Ian Sagar (r.) vom RSV Lahn-Dill behauptet den Ball gegen den Ex-Wetzlarer Carsten Crombach. FOTO: DIEKMANN
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Ian Sagar (r.) vom RSV Lahn-Dill behauptet den Ball gegen den Ex-Wetzlarer Carsten Crombach. FOTO: DIEKMANN

Gala im neuen Wohnzimmer

  • vonAndreas Joneck
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(aj). Co-Trainer Günther Mayer brachte es auf den Punkt: "Wir haben uns sofort wohl gefühlt in unserem neuen Wohnzimmer." Gemeint hat der 51-Jährige damit die Rittal-Arena Wetzlar, in der der RSV Lahn-Dill am Samstag nicht nur das erste Mal ein Rollstuhlbasketball-Bundesliga-Spiel bestritt, sondern auch einen 90:40-Heimsieg (43:22) gegen die Skywheelers Frankfurt feierte.

"Das war ein verdienter und gelungener Jahresabschluss für uns", schwärmte Mayer nicht nur über das erste Heimspiel seines RSV nach rund zehn Monaten, sondern vor allem über den souveränen Erfolg in einem tollen Ambiente. Was er zuvor gesehen hatte, war ein RSV Lahn-Dill, der von Beginn an die Favoritenrolle gegen die Frankfurter annahm und auf das Tempo drückte. Dass es letztendlich trotz der eindeutigen Kräfteverhältnisse ein ansehnliches Hessenderby wurde, war dabei auch den Frankfurtern zu verdanken, die mutig die Aufgabe gegen den Rekordmeister annahmen. Im ersten Viertel waren es aufseiten der Gastgeber vor allem Thomas Böhme und Brian Bell, die der RSV-Offensive ihren Stempel aufdrückten. So gingen, nach teilweise schönem Kombinationsspiel, stolze 17 Punkte auf das Konto der beiden Nationalspieler. Dass sie sich, wie auch später andere, immer wieder gut in Szene setzten konnten, hatten die beiden vor allem dem Briten Simon Brown zu verdanken, der in knapp 30 Minuten Spielzeit mit 13 Assists glänzte, und seine Statistik zudem mit neun Rebounds und sechs erzielten Punkten weiter aufbesserte. So wuchs der Vorsprung der Hausherren von 10:4 (3.) über 21:9 (9.) schnell auf 37:20 (18.) an, womit die Vorentscheidung bereits vor der Halbzeitpause gefallen war.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht entscheidend. Über 60:29 (27.) hieß es am Ende 90:40, wobei das Trio Michael Aurpince, Bell und Böhme dabei auf zusammen 60 RSV-Punkte kam. Unter dem Strich war es damit eine überaus gelungene Heimpremiere in der Rittal-Arena, in der es am 15. Januar gegen Trier für Lahn-Dill weitergeht.

Lahn-Dill: Michael Auprince (22), Brian Bell (19/1), Thomas Böhme (19/2 Dreier), Mark Beissert (11/1), Dominik Mosler (9), Simon Brown (6), Peyman Mizan (2), Ian Sagar (2), Annabel Breuer, Christopher Huber, Catharina Weiß.

Frankfurt: Tim Diedrich (11), Nico Dreimüller (10), Fabian Gail (6), Marian Kind (6), Christoph Spitz (6), Mehrabadi Homayoun (1), Sebastian Arnold, Carsten Crombach, Florian Miller, Lisa Nothelfer.

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