Frederik Weinecker verlässt im Sommer die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen und heuert beim TSV Lang-Göns an. FOTO: FROESE
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Frederik Weinecker verlässt im Sommer die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen und heuert beim TSV Lang-Göns an. FOTO: FROESE

Fußball

Frederik Weinecker: Zeit für etwas Neues

  • Michael Schüssler
    vonMichael Schüssler
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Frederik Weinecker kennt sich in der Kreisoberliga Süd und der Gruppenliga bestens aus. Viele Jahre ist er als Fußball-Trainer tätig - derzeit bei der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen.

Die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen hatte der Heuchelheimer aus der Kreisoberliga Süd in die Gruppenliga geführt, im Juni ist aber nach zweieinhalb Jahren Schluss bei den Rabenauern. Bereits im Dezember hatte der Physio-Therapeut die Verantwortlichen und Mannschaft über seine Entscheidung informiert, aber auch klargemacht, dass er für neue Angebote offen ist. Die Gunst der Stunde nutzte Kreisoberliga-Spitzenreiter TSV Lang-Göns, denn der wird gleichfalls nach dieser Spielzeit einen neuen Übungsleiter brauchen, denn Marc Becker hatte bereits im November erklärt, aus familiären Gründen eine Trainerpause einzulegen. Weinecker tritt somit die Nachfolge von Becker an, offen ist nur, in welcher Klasse der TSV in der nächsten Saison spielen wird. Kreisoberliga Süd oder Gruppenliga. Wir haben mit Frederik Weinecker gesprochen.

Herr Weinecker, im Dezember 2019 hatten Sie das Ende Ihres SG-Engagements verkündet, wenige Wochen später haben Sie bereits eine neue Aufgabe für die Saison 2020/2021 gefunden. Hat Sie das überrascht?

Nein, ich wusste ja, wie es um die Verhandlungen stand - aber Spaß beiseite: Ich wollte ja keine Pause nach meiner Zeit bei der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen - und in dieser Zeit werden nun mal die Gespräche mit Trainern geführt. Das mit Langgöns und mir hat von Beginn an gepasst, es waren nicht viele Gespräche nötig.

Sie waren maßgeblich am Erfolg der SG in den letzten Jahren verantwortlich, warum verlassen Sie den Verein?

Bei all den positiven Dingen, Freundschaften und Erfahrungen, die ich sammeln durfte, verbinde ich mit dem Kapitel privat auch eine sehr schwere Zeit. Und ich habe gemerkt, dass ich einen Tapetenwechsel brauche, um wieder frei und gelöst zum Training fahren zu können. Ich bin allen hier sehr dankbar für das Vertrauen und ich werde alles daransetzen, die Mission Klassenerhalt zu erreichen. Aber wie heißt es doch so oft: Man soll gehen, wenn es am schönsten ist.

Mit dem TSV Lang-Göns wartet ab dem 1. Juli eine neue Aufgabe. Sie treten die Nachfolge von Marc Becker an, der in den letzten Jahren ausgezeichnete Arbeit geleistet hat. Sind das große Fußstapfen für Sie?

Marc hat generell größere Füße, ich hab nur Schuhgröße 43, er aber 45. Aber im Ernst: Marcs Arbeit in den letzten Jahren beim TSV ist schon was Besonderes und ihm gar nicht hoch genug anzurechnen. Ich möchte seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen und meine eigenen, erfolgreichen Fußstapfen hinterlassen.

Ob der TSV den Aufstieg in die Gruppenliga schafft, steht noch in den Sternen. Sollte Langgöns scheitern, dann würden Sie sich wieder in der Kreisoberliga Süd finden. Wäre das sportlich gesehen ein Rückschritt für Sie?

Erst mal bin ich positiv und denke, nach der tollen Vorrunde kann der TSV Langgöns den großen Wurf schaffen, es ist aber noch ein langer Weg. Ein Rückschritt wäre es bei einem Klassenverbleib nicht. Ich denke nicht über Rückschritte oder Verbesserung nach, wenn eine Aufgabe passt und ich ein gutes Gefühl habe, dann kann man überall Erfolg haben. Mein Weg ist nicht, mich persönlich als Trainer immer weiter zu verbessern, ich möchte meine Mannschaften verbessern und weiterbringen. Zunächst liegt aber bis zum Sommer der Fokus auf den Klassenerhalt mit der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen. Das wäre für uns alle ein Riesenerfolg!

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