Frettlöh sorgt für Ehrenpunkt

(ria). Zum Auftakt der Rückrunde sehen sich die Tischtennis-Akteure wieder mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie konfrontiert. Aufgrund der verschärften Bedingungen hat das HTTV-Präsidium beschlossen, den Spielbetrieb bis zum 13. Februar zu unterbrechen, lässt den Mannschaften aber die Möglichkeit, »sich einvernehmlich über die Austragung zu verständigen«.

Betroffen davon ist die Hessenliga, dadurch kam am letzten Wochenende das Derby zwischen dem TV Großen-Linden und dem TSV Allendorf/Lumda nicht zustande. Das komprimiert den Spielplan der Hessenliga nicht unerheblich, denn wegen der Relegation zur Oberliga am 7./8. Mai muss diese Liga bis zum 1. Mai abgeschlossen sein, ungeachtet der Zahl der Verlegungen. Auch fiel die Oberligapartie des NSC Watzenborn-Steinberg aus. Die Pohlheimer kamen mit dem TuS Kriftel überein, das »Kellerduell« nicht auszutragen. So stand am Wochenende allein der hiesige Regionalligist an der Platte. Der Gießener SV bezog gegen den Tabellenzweiten aus Köln die erwartete und auch deutliche Niederlage. Auf Bezirksebene war kein heimisches Team im Einsatz.

Regionalliga/ Gießener SV - 1. FC Köln II 1:9: »Wir sind ganz entspannt in das Spiel gegangen«, so Mannschaftssprecher Michael Fuchs. Doppel eins mit Michael Fuchs/Timo Geier unterlag in drei Sätzen. Cyrill Menner/Luis Frettlöh überrumpelten ihre Kontrahenten in Satz eins (11:2), hatten Pech in Durchgang zwei (14:16), brachten sie mit Satz drei (11:5) an den Rand einer Niederlage, unterlagen dann aber doch noch in fünf Sätzen. Fuchs unterlag glatt in drei Sätzen, Menner gelang ein Satzgewinn. Geier durchlebte ein Wechselbad der Gefühle mit dem unglücklichen Ausgang für den Gießener, der mit 9:11 im Entscheidungssatz verlor. Frettlöh holte in Durchgang zwei den Satzausgleich (12:10), verpasste dann aber in Durchgang drei (10:12) die Wende in diesem Match, das er mit 1:3 verlor. Im Spitzeneinzel agierte Fuchs (1:3) drei Sätze lang auf Augenhöhe, Menner war in seinem zweiten Einzel ebenso chancenlos wie Geier anschließend, ehe Frettlöh noch einen 1:2-Satzrückstand drehte und mit einem 11:3 im Entscheidungssatz doch noch für den Ehrenpunkt sorgte. »Auf den einen oder anderen Matchpunkt hatten wir gehofft, Luis Frettlöh hat es am Ende auch geschafft, es war vielleicht etwas mehr drin«, so Fuchs mit Blick auf die knappen Matches. Auf den Einsatz der Ausländer werden die Gießener bei der aktuellen Corona-Lage weiter warten müssen. »Wir lassen die Engländer nicht anreisen, um sie dann in Quarantäne zu stecken«, so Abteilungsleiter Jürgen Boldt. »Und unser Weißrusse ist mit Stoffen geimpft, die hier nicht anerkannt sind. Ich befürchte schon, dass wir die Runde wieder nicht zu Ende spielen können. Dann sollen unsere jungen Spieler weiter ihre Erfahrungen sammeln.«

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