Der KC 87 Wieseck um Beatriz Sorrentino Di Bernardi sichert sich gegen den RSV Samo Remscheid mit dem 2:1 den Heimsieg in der Kegel-Bundesliga der Frauen. FOTO: RAS
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Der KC 87 Wieseck um Beatriz Sorrentino Di Bernardi sichert sich gegen den RSV Samo Remscheid mit dem 2:1 den Heimsieg in der Kegel-Bundesliga der Frauen. FOTO: RAS

Furiose Aufholjagd der Wieseckerinnen

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(red). Nach einer tollen Aufholjagd holte sich der KC 87 Wieseck den 2:1-Sieg in der Kegel-Frauen-Bundesliga gegen den RSV Samo Remscheid. Und M85 Mittelhessen sicherte sich mit einem starken Auftritt in Trier erneut den begehrten dritten Spielwertungspunkt in der 2. Bundesliga-Süd der Männer.

Frauen-Bundesliga / KC 87 Wieseck - RSV Samo Remscheid 4989:4933 (43:35/2:1):Aufgrund eines Heimrechts-tausches stand für den KC 87 ein Heimspiel auf dem Programm. Die Mannschaft aus Remscheid gab ihre Visitenkarte ab. In den vergangenen Jahren waren diese Duelle meist recht eindeutig zugunsten Wiesecks ausgegangen. Da Remscheid aber bereits ein Auswärtssieg auf dem Konto hat, war man gewarnt.

Von der ersten Kugel an war Spannung im Spiel. Luisa Stark und Beatriz Sorrentino Di Bernardi sollten wieder die Spur legen. Beide mussten trotz guter Leistung mit 823/5 sowie 821/4 die Gegner vorbeiziehen lassen. Die Gäste erzielten direkt zu Beginn die Tagesbestzahl mit starken 865. Remscheids weitere Spielerin erreichte 825/8. Somit waren direkt vier Wertungen weg -und ein Minus von 46 Holz war die Folge.

In der Mittelachse agierten wie in der Vorwoche Christina Vogel sowie Sabrina Brill (839/10). Und die Aufgabe hieß, den Rückstand wettzumachen, was aber (noch) nicht gelang. Brill konnte mit der Neun im 119. Wurf ihre Kontrahentin (836/9) noch abfangen. Vogel drehte auf der letzten Bahn noch mal auf und erreichte 823/6. Remscheids vierte Spielerin musste bei 787/1 abreißen lassen.

Sechs Holz Rückstand - das schien für Wiesecks Schlussspielerinnen machbar. Der Zusatzpunkt war zu diesem Zeitpunkt bereits verloren. Julia Weiser und Ramona Wilczek wollten aber den Sieg in der Gesamtwertung eintüten. Auf den ersten beiden Bahnen passierte nicht viel; alle vier Spielerinnen duellierten sich auf Augenhöhe. Nachdem Julia Weiser (823/7) auf der dritten Räumgasse direkt mit sechs Neunern anfing und sich Wilczek (860/11) ebenfalls von ihrer Gegnerin absetzen konnte, war das erste Mal ein Plus auf dem Wiesecker Konto. Mit einem Vorsprung von 35 Holz ging es auf die Schlussbahn. Diesen Vorsprung gaben die beiden auch nicht mehr her, sodass am Ende zwei Punkte in Wieseck blieben. Bei genaurer Betrachtung der Ergebnisse wäre auch ein 3:0-Sieg in greifbarer Nähe gewesen, was aber - fairerweise - nicht den Spielverlauf widergespiegelt hätte. "Wir sind mit dem 2:1 absolut zufrieden", bilanzierte Wiesecks Cornelia Gebauer. Am Wochenende hat Wieseck spielfrei. Am 24. Oktober sind dann die Wuppertaler Damen zu Gast auf der Kegelbahn "Am Ried".

2. Männer-Bundesliga / SKV Trier - M85 Mittelhessen 5248:5116 (45:33/2:1):Bei den heimstarken Trierern waren schon drei Spitzenzahlen notwendig, um die nötigen Punkte in der Zweitwertung zu erzielen. Dabei spielte den Mittelhessen ein im zweiten Block abgebrochener Vorderkegel etwas in die Karten. Mit dem neuen Vorderholz hatten insbesondere auch die Heimspieler so ihre Probleme.

Im ersten Block lieferte sich Martin Albach (894), der mit einer 244er-Startbahn diesmal besonders in die Vollen glänzte (504), ein hochklassiges Duell mit den stärksten Trierern Klink (914) und Steines (908). Kai Bolte (816) konnte nach ordentlicher Halbzeit nicht mehr folgen, sodass ein Rückstand von 112 Holz zu Buche stand.

Im Mittelblock wendete sich dann aber das Blatt. Die glänzend aufgelegten Robert Gellert (873) und besonders Alexander Lehnhausen (896) - mit vier Bahnen über 220 - kamen mit den veränderten Bedingungen nach der Unterbrechung zwecks Kegelaustausch besser zurecht als Wolter (872) und Schmitt (845). Bei bis dahin erreichten sechs Wertungen und einem Rückstand von nur noch 61 Holz war noch alles möglich.

Die Trierer Schlussspieler begannen verhalten - und so schmolz deren Vorsprung nach der ersten Bahn auf nur noch sieben Holz, da Christian Stefan und besonders Rolf Rohrbach (229) stark begannen. Die heimischen Routiniers Göbel (870) und Poth (839) "sanierten" sich jedoch auf den folgenden Bahnen und brachten den Sieg unter Dach und Fach, denn Rohrbach (810) und Stefan (827) konnten ihr Anfangsniveau nicht über alle vier Bahnen durchhalten. Zu einem glatten 3:0-Heimsieg reichte es aber für Trier nicht mehr, da beide SKVer an den drei starken Zahlen der M85er scheiterten.

Nach einem spielfreien Wochenende erwartet Meteor am 24. Oktober den ersten echten Prüfstein im Bürgerhaus Reiskirchen. Gegen den spielstarken TuS Kirchberg, der im vergangenen Jahr nur mit größter Anstrengung bezwungen werden konnte, wird eine starke Leistung nötig sein, um den momentanen Abstiegsplatz zu verlassen und die bisher erzielte, positive Heimbilanz zu verteidigen.

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