießen ihre Wettkämpfe zu Hause und übermitteln die Einzelergebnisse nach dem Wettkampf an den gastgebenden Verein. Einen Hin- und Rückkampf wird es daher nicht geben. Diese Regelungen gelten auch für den Schüler-, Jugend- und Juniorenbereich.

Marcus Stock sieht in den Varianten genügend Auswahl, um die Wettkämpfe der Luftdruckwaffen sicher über die Bühne zu bekommen. Er beklagt aber, dass es acht Abmeldungen gegeben hat. Bis auf eine Ausnahme waren diese aber nicht coronabedingt, sondern anderen Gründen geschuldet. Gleichzeitig wurde eine neue Mannschaft für die Luftgewehr-Runde gemeldet. Durch den Aufstieg des SV Lanzenhain (Hessenliga) und des SV Lanzenhain II (Oberliga) gab es in allen Klassen darunter jeweils zwei Aufsteiger.

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