IMG_1843_2_Freese_Strack_4c
+
IMG_1843_2_Freese_Strack_4c

FSV Fernwald zieht ins SWG-Pokal-Endspiel ein

  • VonHarald Friedrich
    schließen

(maz). Das Halbfinale des SWG-Pokals am gestrigen Abend zwischen der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen und Hessenligist FSV Fernwald hatte alles zu bieten, was das Fußballherz höher schlagen lässt - mal abgesehen von den Platzverhältnissen in Allertshausen. Vor gut 300 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein spannendes Spiel. Das lag vor allem am mutigen Auftreten der Gastgeber, die ja zwei Klassen tiefer in der Gruppenliga beheimatet sind.

Am Ende stand aber doch eine standesgemäße 0:3-Niederlage der Dreier-SG, die aber ein wenig über den Spielverlauf hinweg täuscht.

Natürlich hatte der Gast aus Fernwald, der im SWG-Pokal-Finaltag am Sonntag in Lollar im Endspiel auf die FSG Wettenberg trifft, über die gesamte Distanz gesehen mehr Spielanteile, doch gerade zu Beginn der zweiten Hälfte trat die SG risikoreicher auf und hätte sich durch frühes Pressing den möglichen Ausgleich durchaus verdient - also ein richtiger Pokal-Fight bis zur letzten Minute.

Bei zwei Situationen war jedoch KOA-Pressesprecher Martin Rühl nicht gut auf das Schiedsrichtergespann um Jörn Becker zu sprechen. Dem 1:0 von Gästespieler Mirko Freese sei ein Handspiel vorausgegangen, und in der 75. Minute sei dem gleichen Spieler im eigenen Strafraum ebenfalls ein deutliches Handspiel unterlaufen. Kreisfußballwart Henry Mohr deutete diese Situationen ähnlich, obgleich es immer eine Schiedsrichterentscheidung bleibt. Unglücklich für die Gastgeber, dass im direkten Gegenzug, den Mica Hendrich über Hoang-Nam Luc einleitete, Nicolas Strack nur noch den Fuß hinhalten musste - 2:0 für Fernwald. Höhepunkt des Abends der Treffer von FSV-Neuzugang Tim Richter, der kurz vor Schluss den Ball mit einem trockenen Schuss aus 22-Metern im langen Eck in Höhe des Tordreiecks versenkte.

»Zu Beginn der zweiten Hälfte sind wir richtig gut drauf gegangen«, gab KOA-Trainer Dennis Frank nach der Partie zu Protokoll. Nach Ballstafette über Kian Fenduni und Jonas Müller kam der eingewechselte Rene Nicklas einen Schritt zu spät. Der Ausgleich lag in der Luft. »Klares Handspiel und damit endlich der möglicher Ausgleich«, lautete das Fazit von Frank zur 75. Spielminute. Auch Gästetrainer Daniyel Bulut räumte ein, dass er es zwar nicht gesehen hätte, aber alle anderen sagten, dass es wohl ein klarer Handelfmeter war.

»Da hätte wir uns nicht beschweren können - und die Gastgeber haben es in dieser Phase richtig gut gemacht«, lobte Bulut die Leistung des Gegners. Fazit des tollen Fußballabends bleibt aber, dass der vermeintlich »kleine« Gegner stolz auf seine Leistung sein kann, obgleich das Spiel im schlimmsten Fall 0:1 ausgegangen wäre.

Für Spannung war allemal gesorgt - und Entscheidungen müssen im Amateursport nun eben in wenigen Sekunden getroffen werden.

SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen: Dühring; Priebe, Herzberger, Johannes Krug (ab 83. Minute Lukas Krug), Zuhric, Fenduni, Yildirim, Feldbusch, Sen (ab 61. Nicklas), Buividavicus, Müller (ab 63. Krasniqi).

FSV Fernwald: Kleinheider; Luc (ab 80. Dursun), Simon, Freese, Goncalves (ab 65. Kaguah), Markiewicz, Richter, Strack, Hendrich, Grönke (ab 83. Bender), Vural.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Becker (Queckborn) - Zuschauer: 300 - Torfolge: 0:1 (24.) Freese, 0:2 (76.) Strack, 0:3 (89.) Richter.

IMG_1720_2_Buividavicus__4c

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare