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Kehrt beim FC Gießen wieder zurück ins Tor - Stammkeeper Frederic Löhe. FOTO; IMAGO

FC Gießen

Frederic Löhe beim FC Gießen wieder im Kasten

  • Michael Schüssler
    VonMichael Schüssler
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Wieder ein Heimspiel für den FC Gießen. Der Fußball-Regionalligist trifft am Samstag (14 Uhr) auf den VfR Aalen. Ein Gegner, den es gilt, im Kampf um den Klassenerhalt auf Distanz zu halten.

Groß war die Freude am vergangenen Wochenende beim heimischen Fußball-Regionalligisten FC Gießen. Das 3:0 im Heimspiel gegen den FC-Astoria Walldorf sorgte für ein wenig Luft im Abstiegskampf. Den Vorsprung auf Walldorf konnte die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen auf jetzt sechs Punkte ausbauen.

Dazugesellte sich am Donnerstag die frohe Kunde von Notvorstand Turgay Schmidt, dass es dem Verein gelungen ist, einen Ausrüstervertrag mit Nike und 11teamsports auszuhandeln, der dem heimischen Aushängeschild einen sechsstelligen Betrag über drei Jahre einbringen soll.

Doch sportliche Entspannung ist nicht angesagt. Denn am Samstag (14 Uhr) wird der FC Gießen mit dem VfR Aalen auf den Rang-15. und direkten und punktgleichen Tabellenhintermann im Waldstadion treffen. Die Baden-Württemberger verloren zuletzt knapp mit 0:1 gegen den SSV Ulm. In der Vorrunde übrigens unterlag der FC Gießen am 27. Oktober des Vorjahres denkbar knapp mit 0:1 in Aalen. Den Heimspiel-Monat März beendet der FC Gießen übrigens mit den Partien gegen den FSV Mainz 05 II (20. März, 14 Uhr) und den Bahlinger SC (27. März, 14 Uhr).

Die Ausgangslage: Mit jeweils 31 Punkten stehen der FC Gießen und der VfR Aalen jeweils auf Nichtabstiegsplätzen. Allerdings kam der FC zuletzt zu einem 3:0 gegen Walldorf, während Aalen gegen Ulm den Kürzeren zog. Die Gießener boten eine starke Leistung, Aalen indes kam im Derby gegen Ulm zu keiner echten Torchance. »Das ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel. Unser Minimalziel ist, den Gegner weiter hinter uns zu lassen, aber wir werden natürlich versuchen, einen Dreier zu landen«, sagt Daniyel Cimen.

Die Personallage: Am letzten Wochenende hütete Tolga Sahin das Tor, da Stammkeeper Frederic Löhe (Backenzahn-OP) passen musste. Doch nun ist Löhe wieder dabei, dafür fehlen Andrej Markovic, Niclas Mohr, Johannes Hofmann (5. Gelbe Karte) sowie die langzeitverletzten Akteure. Angeschlagen ist außerdem Ryunosuke Takehara (Magen-Darm), sein Einsatz entscheidet sich erst kurzfristig.

Der Gegner: Der VfR Aalen ist aktuell punktgleich mit den Mittelhessen, weist aber das schlechtere Torverhältnis auf. Am 8. März feierte der Klub aus Baden-Württemberg sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Doch die glorreichen Zeiten liegen hinter den Klub. In der Saison 2011/2012 schaffte der VfR mit dem damaligen Trainer Ralph Hasenhüttl den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Für diese wurde Kevin Kampl, mittlerweile bei RB Leipzig unter Vertrag, verpflichtet, der aber am letzten Tag des Transferfensters (31. August) von RB Salzburg verpflichtet wurde. Der VfR schaffte den Klassenerhalt, ehe in der dritten Saison aufgrund finanzieller Probleme der Absturz folgte. Auch der Neuanfang in der 3. Liga stand unter keinem besonders guten Stern. 2017 musste ein Insolvenzantrag gestellt werden. 2019 folgte der Abstieg in die Regionalliga Südwest, der aktuellen sportlichen Heimat der Aalener. Trainer beim VfR ist Roland Seitz, als Spieler unter anderem für den MSV Duisburg aktiv. Seit 2019 ist Seitz mittlerweile für Aalen tätig.

Einen echten Torjäger sucht man beim VfR vergebens. Bester Schütze bislang ist Steffen Kienle, der es auf sechs Treffer bringt. Allerdings: Bis Ende Januar stand Kienle noch beim Ligakontrahenten SSV Ulm unter Vertrag, ehe dieser Kienles Bitte nach Vertragsauflösung nachkam. So ist Kienle der beste Schütze der Aalener, denn in den bisherigen Partien seit dem 30. Januar traf er bereits sechsmal. Interessant am Rande: Kienle durfte im Spiel des VfR gegen seinen Ex-Klub SSV Ulm nicht spielen, das hatte eine Klausel beim Wechsel im Vertrag vorgeschrieben. Sicher ist aber, dass der Angreifer nach seiner Zwangspause heute in Gießen von Beginn an spielen wird, das hat Trainer Roland Seitz bereits angekündigt.

Das sagt der Trainer: »Aalen hat eine gute Mannschaft, die physisch sehr stark ist - ebenso bei Standards. Und mit Steffen Kienle haben sie einen echten Torjäger gefunden«, urteilt Gießens Coach Daniyel Cimen über den heutigen Kontrahenten.

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