Ein fünfter Platz zum Träumen

Beim dritten Standard-Ligaturnier der Bundesligasaison 2019 hat die Formationsgemeinschaft Hofheim/Friedberg/Gießen für eine kleine Sensation gesorgt. Aus heimischer Sicht freut sich der Rot-Weiß-Club Gießen besonders über das Abschneiden seiner Tänzer in der Formationsgemeinschaft, haben diese doch in der nahezu 40-jährigen Gießener Standardformationsgeschichte für einen absoluten Höhepunkt gesorgt. Der Einzug in das große Finale und der sehr gute fünfte Platz in Göttingen gehören in der Bundesliga zu den besten Ergebnissen einer Gießener Formation bzw. aller hessischen Formationen überhaupt.

Von GKR

Beim dritten Standard-Ligaturnier der Bundesligasaison 2019 hat die Formationsgemeinschaft Hofheim/Friedberg/Gießen für eine kleine Sensation gesorgt. Aus heimischer Sicht freut sich der Rot-Weiß-Club Gießen besonders über das Abschneiden seiner Tänzer in der Formationsgemeinschaft, haben diese doch in der nahezu 40-jährigen Gießener Standardformationsgeschichte für einen absoluten Höhepunkt gesorgt. Der Einzug in das große Finale und der sehr gute fünfte Platz in Göttingen gehören in der Bundesliga zu den besten Ergebnissen einer Gießener Formation bzw. aller hessischen Formationen überhaupt.

Es war eine Mischung aus Überraschung, Überwältigung, Stolz, Glück und Dankbarkeit, die die Paare der Formationsgemeinschaft (bestehend aus den Vereinen TSC Metropol Hofheim, TSG Terpsichore Friedberg/TSA Friedberg und dem Rot-Weiß-Club Gießen) überkam, als beim dritten Ligaturnier in der Göttingener Sparkassen-Arena das Ergebnis nach der Vorrunde verkündet wurde: Die mittelhessische Standardformation stand erstmals im großen Finale. Trainer Patrick Esch verlor kurzzeitig die Bodenhaftung und konnte es kaum fassen, dass sein Team, als Nachrücker in die 1. Bundesliga aufgestiegen und auf der DM im November noch das Schlusslicht, nun alle Erwartungen übertroffen hatte.

Für den Start in die Ligasaison hatte sich die FG Hofheim/Friedberg/Gießen vorgenommen, den Klassenerhalt zu schaffen. Dieses Ziel der Nachrücker-Formation erwies sich schon nach den ersten beiden Formationsturnieren in Ludwigsburg und Bernau, wo jeweils der sechste Platz und damit ein Nicht-Abstiegsrang erzielt wurde, als durchaus realistisch.

Zum dritten Ligawettkampf ging es dann nach Göttingen, um auch hier mit der inzwischen gut ausgefeilten Choreografie "Who we are" zu punkten. Nach der hervorragend verlaufenen Vorrunde, in der die Formation auch Höchstschwierigkeiten wie die wandernde Achterreihe in ausgezeichneter Manier auf das Parkett zauberte, kam das Highlight schlechthin für die Tänzer der mittelhessischen Mannschaft: Sie tanzten nun zum ersten Mal im großen Finale. Nachdem die Akteure aus Gießen, Hofheim und Friedberg wieder die nötige Fassung und Konzentration nach der Verkündung der Finalqualifikation zurückerlangt hatten, überzeugte die Mannschaft auch im letzten und entscheidenden Durchgang. Platz fünf hinter dem Team aus Nürnberg war dann das beste Ergebnis der heimischen Tänzer für Hessen und damit auch für den Gießener Standardformationstanzsport. Trainer Patrick Esch, selbst bis vor zwei Jahren noch aktiver Tänzer in der Bundesligaformation des Gießener Rot-Weiß-Clubs, konnte zu Recht stolz auf seine Mannschaft und ihre überragende Leistung sein.

Auch an der Spitze des Feldes bahnte sich in Göttingen ein großer Wechsel an. Der Gastgebermannschaft des Schwarz-Gold Göttingen gelang es, wie ein Turnier zuvor auch, die Doppelspitze der etablierten Mannschaften aus Braunschweig und Ludwigsburg zu durchbrechen, und so setzten sich die Südniedersachsen auf heimischen Boden mit einem erneuten Sieg an die Spitze des Ligafeldes. Platz zwei ertanzte sich diesmal der 1. TC Ludwigsburg vor der Mannschaft des Braunschweiger TSC.

Comtesse/Kraushaar top

Gleich beim ersten Turnierstart zu Jahresbeginn überzeugten unterdessen Holger Comtesse und Gitta Kraushaar in Stuttgart. Das Rot-Weiß-Club-Paar ließ der Konkurrenz keine Chance und siegte unangefochten im Sonderklassenturnier der Senioren II Standard. Beim Turniernachmittag des ATK Suebia Stuttgart im Ortsteil Botnang hatten elf Paare für das Turnier der Senioren II S-Klasse Standard gemeldet. Ohne Probleme meisterte das Gießener Duo die Vorrunde und qualifizierte sich sicher für das Finale mit sechs Paaren. Obwohl nicht als Favorit in die Endrunde eingezogen, legten Comtesse/Kraushaar noch mal eine Schippe drauf und steigerten sich im Finale – und das von Tanz zu Tanz.

Im Langsamen Walzer mussten sich die Gießener noch knapp dem Nürnberger Paar Ingo Bauer/Sandra Fürsattel geschlagen geben, wendeten das Blatt aber bereits im zweiten Tanz. Comtesse/Kraushaar belegten im Tango den ersten Rang, ließen sich dann auch in den folgenden drei Tänzen das Zepter nicht mehr aus der Hand nehmen und bauten ihre Führung sukzessive aus. So ertanzten Holger Comtesse und Gitta Kraushaar ungefährdet den Turniersieg.

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