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Im Flow bleiben möchten Tim Köpple und die Gießen 46ers Rackelos im letzten Spiel vor dem Start der Playoffs.

Gegen eine Profitruppe mit Schönheitsfehler

  • VonSebastian Kilsbach
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(sks). Um viel geht es im letzten Hauptrundenspiel der Basketball-Pro B Süd nicht mehr. Dennoch wollen die Gießen 46ers Rackelos am Samstag in Koblenz (19:30 Uhr) alles geben.

Ulm schaffte unter der Woche in Dresden Fakten. Durch die Niederlage der Spatzen an der Elbe steht fest: Die Rackelos werden abermals als Tabellendritter in die Playoffs einziehen. Da es ohne große Pause mit selbigen weitergeht, will das Farmteam durch eine gute Leistung aber im Flow bleiben. Koblenz kann sich in der Tabelle mit einem Sieg noch verbessern.

»Sie sind auf allen Positionen inklusive der Bank mit Profis besetzt«, warnt Coach Lutz Mandler. Bei der 80:82-Hinspielniederlage war der Basketballlehrer noch nicht beteiligt, erst kurz danach stieg der ehemalige Headcoach der 46ers II, Rolf Scholz, zum Verantwortlichen des BBL-Teams auf. Die Niederlage ist Mandler dennoch Warnung genug.

Dabei gehört es zum rhetorischen Einmaleins, dass Farmteams bei Gegnern ohne primäre Kooperationspartnerschaft auf die unterschiedliche Kadertextur hinweisen. Im Falle der EPG Baskets ist das Label »Profimannschaft« aber fast untertrieben. Akteure wie Brian Butler, Daryl Woodmore, der nachverpflichtete Ex-Licher Bill Borekambi, Calvin Eugene Oldham oder Jacob Mampuya gehörten in der Vergangenheit stets zu den Leistungsträgern ihrer Teams. Sie verfügen über massenhafte Ligaerfahrung.

Der Liganeuling macht keinen großen Hehl daraus, dass es perspektivisch in die ProA gehen soll. Trotz des sicher nicht günstigen Kaders ist damit in dieser Saison aber nicht zu rechnen. Elf Siegen stehen zehn Niederlagen gegenüber. Für die Playoffs ist Koblenz qualifiziert, wird aber unabhängig vom Ergebnis gegen die Rackelos irgendwo zwischen Rang sechs und acht ins Ziel laufen.

»Ich freue mich, Lucas Mayer wieder spielen zu sehen. Auf den Videos sah es gut aus, was der Junge gemacht hat. Er hat sich bei Koblenz ins Team gespielt«, bringt Mandler seine Vorfreude vor dem Wiedersehen zum Ausdruck. Mayer spielte vor zwei Jahren für die Rackelos und zuletzt bei den Pointers in der Regionalliga. Der Shootingguard zählt mit 16 Minuten pro Partie zur Stammrotation und durfte sich jüngst über seine Karrierebestleistung freuen. Gegen Erfurt markierte Mayer satte 15 Punkte.

Ob Tim Uhlemann (Fuß- verletzung) schon mitwirken kann, ist noch unklar. Spätestes zu den Playoffs soll der zweitbeste Schütze der Rackelos wieder dabei sein. Übertragen wird die Partie im Internet auf Sportdeutschland.tv.

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