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Arif Güclü wird heute mit seinem FSV Frankfurt in Gießen vorstellig.

FC Gießen

Für den FC Gießen ist der FSV Frankfurt aktuell der große Unbekannte

  • Sven Nordmann
    VonSven Nordmann
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Bevor sich acht Spieler des FSV Frankfurt mit Corona infizierten, waren die heutigen Gäste im Gießener Waldstadion das Team der Stunde in der Fußball-Regionalliga Südwest.

Der FC Gießen erwartet heute (14 Uhr, Waldstadion, live auf TheLeagues für fünf Euro) die aktuell große Unbekannte der Fußball-Regionalliga Südwest: Der FSV Frankfurt spielt eine herausragende Saison, kommt am Samstag nach acht positiven Corona-Fällen in der Mannschaft aber aus der mehrwöchigen Zwangspause.

»Heftig«, dachte sich auch Gießens Trainer Daniyel Cimen, als er erstmals vom Corona-Ausbruch beim FSV Frankfurt hörte. Von den acht infizierten Spielern wiesen mehrere deutliche Symptome auf, wie FSV-Trainer Thomas Brendel erklärte. Dieser steht nach einwöchiger Trainingsvorbereitung vor der Aufgabe, die Gesundheit der Spieler und das Fortführen des Erfolgs in Einklang zu bringen.

Von zehn Auswärtsspielen der Saison gewann der FSV Frankfurt deren neun und könnte, sofern er alle drei Nachholspiele gewinnt, auf Platz eins der Tabelle stehen. »Sie hatten vor der Zwangspause sehr wenig Verletzungspech und haben die 50:50-Spiele oft für sich entschieden«, weiß Daniyel Cimen.

Das Team, zu dem der Bad Nauheimer Stürmer Jake Hirst von Gießen aus im Sommer 2020 wechselte, weist sechs Spieler mit mehr als 100 Regionalligapartien auf und kommt neben Hirst mit zwei weiteren torgefährlichen Angreifern: Arif Güclü traf bereits zehnmal, Muhamed Alawie neunmal.

Folglich sagt Gießens Trainer: »Nach Elversberg wartet nun keine leichtere Aufgabe auf uns. Wir müssen wieder mehr investieren und mutiger spielen.«

Die Art und Weise hat dem 36-jährigen Coach bei der 0:2-Niederlage am Mittwoch gegen Elversberg missfallen. »Ich will eine Mannschaft sehen, die sich zerreißt.«

Als der Trainer aufgrund einer Sperre auf der Tribüne stand statt auf der Bank zu sitzen, riss also die Serie von zuvor sieben ungeschlagenen Partien in Folge. Dank dieser hat sich der heimische Regionalligist zwar von den Abstiegsrängen manövriert, weist aber nur zwei Zähler Vorsprung auf jene auf und kann nun die kuriose Situation von fünf Heimspielen in Folge bis zum 27. März nutzen, um sich Luft zu verschaffen.

Dabei helfen soll auch wieder der erfahrene Stürmer Aykut Öztürk, der vor der Rückkehr steht. Definitiv fehlen werden Landu Mateus (Kreuzbandriss) und Marcel Mansfeld (Schambein), offen ist der Einsatz bei Andrej Markovic (Schambein) und Zeki Erkilinc (Oberschenkel).

Damit es den FC nicht ähnlich erwischt wie den FSV, sensibiliert Cimen sein Team angesichts der Corona-Schnelltests regelmäßig: »Wir würden das Privileg zu spielen, gerne weiter nutzen. Und jetzt geht es in die entscheidende Phase. Wenn du da zum Schluss drei englische Wochen durch Nachholspiele hast, kann das ein Faktor sein.«

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