Die ehemalige Gießenerin Anne Lacroix hat beim 1. FFC Frankfurt zahlreiche Nationalspielerinnen unter ihren Händen.	(Foto: bf)
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Die ehemalige Gießenerin Anne Lacroix hat beim 1. FFC Frankfurt zahlreiche Nationalspielerinnen unter ihren Händen. (Foto: bf)

Frauen-WM: Diese Gießenerin fiebert besonders mit

Wenn die DFB-Frauen in Kanada um den WM-Titel kämpfen, zittert eine frühere Gießenerin vermutlich mehr mit als jeder andere. Einige der Nationalspielerinnen sind privat ihre Freundinnen. Anne Lacroix arbeitet als Physiotherapeutin beim 1. FFC Frankfurt.

Und so kennt sie die deutschen Fußballfrauen, die vor bis zu sieben Millionen TV-Zuschauern auflaufen, häufig persönlich. Die 35-Jährige lebte bis zu ihrem Abitur in Gießen, mittlerweile betreibt sie ihn Frankfurt ihre eigene Praxis, seit 2014 arbeitet sie zudem für den Frauen-Bundesligisten. Hier spricht die Expertin über…

...die Situation der deutschen Mannschaft: »Frankreich war ein sehr starker Gegner. Ich denke, dass die Deutschen mit Frankreich und Schweden die beiden ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Titel ausgeschaltet haben. Die Mannschaft hat auf jeden Fall das Potenzial, um Weltmeister zu werden. Vieles bleibt natürlich tagesformabhängig. Aber die deutsche Bank ist klasse. Das Team ist einfach insgesamt gut besetzt.«

...wie sie bei der WM mitfiebert: »Beim Elfmeterschießen gegen Frankreich wäre ich vor dem Fernseher fast gestorben. Viele der Nationalspielerinnen kenne ich durch meine Arbeit beim 1. FFC Frankfurt persönlich. Nirgends fiebere ich so mit, wie bei der Frauen-Nationalmannschaft. Wir haben das Viertelfinale mit Freunden geschaut. Sie kannten sich nicht so wirklich aus, aber zum Schluss haben sie mitgefiebert. Man kann die Leute da schon anstecken.«

... die Coolness im Elfmeterschießen: »Die deutschen Frauen sind einfach tough. Das sind keine klassischen Hausfrauen. Die können mit Druck umgehen. Celia Sasic hat es nach dem gewonnenen Elfmeterschießen ja gesagt: Nicht nachdenken, einfach reinmachen.«

... den Kunstrasen bei der WM: »Auf dem Kunstrasen wird der Ball schneller, und einige Spielerinnen haben Probleme mit der Lauftechnik. Die Muskulatur macht etwas schneller zu. Aber mittlerweile hat sich das deutsche Team daran gewöhnt. Der Platz ist zwar hart, aber eben. Dadurch, dass es definitiv keinen Acker gibt, ist die Verletzungsgefahr so gesehen schon einmal geringer. Und wenn wir mit dem 1. FFC auf Tour sind, finden wir ab und zu wirklich noch einen Acker vor.«

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