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Lennart Müller

Geffert/Müller auf dem Sprung

(opk). Mit Paul Geffert und Lennart Müller gehören zwei Akteure zum Handball-Nachwuchs der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, die wie so viele Talente der Vergangenheit aus der Wetterau kommen und das grün-weiße Trikot tragen. Beide sind im zweiten A-Jugend-Jahr, stehen also vor dem Sprung zu den Aktiven. Corona legt seit über zwölf Monaten den Amateurund Nachwuchssport weitestgehend lahm.

Aber war es deshalb für Geffert und Müller an diesem wichtigen Punkt ihrer handballerischen Entwicklung gleich ein verlorenes Jahr?

Am 1. November des vergangenen Jahres absolvierte die U 19 der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen ihr letztes Spiel. Über fünf Monate danach ruht der Spielbetrieb in der Jugend-Bundesliga noch immer, soll aber möglichst noch fortgesetzt werden. Der Deutsche Handball-Bund hat für den Re-Start einen Termin nach Ostern in Aussicht gestellt. Bis dato hat die A-Jugend der HSG genau vier Saisonspiele bestritten. Nachdem Hallentraining seit November verboten war, wird die Sporthalle Dutenhofen seit ein paar Wochen wieder für den Trainingsbetrieb genutzt.

»Wir trainieren seit 9. März viermal pro Woche, werden zweimal die Woche auf Corona getestet«, berichtet Paul Geffert, Mittelmann der Wetzlarer A-Jugend. Seit der B-Jugend spielt der gebürtige Ober-Mörler bei den Grün-Weißen. Diese Saison ist seine letzte, bevor er in den Aktiven bereich aufrückt. »Es ist natürlich schön, dass man wieder einen geregelten Ablauf hat. Ich würde mich auch freuen, nach Ostern wieder Rundenspiele zu bestreiten.« Doch so richtig daran glauben möchte Geffert nicht.

Der 19-Jährige hat bereits in der vergangenen Saison bei einigen Spielen im U 23-Team in der 3. Liga ausgeholfen. Auch der Saisonstart im Herbst in der Jugend lief für ihn mit 24 Toren in den ersten vier Partien sehr gut. HSG-Jugendkoordinator Andreas Klimpke habe mit ihm schon über seine Perspektive gesprochen und plane ihn kommende Saison in der zweiten Mannschaft ein.

Die vergangenen zwölf Monate beschrieb Geffert schon als »ein Stück weit verloren«, allerdings beziehe sich das in erster Linie auf das Saisonende. »Wird standen sehr gut da und hätten die Runde gerne beendet. Aber dann kam der erste Lockdown und damit der Abbruch.«

Auch die folgende Vorbereitung auf die jetzige Spielzeit war aufgrund der Einschränkungen verkürzt. Nachdem klar war, dass die Partie Anfang November vorerst die letzte sein würde, hielten sich die Jungs individuell fit. »Ich war viel laufen. Krafttraining zu Hause ist schon anders als im Team in der Halle. Dennoch glaube ich, dass meine Fitness durch die Lockdowns nicht viel schlechter geworden ist. Wie es mit der handballerischen Entwicklung aussieht, wird sich zeigen.«

Auch Gefferts Mannschaftskollege Lennart Müller befindet sich in seinem letzten A-Jugend-Jahr. Der Halblinke, wohnhaft in Nieder-Mörlen, wechselte ebenfalls von der HSG Mörlen zu den Dutenhofenern - schon ein Jahr vor Paul Geffert. Und auch er war schon bei einigen Drittliga-Begegnungen dabei. Anders als sein Mittelmann blickt er etwas zuversichtlicher auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. »Stand jetzt gehe ich schon davon aus, dass wir nach Ostern wieder spielen werden«, gibt sich Müller hoffnungsvoll. »Es wäre sehr gut, weil gerade dieses letzte Jahr in der Jugend noch einmal wichtig ist, um Selbstvertrauen zu bekommen und sich auf die 3. Liga vorzubereiten.«

Der 18-Jährige, der 2022 in Bad Nauheim sein Abitur machen will, musste in den letzten Monaten gleich zweimal in Quarantäne - beide Male aber nur als Vorsichtsmaßnahme. Am Virus erkrankt war er glücklicherweise nicht. Deshalb freut er sich umso mehr, endlich wieder richtig trainieren zu dürfen. »Das Teamgefüge in unserer Mannschaft ist super. Deswegen war es auch schön, die Jungs wiederzusehen. Dass die meisten etwas an Fitness eingebüßt haben, ist klar. Doch in erster Linie freue ich mich, dass es wieder losgeht.«

Ob das auch für die Runde gilt, bleibt abzuwarten. Andreas Klimpke, der neben der Position des Jugendkoordinators auch Co-Trainer der U 19 und der U 23 ist, bleibt vorsichtig. »Wir müssen jeden Tag abwarten, auf die Zahlen und auf die Beschlüsse schauen. Es würde mich für die Jungs freuen, wenn wir spielen können. Aber wir haben es nicht selbst in der Hand.«

Gerade für den Jahrgang 2002, der die A-Jugend mit dem Ende der Spielzeit abschließt, bleiben die kommenden Wochen spannend. Geffert und Müller blicken positiv in die Zukunft. »Bei den bisherigen Trainingseinheiten bei der Drittliga-Mannschaft wurden wir super aufgenommen. Es gab keine Startschwierigkeiten«, sagt Müller.

Paul Geffert.

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